ISDN-Berater
fr sterreich
Ausgabe 1992

Herausgegeben von der Post-Generaldirektion,
Abteilung 01, Postgasse 8, 1011 Wien.

Der ISDN-Berater fr sterreich wurde mit uerster Sorgfalt
erstellt. Den-noch knnen inhaltliche oder formale Fehler nicht
ausgeschlossen werden.
Geschtzte Warennamen sind in dieser Verffentlichung nicht als
solche gekennzeichnet. Aus dem Fehlen einer derartigen
Kennzeichnung kann also nicht geschlossen werden, da es sich um
einen freien Warennamen handelt.
Herausgeber, Gestaltung und fr den Inhalt verantwortlich:
Generaldirektion der sterreichischen Post- und
Telegraphenverwaltung, Abteilung 01, Postgasse 8 - 10, A 1011 Wien
Bearbeitung: Dipl.-Ing. Reinhard Schmid, Walter Svatek
Copyright 1992 by  Generaldirektion der sterreichischen Post- und
Tele-graphenverwaltung, Abteilung 01, Postgasse 8 - 10, A 1010
Wien
Fr den vorliegenden "ISDN-Berater fr sterreich" wurde der
"ISDN-Berater", der von der "Arbeitsgemeinschaft Bro-
Kommunikation" der Deutschen Bundespost Telekom herausgegeben
wurde, fr sterreichische Verhltnisse berarbeitet. Der
Herausgeber dankt der Deutschen Bundespost Telekom fr die
freundliche berlassung der berarbeitungsrechte.



Wien, im April 1992

1   Einfhrung

2   Allgemeiner Teil

2.1.Entwicklung des ISDN
2.2.Was ist ISDN?
2.2.1.   Begriffserklrung
2.2.2.   Anschluarten
2.2.3.   Die Vorteile des ISDN im berblick

2.3.Dienste und Zusatzdienste im ISDN
2.3.1.   Telefon
2.3.2.   Bildtelefon
2.3.3.   Telefax
2.3.4.   Bildschirmtext
2.3.5.   Telex und Teletex
2.3.6.   Leitungsvermittelte Datenbermittlung
2.3.7.   Telebox
2.3.8.   Bildbertragung
2.3.9.   Ersatzschaltung von Standleitungen
2.3.10.  Paketorientierte Datenbermittlung
2.3.11.  Zusatzdienste im ISDN

2.4.ISDN-Endeinrichtungen
2.4.1.   Telefon
2.4.2.   Bildtelefon
2.4.3.   Telefax
2.4.4.   Multifunktionales Endgert / PC
2.4.5.   ISDN-Nebenstellenanlagen

2.5.Herkmmliche Endgerte im ISDN
2.6.Tarife im ISDN

2.7.Der ISDN-Pilotbetrieb
2.7.1.   Durchfhrung
2.7.2.   Entgelte fr die Pilotphase

2.8.Weiterer Ausbau
2.9.Anwendungsbeispiele

3   ISDN-PC-Anwendungen

3.1.Vorteile des PC-Einsatzes im ISDN
3.2.ISDN-PC-Karten
3.3.Software fr ISDN-PC-Karten
3.4.PC-Vernetzung im ISDN

4   Technischer Teil

4.1.Analoge und digitale Signale
4.2.Glasfasertechnik
4.3.Das OSI-Schichtenmodell
4.4.Die Schnittstelle Common-ISDN-API
4.5.Die Schnittstelle APPLI/COM

5   Administrative Hinweise

5.1.Begriffserklrungen
5.2.Beratungs- und Informationsstellen

6   Herstellerbeitrge

6.1.Alcatel Austria
6.2.Kapsch AG
6.3.Schrack Elektronik
6.4.Siemens sterreich
6.5.Artaker
6.6.Canon
Liebe Leserin, lieber Leser!

Die sterreichische Post begann im Februar 1992 mit dem
Pilotbetrieb des dienste-integrierenden digitalen
Telekommunikationsnetzes ISDN. Hierdurch wurde der Grundstein fr
ein neues Zeitalter der Telekommunikation gelegt. Sowohl Sprache
und Texte als auch Bilder und Daten knnen nun ber ein Netz
ausgetauscht werden. Und das mit einer hheren bertragungs-
geschwindigkeit und einer besseren bertragungsqualitt als dies
in der Regel in den herkmmlichen Netzen mglich ist.
Fr diejenigen, die auf ISDN umsteigen wollen, ergeben sich im
Zusam-menhang mit der neuen Technik des ISDN eine ganze Reihe von
Fragen: Knnen bereits vorhandene Gerte auch im ISDN verwendet
werden? Mit welchen laufenden Kosten mu bei der Nutzung des ISDN
gerechnet werden? Knnen auch Kommunikationspartner, die noch
nicht ber einen ISDN-Anschlu verfgen, erreicht werden? Guter
Rat ist da teuer, zumal der Einstieg ins ISDN geplant sein will.
Diese und hnliche Fragen stellen sich zwangslufig bei der
berlegung, ob der Einstieg ins ISDN lohnt. Der vorliegende ISDN-
Berater soll Ihnen helfen, auf Ihre Fragen zu ISDN die passenden
Antworten zu finden. Mit einer Mischung aus allgemeinen
Informationen, konkreten Zahlen und Fakten sowie
Anwendungsbeispielen wird ein umfassender berblick ber Merkmale
und Mglichkeiten des ISDN gegeben.
Sollte der ISDN-Berater nicht alle Ihre Fragen hinreichend
beantworten, so knnen Sie sich bei den im Teil 5.2. angefhrten
Adressen ausfhrlich informieren und beraten lassen.




Was Ihnen der ISDN-Berater bietet

Die vorliegende Ausgabe des "ISDN-Beraters fr sterreich" enthlt
den aktuellen Stand mit April 1992. Durch sptere berarbeitungen
soll der Berater jeweils auf dem aktuellen Stand gehalten werden.
Der Allgemeine Teil (Teil 2) des vorliegenden Beraters gibt Ihnen
einen umfassenden berblick ber das ISDN. Nach einem historischen
Abri wird sowohl auf die im ISDN nutzbaren Dienste und
Anwendungen als auch auf ISDN-Endgerte eingegangen. Es folgen
Informationen ber die Tarife im ISDN und den Pilotbetrieb. Einen
Blick in die Zukunft gewhrt das Kapitel ber den ISDN-Ausbau,
bevor anhand von Anwendungsbeispielen konkrete
Nutzungsmglichkeiten des ISDN dargestellt werden.
Da mit der rasanten Verbreitung der Personal Computer ein
flexibler Kommunikationsbedarf entstanden ist, dem durch das ISDN
gut entsprochen werden kann, bildet die Beschreibung von PCs als
multifunktionale Endgerte einen wesentlichen Schwerpunkt des
Beraters. Alle wesentlichen Informationen hierzu finden Sie im
Teil ISDN-PC-Anwendungen (Teil 3). Nach einer ausfhrlichen
Beschreibung der erforderlichen Hard- und Software werden
Mglichkeiten der PC-Vernetzung ber das ISDN aufgezeigt.
Der Technische Teil (Teil 4) hat die Zielsetzung, interessierten
Lesern einen Einblick in ausgewhlte technische Themen zu bieten,
die im Zusammen-hang mit ISDN bedeutsam sind. Dabei wurde Wert auf
eine mglichst allgemeinverstndliche Beschreibung gelegt, so da
zum Verstndnis der einzelnen Abschnitte keine spezifischen
Vorkenntnisse erforderlich sind. Die behandelten Themen sind:
Analoge und digitale Signale, Glasfasertechnik, das OSI-
Schichtenmodell sowie die Schnittstellen-Standards Common-ISDN-API
und APPLI/COM.
Im Teil 5 finden Sie eine Erklrung der wichtigsten Fachbegriffe
sowie ein Verzeichnis mit den genauen Anschriften jener Stellen,
die Ihnen ber ISDN Auskunft geben knnen.
In Teil 6 wird Endgerteherstellern die Gelegenheit geboten, ihre
ISDN-Endgerte, die die provisorische Anschaltegenehmigung in
sterreich erhalten haben, zu beschreiben.
Wir hoffen, da der ISDN-Berater Ihnen viele ntzliche Anregungen
geben kann und wnschen viel Spa beim Lesen.
Der Grundgedanke bei der Entwicklung des ISDN war die Nutzung des
Fernsprechnetzes auch fr Text- und Datendienste. Das
Fernsprechnetz wird damit zu einem "diensteintegrierenden"
Telekommunikationsnetz. Voraussetzung war die Vereinheitlichung
der verschiedenen bertragungsformen.

2.1. Entwicklung des ISDN

Die Weichen fr die Einfhrung des ISDN in sterreich wurden
bereits 1978 gestellt, als sich die Post entschied, das analoge
Fernsprechnetz auf digitale bertragungs- und Vermittlungstechnik
umzursten. Mit dieser Manahme konnten vor allem ein schnellerer
Verbindungsaufbau und eine bessere bertragungsqualitt erreicht
werden. Darber hinaus ist ein digitalisiertes Fernsprechnetz
langfristig wirtschaftlicher als ein analoges, da die digitalen
Vermittlungsstellen bedeutend wartungsrmer sind als die bisher
eingesetzten elektromechanischen Whleinrichtungen.
Der internationale Normungsausschu CCITT (Comit Consultatif
International Tlgraphique et Tlphonique) der internationalen
Fernmeldeunion UIT, dessen Empfehlungen international als Standard
fr das Fernmeldewesen anerkannt werden, legte 1980 die
technischen Rahmenbedingungen fr ein weltweit einheitliches,
digitales Kommunikationsnetz fest. In diesen nach wie vor gltigen
Rahmenbedingungen sind unter anderem die folgenden Vorgaben
enthalten:

*   International standardisierte Schnittstellen zum Teilnehmer
    und zu anderen Netzen.
*   Verwendung einer standardisierten bertragungsrate von 64
    kbit/s, die erst durch das digitalisierte Fernsprechnetz mglich
    wurde. Darber hinaus ist bereits die Entwicklung zu einem Netz
    mit noch hherer bertragungskapazitt vorgesehen (Breitband-
    ISDN).
*   Verwirklichung einer einzigen, einheitlichen
    Kommunikationssteckdose fr die verschiedenen ISDN-Endgerte.
*   Erreichbarkeit aller im ISDN angebotenen Dienste ber eine
    einheitliche Rufnummernbasis.

Eingehende Untersuchungen zu Beginn der 80er Jahre ergaben, da
die im ISDN blichen hohen digitalen Informationsflsse von
herkmmlichen Fernsprechleitungen (Kupferdoppeladern) bertragen
werden knnen. Das flchendeckend vorhandene Fernsprechnetz ist
also die Basis fr den ISDN-Ausbau. Hierdurch werden die
Investitionen gesenkt und die Einfhrung des digitalen Netzes
erheblich beschleunigt. Langfristiges Ziel in der Entwicklung des
ISDN ist der Ersatz dieser Kupferdoppeladern durch Lichtwellen-
leiter (Glasfaserkabel), wodurch eine wesentlich hhere
bertragungsrate mglich wird. Aufgrund der auerordentlich hohen
Investitionskosten und des personellen und zeitlichen Aufwands ist
es jedoch nur mglich, Schritt fr Schritt auf dieses neue
bertragungsmedium umzusteigen.

In den Jahren 1984 und 1988 wurden mit zustzlichen, vom CCITT
herausgegebenen Empfehlungen weitere Meilensteine in Richtung auf
eine internationale Standardisierung des ISDN gesetzt.
Die CCITTEmpfehlungen enthalten jedoch zahlreiche Optionen und
Freirume fr unterschiedliche nationale Gestaltungen der Dienste
und Protokolle. Auf der Basis dieser Empfehlungen werden ISDN-
Netze bereits in einigen europischen Lndern (u.a. Deutschland,
Grobritannien, Frankreich) kommerziell angeboten. Allerdings
folgen diese Netze landesspezifisch unterschiedlichen Ausprgungen
der CCITT-Empfehlungen.
Das ETSI (European Telecommunications Standards Institute) engt
diese Freirume der CCITT-Empfehlungen weiter ein, mit dem Ziel,
ein europaweit einheitliches ISDN ("Euro-ISDN") zu schaffen.
Insbesonders sollen Endgerte europaweit eingesetzt werden knnen.
Es ist geplant, da ein Endgert, das in irgendeinem EG- oder
EFTA-Land ein Konformitts-Zertifikat (Besttigung, da es den
ETSI-Normen entspricht) erhalten hat, ohne weitere Prozedur in
jedem EG- oder EFTA-Land an das ffentliche ISDN angeschaltet
werden darf. Dies soll einen europaweiten offenen Markt fr ISDN-
Endgerte ermglichen.

Die sterreichische Post war von Anfang an Mitglied bei den fr
die ISDN-Normung zustndigen einschlgigen internationalen Gremien
CCITT, CEPT ("Europische Konferenz der Post- und
Fernmeldeverwaltungen") und ETSI. In manchen dieser Gremien sind
auerdem noch die sterreichische Industrie und die FEG
("sterreichische Fernmeldetechnische Entwicklungs- und
Frderungsgesellschaft m.b.H.") vertreten.
Zielsetzung fr ISDN in sterreich ist, da
*   gem CCITT-Empfehlung das digitale Fernsprechnetz das
    Trgernetz fr ISDN wird (Aufwrtskompatibilitt) und dieses ein
    Netz fr alle Dienste, also ein Universalnetz darstellt,
*   strenge Konformitt des ISDN in sterreich mit den
    internationalen Empfehlungen (CCITT) und mit den ETSI-Normen
    (EUROISDN) besteht (EG-Reife).
    sterreich unterschrieb am 6. April 1989 das MoU on ISDN
    ("Memorandum of Understanding on the Implementation of a European
    ISDN by 1992") und verpflichtete sich damit, im Jahre 1992,
    sptestens jedoch bis Ende 1993, ISDN einzufhren und mit den
    anderen europischen Signatarstaaten internationalen ISDN-Verkehr
    aufzunehmen. Der Umfang der Dienste und Zusatzdienste ist in
    diesem MoU on ISDN festgelegt. Bis Ende 1991 wurde dieses MoU on
    ISDN von 26 Signataren in 20 Lndern Europas unterzeichnet.

2.2. Was ist ISDN?

In diesem Kapitel werden die wichtigsten Eigenschaften und
Merkmale des ISDN beschrieben. Nach einer Begriffserklrung werden
die beiden Anschluarten des Universalanschlusses vorgestellt. Es
folgt eine Beschreibung der Zusatzdienste beim Verbindungsaufbau
und der Verbindungsnutzung, bevor abschlieend die wichtigsten
Vorteile des ISDN zusammengefat werden.

2.2.1. Begriffserklrung

Die Abkrzung ISDN steht fr "Integrated Services Digital
Network", was mit "Diensteintegrierendes digitales
Telekommunikationsnetz" bersetzt werden kann. Da die englische
Bezeichnung sich bereits weltweit durchgesetzt hat, wurde sie auch
in den offiziellen Sprachgebrauch der sterreichischen Post
bernommen. Jeder der vier Namensbestandteile in dieser englischen
Bezeichnung verweist auf eine wesentliche Eigenschaft dieses
Telekommunikationsnetzes:

"Integrated" (Integriert)

Im ISDN werden alle Informationen in digitalisierter Form
bertragen. Dadurch ist es mglich, die Signale fr Sprache,
Texte, Bilder und Daten ber dieselbe Leitung zu bermitteln. So
ist nur noch ein Anschlu mit einer einheitlichen Rufnummernbasis
ntig, um das gesamte Diensteangebot im ISDN zu nutzen.
Gleichzeitig wird der Einsatz multifunktionaler Endgerte wie zB.
PCs erleichtert, mit denen gleich mehrere Dienste genutzt werden
knnen.

Eine weitere Auswirkung der Integration ist die Vereinheitlichung
der Tarife. Da im ISDN alle Informationen ber einen Anschlu
bertragen werden knnen, wurde fr leitungsvermittelte Dienste
auch nur ein, von der Anzahl der genutzten Dienste unabhngiges
berlassungsentgelt festgelegt.

Die entfernungsabhngigen Zeitentgelte je 64 kbit/s-Kanal
entsprechen den derzeitigen Tarifen fr das Fernsprechen. Sie sind
wie im Fernsprechdienst nach Entfernungen gestaffelt.
Fr den Zugang zum Datex-P-Netz wird ein Zugangsentgelt erhoben,
das jedoch niedriger ist als das berlassungsentgelt eines
eigenstndigen Datex-P-Anschlusses. Die verkehrsabhngigen
Entgelte sind die gleichen wie bei einem direkten Datex-P-
Anschlu.


 **************** ...........................................
 *              * ..................................        .
 *  Telefonnetz * ............................     .        .
 *              * ................           .     .        .
 **************** .......        .           .     .        .
                        .        .           .     .        .
                    Telefon   Telefax       DF   BTX    Telebox
                                        ber Modem


 **************** ..........................................
 *              * ..................................       .
 *    IFSD      * .........................        .       .
 *              * ................        .        .       .
 ****************                .        .        .       .
                                 .        .        .       .
                               Telex    Teletex  Datex-L  Datex-P



 ****************        Daten     Telebox      Datex-P
 *              *          .          .           .
 *     ISDN     *........................................... Bildtelefon
 *              *     .         .           .
 ****************     .         .           .
                   Telefon     BTX       Telefax

Abb. 2-1

"Services" (Dienste)
ISDN bietet nicht nur die Mglichkeit, viele der vorhandenen
Telekommuni-kations-Dienste zu nutzen. Es untersttzt auerdem
neue Kommunikations-arten wie zB. Bildtelefonieren (bertragung
bewegter Bilder) oder Fern- zeichnen. Die einheitliche
"bertragungssprache" ermglicht es dabei, verschiedene Dienste
kombiniert zu nutzen, zB. um whrend einer Verbindung abwechselnd
Texte ber File Transfer und Bilder ber Telefax zum selben
Kommunikationspartner zu bermitteln.
Das vielfltige Diensteangebot und die hohe
bertragungsgeschwindigkeit machen ISDN zum idealen
bertragungsmedium fr den stndig steigenden Kommunikationsbedarf
unserer modernen Gesellschaft.

"Digital"
Im herkmmlichen Fernsprechnetz werden Signale analog bertragen.
Die Sprache wird ber ein Mikrofon in elektrische Schwingungen
umgewandelt und als getreues Abbild der Schallwellen ber die
Leitung gesendet, um beim Empfnger wieder in akustische Signale
umgesetzt zu werden. Dieses klassische bertragungsprinzip ist
zwar sehr einfach zu handhaben, hat aber auch Nachteile, die sich
auf die Sprachqualitt auswirken.
Im ISDN wird die Sprache, wie auch die Information aller anderen
Dienste, in digitaler Form ber die Leitung geschickt. Dies
geschieht, indem die zu bermittelnde Information in eine aus
"Nullen" und "Einsen" bestehende Ziffernfolge verschlsselt (binr
codiert) wird. Beim Empfnger werden die Signale entschlsselt und
wieder hr- bzw. lesbar gemacht. Auf die Eigen-schaften analoger
und digitaler Signale wird in Teil 4 dieses Beraters detailliert
eingegangen.
Die einheitliche digitale bertragungsform ermglicht es, die
Informationen smtlicher Dienste ber eine Leitung zu bertragen.
Weitere Vorteile der Digitaltechnik sind die bessere
bertragungsqualitt (zB. Telefon, Telefax), eine geringere
Fehlerquote (zB. Text- und Datenbermittlung) sowie die hhere
Geschwindigkeit (zB. Telefax, Datenbermittlung). So kann
beispielsweise mit einem ISDN-Fernkopierer (Gruppe 4) eine Vorlage
sechsmal schneller bertragen werden als mit den heute
gebruchlichen Gerten der Gruppe 3. Die Merkmale der
verschiedenen Endgerte werden in Kapitel 2.3. nher beschrieben.
"Network" (Netzwerk)
Der Netzaufbau des ISDN ist weitgehend mit dem des herkmmlichen
Fern-sprechnetzes identisch, da die bereits vorhandenen
Fernsprechleitungen im ISDN weiter genutzt werden.
Der wesentliche Unterschied des ISDN zum herkmmlichen
Fernsprechnetz besteht darin, da die analoge Verbindungstechnik
in den Fern- und Orts-vermittlungsstellen auf digitale Technik
umgerstet ist, so da Informationen von einem Teilnehmer zum
anderen ausschlielich digital bertragen weden.
Ein Nachteil der bisherigen heterogenen Netzstruktur war, da je
nachdem, welche Dienste genutzt wurden, mehrere Anschlsse in
unterschiedlichen Netzen erforderlich waren. So bentigten
beispielsweise Unternehmen, die neben Telefon und Telefax auch das
Datex-P-Netz einsetzten, auer einem Fernsprechanschlu einen
eigenen Anschlu an das Datex-P-Netz, fr den ebenfalls ein
einmaliges Einrichtungsentgelt sowie monatliche berlassungs-
entgelte zu entrichten waren. Durch die Zusammenfassung aller
Dienste in einem Netz und die Vereinheitlichung der Tarife mu im
ISDN unabhngig von der Anzahl der genutzten Dienste lediglich ein
Einrichtungsentgelt und ein monatliches berlassungsentgelt fr
leitungsvermittelte Dienste bezahlt werden.
Schlielich wird aufgrund der durch ISDN verwirklichten
einheitlichen Netzstruktur auch der Einsatz multifunktionaler
Endgerte mglich. Eine herausragende Stellung nehmen hier
Personal Computer (PCs) ein, mit denen nach Einbau einer ISDN-PC-
Karte und Installation geeigneter Software die meisten Dienste im
ISDN effizient genutzt werden knnen.

2.2.2. Anschluarten
Als ISDN-Kunde knnen Sie zwischen zwei ISDN-Anschluarten whlen.
Diese werden Ihnen jeweils an einem Netzabschlu mit genormter
Schnittstelle zur Verfgung gestellt:

Basisanschlu
(Von Anfang an verfgbar)
Der Basisanschlu mit der S/T-Schnittstelle bietet zwei
Basiskanle (B-Kanle) mit einer Standardbertragungsrate von je
64 kbit/s als Nutzkanle sowie einen Steuerkanal (D-Kanal) mit 16
kbit/s. Die Basiskanle knnen unabhngig voneinander gleichzeitig
genutzt werden. Der D-Kanal bertrgt Informationen zur Steuerung
der Kommunikation, wie zB. die Rufnummer des
Kommunikationspartners oder Informationen ber die Art des ge-
nutzten Dienstes. Auerdem knnen ber diesen Kanal Daten zwischen
Endgerten und dem Datex-P-Netz bertragen werden. Die
bertragung der Informationen dieser drei Kanle ist zeitlich
ineinander verschachtelt, so da in jeder Sekunde je 64 kbit der
beiden Basiskanle und 16 kbit des Steuerkanals bertragen
werden, insgesamt also 144 kbit/s (siehe Abb. 2-2).










Abb. 2-2
An einem Basisanschlu knnen ber eine Businstallation
(Vielfachleitungssystem) mehrere ISDN-Steckdosen installiert
werden, an die sich maximal 8 beliebige Endgerte gleichzeitig
anschlieen lassen (siehe Abb. 2-3). Durch die zustzlichen
Steckdosen haben Sie die Mglichkeit, Ihre Endgerte bei Bedarf
auch in anderen Rumen zu betreiben.





















Abb. 2-3
Durch den Einsatz von Terminaladaptern lassen sich herkmmliche
Endeinrichtungen an das ISDN anschlieen. Bereits vorhandene
Gerte werden also nicht nutzlos, wenn ein ISDN-Anschlu
installiert wird. Allerdings kann mit solchen Gerten nicht der
gesamte Umfang der ISDN-Zusatzdienste genutzt werden. Typische
Endgerteadapter werden in Kapitel 2.5. eingehend beschrieben.
Fr kleine bis mittlere ISDN-Nebenstellenanlagen empfiehlt sich
der An-schlu ber einen oder mehrere Basisanschlsse.
Primrmultiplexanschlu
(Zu einem spteren Zeitpunkt verfgbar)
Fr Kunden mit greren ISDN-Nebenstellenanlagen bietet sich der
Primr-multiplexanschlu an. Dieser Anschlu stellt an seiner T-
Schnittstelle 30 Basiskanle  64 kbit/s und einen Steuerkanal mit
ebenfalls 64 kbit/s zur Verfgung (Abb. 2-4). Es knnen also bis
zu 30 leitungsvermittelte Verbin-dungen gleichzeitig geschaltet
werden.









Abb. 2-4

Weiters ist auch ber den Primrmultiplexanschlu ein Zugang zum
Datex-P-Netz mglich. Mit Hilfe des Primrmultiplexanschlusses
bentigen Unter-nehmen, die heute Nebenstellenanlagen und separate
Anschlsse fr ver- schiedene Dienste betreiben, nur noch eine
einzige ISDN-Nebenstellen-anlage.
2.2.3. Die Vorteile des ISDN im berblick
Die folgende bersicht stellt zusammenfassend die wichtigsten
Vorzge des ISDN gegenber den herkmmlichen Kommunikationsnetzen
dar.
*   Im ISDN werden die Dienste in einem Netz angeboten.
*   Die bertragungsqualitt wird gesteigert. Dies macht sich
sowohl durch geringere Fehlerquoten gegenber der Text- und
Datenbermitt-lung im analogen Netz als auch durch eine bessere
Sprachbertragung bemerkbar.
*   Die bertragungsgeschwindigkeit erhht sich bei Telefax und
Daten-bermittlung auf 64 kbit/s.
*   ISDN ist in vielen Fllen wirtschaftlicher als die
herkmmlichen Tele-kommunikationsnetze. Zum einen fllt bei einer
Reihe von Diensten nur ein monatliches berlassungsentgelt von S
400,- fr den Basisanschlu an, zum anderen sinken in der Regel
die Verbindungskosten, weil fr die Nutzung eines Dienstes (zB.
Telefax) bedeutend weniger Zeit bentigt wird als bisher.
Detaillierte Tarifinformationen finden Sie im Kapitel 2.6.
*   Viele Telekommunikations-Dienste verfgen im ISDN ber
Zusatzdien-ste, die die Kommunikation erheblich vereinfachen.
                                                   
2.3. Dienste und Zusatzdienst im ISDN

In diesem Kapitel werden die von der PTV entsprechend den ETSI-
Empfeh-lungen fr den Einsatz im ISDN derzeit vorgesehenen
Telekommunikations-Dienste und -Zusatzdienste vorgestellt. Es
handelt sich dabei um Dienste, die bisher im Fernsprechnetz
(Telefon, Telefax, BTX, Datenbermittlung), im IFSD (Teletex,
Datex-L) und im Datex-P angeboten werden. Hiezu kommen vllig neue
Anwendungen. Zu jedem Dienst werden Anwendungsbeispiele
vorgestellt, die typische Nutzungsmglichkeiten des Dienstes
beschreiben.
Entsprechend dem Stand der Standardisierung bei ETSI und wegen der
erforderlichen Entwicklungszeit knnen nicht alle Dienste und
Zusatzdienste gleich von Anbeginn an angeboten werden. Es ist eine
stufenweise Ein-fhrung vorgesehen. Jene Dienste und
Zusatzdienste, deren Spezifikationen rechtzeitig zur Verfgung
standen, werden in der ersten Stufe realisiert. Sie sind in den
folgenden Beschreibungen mit "Verfgbarkeit: Erste Stufe" ge-
kennzeichnet. Die in der weiteren Folge vorgesehenen Dienste und
Zusatz-dienste sind mit "Verfgbarkeit: Spter" gekennzeichnet.
Auf Grund der gewonnenen Erfahrungen und im Zuge des weiteren
Stan-dardisierungsprozesses bei ETSI knnen die spezifizierten
Dienste und Zu-satzdienste um weitere ergnzt werden.

2.3.1. Telefon
Verfgbarkeit: Erste Stufe
Die wesentlichen Vorteile des Telefondienstes im ISDN sind die
Rufnum-mernanzeige, die verbesserte Sprachqualitt und der
beschleunigte Verbindungsaufbau. Letzteren werden insbesonders
Vieltelefonierer zu schtzen wissen. Bereits nach durchschnittlich
2 Sekunden ist die Verbin-dung zum Gesprchspartner hergestellt.
Die Verbesserung der bertra-gungsqualitt macht sich durch das
Ausbleiben von Strgeruschen und einer bessere Verstndigung
bemerkbar. Selbstverstndlich knnen auch Verbindungen zwischen
ISDN-Teilnehmern und beliebigen anderen Teil-nehmern am weltweiten
Fernsprechnetz hergestellt werden.
2.3.2. Bildtelefon
Verfgbarkeit: Erste Stufe
Dienstprofil
Dieser neue Dienst ermglicht parallel zur bertragung von Sprache
die bermittlung von Bewegt- und Festbildern. Hierbei kann es sich
sowohl um das Bild des Gesprchspartners handeln als auch um
Dokumente oder Skizzen. Endgerte fr diesen Dienst werden in
allernchster Zeit zur Ver-fgung stehen.
Fr die bertragung bewegter Bilder wird in der Regel eine sehr
hohe ber-tragungskapazitt bentigt. So ist beispielsweise fr
die bermittlung von Fernsehbildern ein Informationsflu von ca.
140 Mbit/s notwendig. Um bewegte Bilder auch ber einen 64 kbit/s-
Kanal bertragen zu knnen, mu ein besonderes technisches
Verfahren angewendet werden. Mit Hilfe von aufwendigen Codier- und
Kompressionsverfahren werden die von der Kamera aufgenommenen
Informationen stark verdichtet. Gegenber dem Fernsehbild mssen
dadurch zwar Qualittseinbuen (zB. bei schnellen Bewegungen)
hingenommen werden, fr die gegebenen Mglichkeiten und Zwecke des
Bildtelefon-Dienstes wird jedoch eine gute Qualitt erreicht.
Anwendungsbeispiele
Eine typische Anwendung fr das Bildtelefon ist die Telekonferenz.
Die Bildtelefongerte sind meist mit einer Dokumentenkamera
ausgestattet, die das bertragen von Skizzen und Entwrfen
erlaubt. Hierdurch wird der Informationsgehalt eines
Telefongesprchs deutlich erhht. Durch den Sichtkontakt zum
Gesprchspartner bekommt die Kommunikation zudem einen
persnlicheren Charakter. Nach den Ergebnissen einer ersten Mei-
nungsumfrage bei Pilotteilnehmern in Deutschland wird der Einsatz
des Bildtelefons als motivierend und hilfreich fr den
Gesprchsverlauf empfunden.
Die Einsatzmglichkeiten fr Bildtelefone sind nahezu unbegrenzt.
Die Nutzung von Bildtelefonen ist berall dort sinnvoll, wo die
Kommunikation zwischen Menschen durch das Austauschen von Bildern
verbessert werden kann. Neben dem Privatbereich sind hier
beispielhaft die Branchen Inge-nieurwesen, Modedesign und Werbung
zu nennen.

2.3.3. Telefax
Verfgbarkeit: Erste Stufe
Dienstprofil
Der Telefax-Dienst ist seit lngerer Zeit populr. Whrend zu
Beginn nur ein geringer Teilnehmerzuwachs zu verzeichnen war, hat
in den letzten Jahren ein starker Nachfrage-Boom eingesetzt, der
vor allem auf den Preisverfall bei den Telefaxgerten sowie auf
die verbesserten bertragungszeiten zurckzufhren ist. Durch die
Steigerung der Anschluzahlen entsteht wiederum ein zustzlicher
Anreiz zum Einstieg in den Telefax-Dienst, da immer mehr
Kommunikationspartner auf diesem Wege erreichbar sind.
Mit Telefax knnen beliebige kopierfhige Vorlagen bermittelt
werden. Diese Vorlagen werden fotoelektrisch in Rasterpunkte
zerlegt und in Form von elektrischen Signalen originalgetreu an
den Empfnger bertragen.
Telefax-Endgerte werden gem CCITT in Gruppen eingeteilt, die
sich bezglich der von ihnen untersttzten Standardmerkmale
unterscheiden. Gruppe 2-Gerte, die mit ca. 3 Minuten je DIN A4-
Seite die lngste ber-tragungszeit bentigen, werden heute nicht
mehr hergestellt und sind kaum noch von Bedeutung. Die heute
berwiegend benutzten Gerte gehren der Gruppe 3 an. Sie
bermitteln eine DIN A4-Seite in weniger als einer Minute und
verfgen ber eine feinere Auflsung als Gruppe 2-Gerte. Speziell
fr das ISDN wurden die Gerte der Gruppe 4 entwickelt, die seit
einiger Zeit angeboten werden. Sie sind bedeutend schneller als
herkmmliche Gerte und bieten eine nochmals gesteigerte
bertragungsqualitt.
Telefax im ISDN
Die Nutzung des Telefax-Dienstes im ISDN bedeutet vor allem eine
schnellere bertragung der Kopiervorlagen mit hherer Qualitt.
Durch die hhere bertragungsgeschwindigkeit im ISDN kann eine
Kopie bis zu sechsmal schneller bertragen werden als im
herkmmlichen Fernsprechnetz. Dabei steigt gleichzeitig die
Qualitt und die bermittlung ist fehlerfrei. In Verbin-dung mit
der hheren Auflsung der neuen Telefaxgerte fhrt das zu Fern-
kopien, die sich qualitativ kaum von Lokalkopien unterscheiden.
Ein weiterer Aspekt ist die mit der schnelleren bertragung
einhergehende Kostener-sparnis.
Die genannten Vorteile lassen sich freilich nur nutzen, wenn von
beiden Kommunikationspartnern die speziell fr das digitale Netz
entwickelten Gerte der Gruppe 4 eingesetzt werden. ber einen
Terminaladapter knnen jedoch auch Gruppe 3-Gerte im ISDN
betrieben werden (siehe Kapitel 2.5.), allerdings knnen dann
nicht die erweiterten Zusatzdienste und die hohe
bertragungsgeschwindigkeit des ISDN genutzt werden. Es kann
jedoch auch ein PC mit entsprechender Adapterkarte und Software
die Funktion eines Faxgertes der Gruppe 4 und/oder 3 erfllen,
insbesonders wenn er mit einem Laserdrucker und einem Scanner
ergnzt wird.
Zu beachten ist, da die Telefax-Gruppen 3 und 4 nicht kompatibel
sind. Die meisten ISDN-Telefaxgerte knnen jedoch sowohl nach dem
Standard fr Gruppe 4 als auch nach jenem der Gruppe 3 arbeiten.
Netz- und Dienstbergnge
Durch die Einsatzmglichkeit von Telefaxgerten der Gruppe 3
(herkmmliche Gerte ber Terminal-Adapter a/b, PCs mit
entsprechenden Zusatz-karten oder ISDN-Telefaxgerte, die den
Standard der Gruppe 3 be- herrschen) an ISDN-Anschlssen und den
bergang zum analogen Fern-sprechnetz sind weltweit alle Telefax-
Teilnehmer erreichbar.
Darber hinaus knnen Sie zB. ber den Telepost-Dienst auch
Geschfts-partner erreichen, die nicht ber ein Telefaxgert
verfgen.
Anwendungsbeispiele
*   Werbeagenturen nutzen Telefax, um zB. ihren Kunden
Gestaltungs-vorschlge fr Prospekte zu bermitteln oder um ihrer
Druckerei letzte Korrekturwnsche von Druckvorlagen zuzusenden.
Dies fhrt zu einer wesentlichen Beschleunigung des
Kommunikationsablaufes.
*   Architekturbros setzen Telefax ebenfalls zur Verbesserung der
Kun-denkommunikation ein: Da Plne oder Skizzen mit Telefax
problemlos bertragen werden knnen, knnen Gestaltungsvorschlge
oder nde-rungsvorhaben dem Kunden zunchst "zugefaxt" und gleich
im An-schlu telefonisch besprochen werden. Miverstndnisse
knnen auf diese Weise weitgehend ausgeschlossen werden.

2.3.4. Bildschirmtext
Verfgbarkeit: Siehe weiter unten
Dienstprofil und -bergnge
Bildschirmtext (BTX) ist ein seitenorientierter Informations- und
Kommuni-kations-Dienst. Mit BTX knnen gespeicherte Informationen
von privaten und ffentlichen Anbietern aus dem Bildschirmtext-
System abgerufen werden. Das Angebot dieses Dienstes reicht von
branchenbezogenen Datenbank-zugriffen ber Banktransaktionen bis
hin zu Bestellungen aus Versandhaus-katalogen.
Da das Informations-Angebot auch im konventionellen BTX immer
grer wird, scheint allgemein relativ wenig bekannt zu sein: Ein
Verzeichnis aller BTX-Dienste ist dem jhrlich neu erscheinenden
"Maurers BTX-Fhrer" oder dem "BTX-Journal" zu entnehmen. Hier nur
beispielhaft ein Hinweis auf einige der jngsten BTX-
Informationsangebote: Aus dem ETB, dem Elektronischen Telefonbuch
ist der jeweils letzte Stand aller sterreichischen Telefon-
Anschlsse komplett (mit Ausnahme der Geheimnummern) zu entnehmen;
natrlich gibt es auch ein sterreichweites Telex- und Fax-Ver-
zeichnis; es gibt das sterreichische Handelsregister, das
Grundbuch und das sterreichische Testamentsregister, die
allerdings nur den Notaren in einer "geschlossenen BTX-
Benutzergruppe" zugnglich sind. Seit 1990 gibt es das
Lieferantenverzeichnis "Wer liefert was?"; und die BB plant, den
gesamten sterreichischen Fahrplan einzubringen. Um das Aufsuchen
zu er- leichtern, gibt es eine weitere Datenbank im BTX, den
elektronischen Index.
Zu erwhnen wre noch, da ber den internationalen BTX-Verbund
der Zugang zum BTX-Dienst von Deutschland, der Schweiz und
Luxemburg mglich ist und da man ber Deutschland zB. auch in den
franzsischen BTX-Dienst gelangt.
Weitere Anwendungsmglichkeiten ergeben sich durch verschiedene
Dienstbergnge. So haben Sie als Bildschirmtext-Teilnehmer die
Mglich-keit, Texte an Telex-Teilnehmer zu bermitteln und
umgekehrt Telex-Mittei-lungen zu empfangen. Das gleiche gilt fr
Teletex-Mitteilungen. Darber hinaus knnen Sie Informationen an
alphanumerische Pager und Telefax-Teilnehmer versenden.

BTX im ISDN
Um einen einfachen, preiswerten und flchendeckenden Zugang zu
Bild-schirmtext zu ermglichen, wurde dieser Dienst bisher ber
das Fernsprech-netz angeboten. Dies hat jedoch zu einigen
empfindlichen Nachteilen ge- fhrt:
*   die Verbindungsaufbauzeit ist lang,
*   die Datenbertragungsgeschwindigkeit ist niedrig, was zu
langen Bild-aufbauzeiten fhrt,
*   es sind keine Protokolle mit Datensicherung mglich, wodurch
es immer wieder zu bertragungsfehlern kommt,
*   etc.
Da BTX ein interaktiver Dienst ist, wre eine paketorientierte
Kommunikation optimal. Es werden daher bei ETSI derzeit neue
Protokolle standardisiert, die die erwhnten Nachteile vermeiden.
Mit Hilfe dieser Protokolle knnen die Mglichkeiten des ISDN fr
BTX optimal gentzt werden. Dies fhrt insbesonders zu einer
wesentlichen Beschleu-nigung des BTX-Dienstes. Allerdings knnen
diese neuen Protokolle erst zu einem spteren Zeitpunkt realisiert
werden.
Es besteht natrlich von Anfang an die Zugangsmglichkeit von
einem ISDN-Anschlu zu BTX ber das BTX-Anschaltegert oder ein
Modem (mit Geschwindigkeiten bis 2.400 bit/s) unter Verwendung
eines Terminal-adapters a/b.
Weiters besteht die Mglichkeit, fr PC's mit BTX-Software (z.B.
Decodix) und einer ISDN-Adapterkarte, die die COM-Schnittstelle
emuliert (siehe Kapitel 3), einen bergang vom ISDN zum BTX mit
9600 bit/s zu nutzen.

Anwendungsbeispiele
*   Besonders gewinnbringend wird Bildschirmtext im ISDN zB. in
Deutschland in der Touristik-Branche eingesetzt. Hier kann der
Reise-bromitarbeiter aufgrund der geringen Bildaufbauzeiten
bereits whrend eines Kundentelefonats Informationen ber Visa-,
Einreise- oder Gesundheitsbestimmungen einholen und weitergeben.
*   Ebenso knnen whrend des Gesprchs Reservierungen fr Bahn
oder Flugzeug vorgenommen und dem Kunden besttigt werden.
*   Als Endgert bietet sich hier ein PC mit ISDN-Karte und BTX-
Software-Decoder an, da mit diesem neben der BTX-Kommunikation
auch lokale Broarbeiten wie Adressenverwaltung,
Rechnungserstellung oder Text-verarbeitung erledigt werden knnen.
Mehr zu diesem Beispiel finden Sie in Kapitel 2.9.
*   Schlielich lassen sich mit BTX ganz neue Vermarktungskonzepte
verwirklichen. So plant zB. ein Maklerverbund, den Kunden knftig
ber ffentliche BTX-Terminals alle Angebote der im Verbund
zusammengeschlossenen Makler zugnglich zu machen. Dabei kann der
Kunde bei Bedarf ber ein neben dem Terminal aufgestelltes ISDN-
Telefon automatisch Kontakt zum nchstgelegenen Maklerbro
aufnehmen.

2.3.5. Telex und Teletex
Verfgbarkeit: Siehe weiter unten
Dienstprofil
Telex und Teletex wurden bisher im Rahmen des Datex-L-Netzes
angeboten.
Telex ist ein einfacher Dienst zur bertragung von Texten zwischen
speziellen Endgerten. Dieser Dienst ist weltweit verbreitet und
wird insbesonders fr den Geschftsverkehr mit technisch weniger
entwickelten Lndern auch heute noch viel eingesetzt. Durch die
Verbreitung des Telefax-Dienstes ist die Verwendung von Telex
allerdings rcklufig.
Teletex ist ein international standardisierter Text- und
Datenbermittlungs-Dienst fr die Brokommunikation. Mit Teletex
knnen Sie Ihre Geschfts-korrespondenz auf elektronischem Weg
bermitteln, und zwar direkt von Sachbearbeiter zu Sachbearbeiter,
von Schreibtisch zu Schreibtisch. Teletex zeichnet sich durch eine
sehr hohe bertragungssicherheit aus. Die ber-mittlung von Texten
erfolgt layoutgetreu und seitenorientiert. Durch die
zeichencodierte bertragung knnen mit Teletex versendete
Manuskripte vom Empfnger problemlos weiterverarbeitet werden, was
zB. ntzlich ist, wenn ein mit Teletex versendeter Text vom
Empfnger korrigiert werden soll. Auer Texten knnen mit Teletex
im Private Use Mode oder im Transparent Mode auch Daten bertragen
werden. Dabei kann es sich um Rechnungen oder Lieferscheine aus
einer Broanwendung handeln oder um Datenstze, die von einem
Datenbankprogramm erzeugt wurden. Auch Dateien, die im EDIFACT-
Format - einer Norm fr den standardisierten Austausch von Ge-
schfts- und Handelsdaten - vorliegen, knnen per Teletex
bertragen werden.
Telex und Teletex im ISDN
Telex im ISDN nicht verfgbar.
Teletex zwischen ISDN-Teilnehmern sofort verfgbar.
Ein direkter bergang zwischen dem ISDN und dem Telex- und
Teletexnetz ist nicht vorgesehen. ber die Telebox oder ber BTX
knnen jedoch auch von einem ISDN-Anschlu alle Telex- und
Teletex-Teilnehmer weltweit erreicht bzw. Mitteilungen empfangen
werden.

2.3.6. Leitungsvermittelte Datenbermittlung
Verfgbarkeit: Erste Stufe
Kurzbeschreibung
Mit der Mglichkeit der leitungsvermittelten Datenbermittlung im
ISDN erffnet sich Ihnen eine kostengnstige und flexible
Alternative zu bisher gebruchlichen Datenbermittlungswegen. Die
bertragungsgeschwindig-keit betrgt auch hier 64 kbit/s, was
schneller ist als bei den meisten anderen Formen der
Datenkommunikation. Der grte Teil der Datenanwen- dungen kann
mit einer Geschwindigkeit von 64 kbit/s befriedigend und preiswert
abgedeckt werden. Es gibt natrlich auch Anwendungen, die hhere
Geschwindigkeiten erfordern. Diese Anwendungen werden zunchst
weiterhin festgeschaltete Leitungen (Mietleitungen) nutzen. In
Zukunft wird das Breitband-ISDN auch fr hhere Geschwindigkeiten
erweiterte Mg-lichkeiten anbieten.
Bei der leitungsvermittelten Datenkommunikation wird eine
transparente B-Kanal-Verbindung durch einen Whlvorgang in
durchschnittlich nur 2 Se-kunden aufgebaut. Dieser Kanal steht fr
die gesamte Verbindungsdauer zur Verfgung. ber ihn knnen Daten
mit beliebigem Inhalt bertragen werden.
Bei DV-Systemen und PCs knnen fr die Datenbermittlung ISDN-PC-
Karten eingesetzt werden. Datenendgerte, bei denen diese
Mglichkeit nicht besteht, knnen ber Terminaladapter an das ISDN
angeschlossen werden. Diese werden einfach zwischen Endgert und
ISDN-Anschlu geschaltet, so da die vorhandene Hard- und Software
weiter genutzt werden kann (zu Terminaladaptern siehe Kapitel
2.5.).
Anwendungsbeispiele
*   Als ISDN-Endgert zur Datenbertragung kann der PC
beispielsweise im Rahmen eines Filial-Informationssystems bei
Einzelhandelsketten zum Einsatz kommen. Hier knnen die Daten der
Scanner-Kassen in den Filialen von einem PC gesammelt und ber
ISDN an den zentralen Grorechner weitergeleitet werden. Durch den
schnellen Informations-austausch wird ein marktorientiertes,
flexibles Handeln erleichtert. Dieses Beispiel wird in Kapitel
2.9. nher beschrieben.
*   Wie sehr sich der Geschwindigkeitszuwachs im ISDN auf die Mg-
lichkeiten der Datenbertragung auswirken kann, soll am Beispiel
des Maklerverbundes verdeutlicht werden, das bereits in Kapitel
2.3.4. erwhnt wurde.
    Vor der ISDN-Nutzung wurden Immobiliendaten zwischen Makler
und Datenbank ber Modem ausgetauscht, und zwar aus Kostengrnden
nur nachts. Da aufgrund der geringeren bertragungsgeschwindigkeit
im analogen Fernsprechnetz allein fr die Einspeisung der Daten in
die zentrale Datenbank eine ganze Nacht bentigt wurde, standen
den Maklerbros die Daten neuer Angebote erst mit zweitgiger
Versp-tung zur Verfgung.
    Durch die bertragung im ISDN verkrzt sich die Zeit fr die
Verteilung der Daten an alle Maklerbros von drei bis acht Stunden
auf maximal zehn Minuten, so da diese heute in wesentlich
krzeren Abstnden ber aktuelle Angebote informiert werden
knnen.
*   Ein Beispiel fr den kombinierten Einsatz von Telefon und
Datenber-mittlung im ISDN ist die sogenannte Tele-Wartung einer
Firma, die computergesteuerte Maschinen herstellt. Wenn es zu
einem Maschi-nenausfall kommt, meldet sich der Kunde telefonisch
bei der Service-Abteilung der Herstellerfirma und beschreibt die
Art der Strung. Gleichzeitig kann der Service-Techniker der
Herstellerfirma ber den anderen Basiskanal Steuerungsdaten direkt
von der Maschine abrufen und so eine Ferndiagnose stellen.
Hierdurch werden Zeit und Kosten gespart und der Service-Aufwand
wird deutlich verringert.

2.3.7. Telebox
Verfgbarkeit: ber Datex-P in der ersten Stufe,
direkter Zugang: spter.
Dienstprofil
Telebox ist ein Gemeinschaftsdienst der sterreichischen Post und
der Radio-Austria AG. Es handelt sich um ein Mitteilungs-System
(Message Handling System - MHS), also eine Art elektronisches
Postamt, bei dem elektronische Postfcher, sog. Boxen, gemietet
werden knnen. hnlich dem Briefverkehr der Post, bei dem Briefe
im Briefkasten oder Postfach hinterlegt werden, sendet der
Benutzer Informationen von seinem Datenendgert ber ffentliche
Telekommunikationsnetze (analoges oder digitales Fernsprech-netz,
Datex-P oder ISDN) an die Boxen anderer Benutzer. Hierdurch knnen
Mitteilungen zwischen Kommunikationspartnern ausgetauscht werden,
ohne da diese gleichzeitig erreichbar sein mssen.
Zugang zu Telebox
Zum Dialog mit der Telebox bedarf es nur minimaler Anforderungen
an die Kommunikationstechnik. Datenendgerte mit asynchroner
Kommunikations-schnittstelle (CCITT V.24/RS232C) knnen mit Hilfe
einer geeigneten Kommunikationssoftware zur bermittlung von
Mitteilungen oder Daten herangezogen werden. Dies kann ein
einfaches Terminal, ein PC oder Laptop-PC bzw. ein PC-Netzwerk-
Server sein.
Der Zugang zur Telebox erfolgte bisher ber das Datex-P-Netz oder
ber das Fernsprechnetz mittels Telefonmodems oder Akustikkoplers.
Da das ISDN einen Zugang zum Datex-P-Netz bietet (siehe Kapitel
2.3.10.), kann die Telebox ber diesen Weg auch von ISDN-
Teilnehmern gnstig erreicht werden. Zustzlich ist in einer
zweiten Stufe ein direkter Zugang zur Tele-box ber den
leitungsvermittelten B-Kanal geplant, ber den dann die volle
Geschwindigkeit des ISDN ausgentzt werden kann.
Mit Hilfe von leicht erstellbaren Script-Programmen in der
Kommunikations-software des Endgertes knnen Transaktionen
zwischen dem Benutzerter-minal und dem Telebox-System vollkommen
automatisiert werden.
Jeder Benutzer hat eine eigene Box. Mit seinem Teilnehmernamen und
einem Pawort weist er sich als berechtigter Benutzer aus. Danach
kann der Benutzer empfangene Mitteilungen aus seiner Box abfragen
und Mitteilun-gen an andere Boxen oder ber die Netzbergnge der
Telebox senden.
Netz- und Dienstbergnge
ber den X.400-Netzbergang ist der Mitteilungsaustausch mit
Teilnehmern anderer Mitteilungssysteme im In- und Ausland (zB.
Telebox 400 der Deutschen Bundespost Telekom) mglich. Der
Teilnehmer hat eine X.400 Adresse, welche die weltweite
Erreichbarkeit ber MHS garantiert.
Weitere Dienstbergnge zu Telex (der Benutzer erhlt seine eigene
Telex-nummer), Teletex, Telefax, zum Pager-Dienst (Pr), wobei die
beiden letzteren nur in einer Richtung mglich sind, machen
Telebox zu einer universell nutzbaren Nachrichtendrehscheibe.










Abb. 2-5
Anwendungsbeispiele
*   Textnachrichten und Dateien erstellen, versenden, empfangen,
weiterleiten, bearbeiten, beantworten.
*   Nachrichten gleichzeitig an mehrere Empfnger versenden
(Verteiler).
*   Nachrichten zeitlich versetzt versenden (Nachttarife nutzen).
*   Nachrichten eingeschrieben, mit Empfangsbesttigung oder
Antwort-anforderung versenden.
*   Austausch von Geschftsdokumenten (Rechnung, Bestellung o..).

Anwendungsorientierte PC-Programme fr Telebox
EDIBEST  mit Hilfe dieser komfortablen PC-Software ist das
elektronische Bestell-, Liefer- und Rechnungswesen im EDIFACT-
Standard von Box zu Box und ber X.400 mg- lich. Ein EDIFACT-
Konverter ist bereits in dieser Software integriert.
KBUPC-Software fr das Bestellwesen der Buchhndler.
PC-BRIDGEuntersttzt die Sekretrin und den Sachbearbeiter in fast
allen Mglichkeiten geschftlicher Kommunikation, wie zB. Fax-,
Telex- und E-Mail. Diese Software ist PC-Netzwerk-(LAN)-fhig.

2.3.8. Bildbertragung
Verfgbarkeit: Erste Stufe
Beschreibung
ber einen transparenten B-Kanal knnen auch digital codierte
Bilder bertragen werden. Wie bereits beim Bildtelefon erwhnt,
reichen 64 kbit/s nicht aus, um bewegte Bilder hoher Qualitt zu
bertragen. Fr viele An-wendungen ist jedoch die bertragung von
hochauflsenden farbigen Standbildern mit einer bertragungszeit
von mehreren Sekunden ausreichend. Fr andere Anwendungen gengen
Schwarz-Wei-Bilder, die etwa einmal pro Sekunde bertragen
werden.
Als Bildquellen bieten sich Videokameras oder Scanner mit
nachgeschaltetem Codierer an. Die Bilder knnen mittels
herkmmlicher digitaler Spei-chermedien (zB. Magnetplatte) in
einer Datenbank gespeichert und bei Bedarf ber eine ISDN-
Verbindung abgerufen werden. Als Endgerte eignen sich
insbesonders PCs mit VGA-Bildschirmen.
Anwendungsbeispiele
*   Zur Fernberwachung von zB. Gebuden sind Sensoren montiert,
die allfllige Unregelmigkeiten an eine Fernberwachungszentrale
weiterleiten. Da Fehlalarme keine Seltenheit sind, besteht
Interesse daran, eine Bild- und Tonbertragung zur Kontrolle des
Sensoralarms zustzlich einschalten zu knnen. Mittels ISDN-
Bildbertragung ist dies ohne zustzlichen Leitungsaufwand
mglich.
*   Ein Gebudemakler kann whrend einer Kundenberatung Bilder
hoher Qualitt der angebotenen Objekte von einem zentralen
Bildspeicher ber eine ISDN-Verbindung abrufen und auf seinem PC
darstellen.
*   In einem Zentrallabor entwickelte Rntgenbilder knnen von
Kranken-haus- oder Praxisrzten aus einer Datenbank abgerufen und
auf einem PC dargestellt bzw. abgespeichert werden.

2.3.9. Ersatzschaltung von Standleitungen
Verfgbarkeit: Erste Stufe
Beschreibung
Fr bestimmte Anwendungen mit sehr intensivem Datentransfer werden
auch weiterhin Standleitungen gerechtfertigt sein. Um eine
ausreichende Ausfall-sicherheit zu erhalten, mu der Kunde oft
eine zweite Standleitung in Reserve mieten, was hohe Kosten
verursacht.
Hier bietet sich das ISDN als preisgnstigere Alternative an: Bei
Ausfall der Standleitung bauen geeignete Einrichtungen automatisch
eine oder mehrere B-Kanalverbindungen auf und schalten die
Datenbertragung auf diese Kanle um. Verbindungsentgelte werden
daher nur whrend der Ausfall-zeiten der Standleitung verrechnet.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann der ISDN-Anschlu im Normal-
betrieb sogar anderweitig verwendet werden.

2.3.10. Paketorientierte Datenbermittlung
Verfgbarkeit:
Zugang ber D-Kanal und semipermanenten B-Kanal: erste Stufe,
ber vermittelten B-Kanal: spter
Dienstbeschreibung
Es tritt hufig der Fall ein, da zwischen zwei Datengerten in
relativ groen Zeitabstnden relativ kleine Datenmengen bertragen
werden sollen.
Ein typisches Beispiel hiefr sind dialogorientierte
Bildschirmanwendungen (Terminal-Emulation): Der Benutzer tastet
zB. am Endgert einen Befehl ein und drckt die Sendetaste. Der
Befehl wird als Datenpaket zum Hostrechner bertragen. Nach einer
bestimmten Bearbeitungszeit schickt der Hostrechner ein oder
mehrere Datenpakete zur Vernderung des Bildschirminhaltes an das
Endgert zurck. In der Zwischenzeit liegt die Datenverbindung
unge-ntzt.
Bei einem anderen Beispiel ist die von einer Scheck- oder
Kreditkarte gelesene Information zu einer zentralen Datenbank zu
bertragen, die zurckmeldet, ob die Scheckkarte gltig ist (Point
of Sales-Anwendung).
Allen diesen Anwendungen ist gemeinsam, da eine
leitungsvermittelte Verbindung auf Grund der geringen Datenmengen
und der langen dazwischenliegenden Pausen sehr schlecht ausgentzt
(und daher zu teuer) wre, aber die Verbindungsaufbauprozedur (die
jedesmal auch das Einloggen in den Hostrechner einschlieen mte)
fr jedes einzelne Datenpaket nicht in Kauf genommen werden kann.
Fr diese Anwendungen bietet sich daher die paketorientierte
Datenber-mittlung nach CCITT-Empfehlung X.25 an. Dieser Dienst
wird von der sterreichischen Post bereits seit lngerer Zeit in
einem eigenen Netz, dem Datex-P, angeboten und erfreut sich stark
steigenden Bedarfes.
Weitere Vorteile der paketorientierten Datenbermittlung:
*   Sicherung gegen bertragungsfehler im Netz.
*   Zu einem Datengert knnen gleichzeitig mehrere "virtuelle
Verbin-dungen" mit mehreren anderen Gerten ber eine einzige
Leitung be-stehen (zB. bedient ein Host gleichzeitig mehrere
Endgerte an ver- schiedenen Standorten). Die zu den einzelnen
Verbindungen gehrigen Datenpakete werden einfach in der
Reihenfolge ihres Einlangens auf derselben Leitung
hintereinandergeschachtelt.
*   Das Netz fhrt eine Geschwindigkeitsanpassung zwischen
verschiedenen schnellen Endgerten durch.
*   Volumenorientierte und in sterreich entfernungsunabhngige
Verge-bhrung
*   etc.
Paketorientierte Datenbermittlung im ISDN
Das ISDN bietet eine Zugangsmglichkeit zum Datex-P. Derzeit sind
drei unterschiedliche Mglichkeiten vorgesehen (im folgenden fr
den Basisan-schlu beschrieben):
*   "D-Kanal":
Der D-Kanal ist nur zu einem kleinen Teil mit
Verbindungssteuerungs-meldungen fr die B-Kanle ausgelastet. Er
kann daher auf Antrag des Teilnehmers zustzlich als Zugang zum
Datex-P eingerichtet werden.
Die auf dem D-Kanal zwischen die Verbindungssteuerungsmeldungen
geschachtelten Datenpakete werden von der ISDN-Vermittlungsstelle
zum Datex-P zur weiteren Verarbeitung weitergereicht. Beide B-
Kanle bleiben frei und knnen fr andere Anwendungen gentzt
werden.
ber einen D-Kanal knnen gleichzeitig bis zu 8 paketorientierte
End-gerte betrieben werden (im Rahmen des Maximums von 8 Endge-
rten pro Anschlu). Jedes dieser Endgerte kann zur gleichen Zeit
mehrere virtuelle Verbindungen bedienen. Hiefr steht eine Gesamt-
bertragungsrate bis zu 16 kbit/s zur Verfgung.
*   "Semipermanenter B-Kanal":
Auf Antrag des Teilnehmers wird ein oder werden beide B-Kanle fix
als Zugang zum Datex-P eingerichtet. An jedem B-Kanal kann ein
paketorientiertes Endgert mit mehreren virtuellen Verbindungen
be-trieben werden. Als bertragungsrate stehen 64 kbit/s zur
Verfgung.
*   "Vermittelter B-Kanal":
Wenn nur kurzzeitig eine schnelle Verbindung zum Datex-P bentigt
wird, bietet sich der vermittelte B-Kanal an: Hier wird der B-
Kanal nur bei Bedarf als Zugang zum Datex-P verwendet und steht
sonst fr andere Anwendungen zur Verfgung.
ber diese Datex-P-Zugnge knnen alle Teilnehmer am
paketorientierten Datenbertragungs-Dienst im In- und Ausland
erreicht werden. Wenn an einem Anschlu mehrere Endgerte
angeschaltet sind, so werden sie durch Mehrfachnummern (ISDN-
Nummern) ausgewhlt.
Der Umfang der Leistungsmerkmale fr Datex-P-Teilnehmer, die ber
ISDN an das Datex-P-Netz herangebracht werden, entspricht voll den
Leistungs-merkmalen, die einem normalen Datex-P-Teilnehmer zur
Verfgung stehen.

Endgerte
Als Endgerte bieten sich an:
*   Bildschirmgerte oder Hostrechner,
*   PCs,
*   Bankomatkassen, Lotto-Toto-Eingabegerte und hnliche "point
of  sales terminals",
*   etc.
Speziell in der Einfhrungsphase des ISDN ist nicht mit der
Verfgbarkeit von Gerten fr paketorientierte Datenbermittlung
mit ISDN-Schnittstelle zu rechnen. Mit entsprechenden Terminal-
Adaptern, die die Schnittstellen-anpassung (zB. von V.24 auf S/T-
Bus) und Protokollwandlung (zB. von asynchron auf X.25)
durchfhren, knnen herkmmliche Endgerte und damit auch
dazugehrige Anwendungen im ISDN unverndert weiter verwendet
werden. Solche Terminal-Adapter werden vom Beginn der ISDN-
Einfhrung an zur Verfgung stehen.
Ein Kunde, der bereits Bentzer von Datex-P ist, kann seine
Endgerte und seine Software weiter verwenden und trotzdem die
Gebhrenvorteile des Zuganges ber das ISDN ntzen. Er bleibt
Datex-P-Teilnehmer wie vorher, das ISDN ersetzt die eigene
Anschluleitung.
Anwendungsbeispiele
Als prdestinierte Anwendungen fr die paketorientierte
Datenbermittlung im ISDN wurden bereits die Terminal-Anschaltung
an Hostrechner und Point of Sales-Anwendungen genannt.
Ein typisches Beispiel ist die Kommunikation zwischen Zweigstellen
(zB. einer Bank oder einer Handelskette) mit der Rechenanlage der
Zentrale (zB. Zugriff auf die Konten-Datenbank, Lagerverwaltung,
Bestellwesen, Informationsaustausch, Mitteilungsdienst, etc.). In
vielen Fllen werden in den Zweigstellen PCs eingesetzt.
Es gibt zahlreiche nationale und internationale Datenbanken, die
gegen Entgelt ffentlich zugnglich sind und die verschiedensten
Arten von Infor-mationen anbieten. Diese Datenbanken knnen
mittels eines einfachen Ter-minals (oder eines PCs) unter
Verwendung paketorientierter Daten- bermittlung abgefragt werden.
Zahlreiche weitere Anwendungen, wie sie bereits heute im Datex-P
genutzt werden, beruhen auf der Verbindung von Hostrechnern sowie
auf der Vernetzung von Lokal Area Networks (LANs) ber Bridges und
Router. Noch relativ neu sind Anwendungen wie Telebanking,
Mitteilungsdienste (Message Handling X.400), EDIFACT (zB.
bertragung von Bestellungen und Rechnungen in standardisiertem,
maschinenauswertbarem Format), Telemetrie (zB. Fernablesung von
Verbrauchszhlern) etc.

2.3.11. Zusatzdienste im ISDN (Supplementary services)
ISDN bietet Ihnen viele neue Mglichkeiten im Hinblick auf den
Verbin-dungsaufbau und die Verbindungsnutzung, von denen hier
einige beschrieben werden. Im Gegensatz zum Dienst knnen
Zusatzdienste nur in Verbin- dung mit einem Dienst dem Benutzer
angeboten werden. Sie untersttzen oder ergnzen einen Dienst.

Dienste zur Gebhrenanzeige
Verfgbarkeit: Spter
ISDN bietet dem Kunden folgende drei Mglichkeiten der
Gebhrenanzeige am Endgert bzw. Gebhrenberechnung durch das
Endgert:
-   Anzeige von Gebhrenparametern bei Gesprchsbeginn
        Verfgbarkeit: Spter
        Der Teilnehmer hat die Mglichkeit, sich zu Beginn der
Verbindung Ge-bhrenparameter bermitteln zu lassen. Mit diesen
Gebhrenparametern ist es mglich, da das Endgert die
aufgelaufenen Kosten am Ende der Verbindung errechnet.
-       Anzeige der Gebhren whrend des Gesprches
        Verfgbarkeit: Spter
        Die aufgelaufenen Gebhren werden fortlaufend whrend der
Verbin-dung angezeigt.
-       Anzeige der Gebhren bei Gesprchsende
        Verfgbarkeit: Spter
        Die aufgelaufenen Gebhren werden am Ende einer
Verbindung als Gesamtsumme angezeigt.
Dienste zur Anzeige der Rufnummer
-       Anzeige der Rufnummer des Rufenden beim Gerufenen
        Verfgbarkeit: Erste Stufe
        Bereits vor dem Zustandekommen einer Verbindung kann die
Rufnummer des Anrufers beim Gerufenen angezeigt werden, sofern der
Anrufer ebenfalls ber einen ISDN-Anschlu verfgt. Die Rufnummer
wird in der Form und dem Umfang bermittelt, wie sie fr einen
Rckruf ntig ist. Der Rufende hat die Mglichkeit zu whlen, ob
seine Rufnummer beim Gesprchspartner angezeigt werden soll oder
nicht.
-       Unterdrckung der Anzeige der Rufnummer des Rufenden beim
Gerufenen
        Verfgbarkeit: Erste Stufe
        Verhinderung der bermittlung und Anzeige der Rufnummer
des Rufenden beim Gerufenen. Diese kann entweder generell pro
Anschlu (Geheimrufnummer) oder gezielt pro Verbindung
eingeschaltet werden.
-       Anzeige der Rufnummer des Gerufenen beim Rufenden
        Verfgbarkeit: Spter
        Dieser Zusatzdienst gibt dem rufenden Teilnehmer die
Rufnummer des tatschlich erreichten Teilnehmrs bekannt und ist
daher vor allem im Zusammenhang mit anderen Zusatzdiensten, wie
zB: bei der Anrufum-leitung, wichtig.
-       Unterdrckung der Anzeige der Rufnummer des Gerufenen
beim Rufenden
        Verfgbarkeit: Spter
        Durch diesen Zusatzdienst kann die bermittlung und
Anzeige der Rufnummer des Gerufenen beim Rufenden verhindert
werden. Dies kann entweder generell pro Anschlu (Geheimrufnummer)
oder gezielt pro Verbindung eingeschaltet werden.
Durchwahl in Nebenstellenanlagen
Verfgbarkeit: Erste Stufe
Wenn Sie eine ISDN-Nebenstellenanlage angeschlossen haben, kann
ein Anrufer durch zustzliche Ziffern bestimmen, mit welcher
Nebenstelle er verbunden werden will.
Mehrfachnummer fr einen Teilnehmeranschlu
Verfgbarkeit: Erste Stufe
Mglichkeit, einen Anschlu ber mehrere Rufnummern zu erreichen.
Damit ist die gezielte Anwahl eines bestimmten Endgertes am
passiven Bus mglich.
Serienanschlu
Verfgbarkeit: Erste Stufe
Die automatische Absuche einer Gruppe von Teilnehmerleitungen nach
einer freien Leitung bei einem auf der(n) Serienanfangsnummer(n)
des Teilnehmers ankommenden Anruf.
Rufdatenliste
Verfgbarkeit: erste Stufe
Auf Wunsch knnen Sie eine nach Einzelverbindungen aufgeteilte
Fernmelde-gebhrenrechnung bekommen, aus der Datum, Uhrzeit und
Dauer der einzelnen Verbindungen hervorgehen. In dieser Liste
werden nicht die vollen Ruf- nummern der Kommunikationspartner
angegeben, sondern nur jene Teile der Rufnummern, die zur
Bestimmung der Gesprchsrelationen erforderlich sind.
Aktive Verkehrseinschrnkung
Verfgbarkeit: Erste Stufe
Auf Wunsch des Teilnehmers kann der Aktivverkehr von einem ISDN-
Anschlu teilweise oder gnzlich unterbunden werden.
Anrufumleitung
Verfgbarkeit: Spter
Der Teilnehmer kann dienstindividuell eine beliebige andere
Rufnummer eingeben, zu der alle ankommenden Verbindungen fr den
jeweiligen Dienst umgeleitet werden sollen.
Es gibt zwei Arten von Anrufumleitung: Bei der einen erfolgt die
Weiter-schaltung sofort, bei der anderen bei besetztem Anschlu
sofort oder bei freiem Anschlu erst nach 15 Sekunden. Dadurch
wird dem Angerufenen die Mglichkeit gegeben, den Anruf am eigenen
Anschlu entgegenzunehmen.
Der Teilnehmer, der die Weiterschaltung aktiviert hat, trgt die
zustzlichen Verbindungskosten.
Benutzerindividuelle Zeichengabe (Service 1)
Verfgbarkeit: Spter
Bereits beim Verbindungsaufbau knnen Sie eine Mitteilung
festlegen, die dem Gesprchspartner angezeigt wird, bevor er sich
meldet (zB. wer wen sprechen will)
Feststellen bsartiger Anrufer
Verfgbarkeit: Spter
Feststellen und Registrieren der Rufnummer des Anrufers.
Geschlossene Benutzergruppe
Verfgbarkeit: Spter
Mit Hilfe dieses Zusatzdienstes ist es Kunden mglich, die Nutzung
eines Dienstes im ISDN auf eine von ihm festgelegte Gruppe von
Nutzern zu be-schrnken. Eine geschlossene Benutzergruppe kann mit
oder ohne Zugang zum ffentlichen Netz gebildet werden. Alle
anderen Dienste des An-schlusses werden von der Eigenschaft der
geschlossenen Benutzergruppe nicht beeinflut.
Halten von Verbindungen
Verfgbarkeit: Spter
Eine bestehende Verbindung kann von einem Teilnehmer in den
Haltezu-stand versetzt und zu einem spteren Zeitpunkt wieder
aktiviert werden. Der so gehaltene Teilnehmer kann ein
entsprechendes Hinweiszeichen erhalten.
Rufanzeige, Anklopfen
Verfgbarkeit: Spter
Durch das Anklopfzeichen bzw. durch die Anzeige der Rufnummer des
Anrufenden wird dem Benutzer eines aktiven Endgertes optisch
und/oder akustisch angezeigt, da ein weiterer Verbindungswunsch
zu seinem End-gert vorliegt. Der Benutzer kann diesen
Verbindungswunsch annehmen, abweisen oder ignorieren.
Steckdosenteilnehmer
Verfgbarkeit: Spter
Dieser Zusatzdienst bietet fr den Teilnehmer die Mglichkeit,
whrend einer bestehenden Verbindung das Endgert zu wechseln oder
am Bus umzustecken (dh. er kann das Endgert ausstecken und an
einer anderen Stelle im Bereich seines Anschlusses wieder
einstecken).
 Sub-Adressierung
Verfgbarkeit: Spter
Durch Eingabe einer Sub-Adresse, die nicht Bestandteil einer
Rufnummer ist, wird die Adressiermglichkeit ber die ISDN-
Rufnummer hinaus erweitert. Damit kann zB. eine bestimmte Funktion
in einem Endgert ausgelst oder eine bestimmte Information
bermittelt werden.

2.4. ISDN-Endgerte

Die Nutzung der im ISDN angebotenen Dienste ist erst mit den
entsprechenden Endeinrichtungen mglich.
ISDN-Endgerte knnen von den Kunden am freien Markt erworben
werden. Um ein einwandfreies Zusammenarbeiten der Endgerte mit
dem Netz sicherzustellen, drfen nur solche Endgerte an das
ffentliche ISDN-Netz angeschaltet werden, die eine Zulassung der
PTV besitzen. Diese Zulassung wird erteilt, wenn das Endgert den
ETSI-Normen entspricht.
In einem "Memorandum of Understanding (Abkommen) ber die
gegenseitige Anerkennung von Endgertezulassungen" ist vorgesehen,
da in Zukunft ein Endgert, das in irgendeinem EG- oder EFTA-Land
ein Komformitts-Zertifikat (Besttigung, da es den ETSI-Normen
entspricht) erhalten hat, ohne weitere Prozedur in jedem EG- oder
EFTA-Land an das ffentliche ISDN angeschaltet werden darf. Dies
soll den europaweiten offenen Markt fr ISDN-Endgerte
ermglichen.
Da sterreich zu den ersten Lnder gehrt, die das EURO-ISDN
einfhren, ist naturgem zunchst mit einer beschrnkten Auswahl
von Endgerte-Angeboten zu rechnen. Dieser Markt wird sich jedoch
zweifelsfrei sehr rasch entwickeln.
Es ist zu beachten, da Endgerte fr derzeitige landesspezifische
Auspr-gungen des ISDN (zB. Deutschland, Schweiz, Frankreich usw.)
in sterreich im allgemeinen nicht funktionieren.
Typische Vertreter von ISDN-Endgerten werden im folgenden
vorgestellt. Die einzelnen tatschlich angebotenen Endgerte
werden natrlich von dieser generellen Beschreibung in Details
abweichen. Weiters ist zu beachten, da durch die stufenweise
Einfhrung der ISDN-Dienste und  -Zusatzdienste verschiedene
Mglichkeiten, die im Endgert vorgesehen sind, vom Netz eventuell
erst zu einem spteren Zeitpunkt untersttzt werden. Solche Flle
sind in der folgenden Beschreibung mit "(nicht in der ersten Stufe
verfgbar)" gekennzeichnet.
Im Kapitel 6 wird den ISDN-Endgerteherstellern die Gelegenheit
geboten, ihre Produkte konkret vorzustellen.

2.4.1. Telefon
Die ISDN-Telefone weisen gegenber den herkmmlichen Gerten fr
analoge Anschlsse eine Reihe von Komfortmerkmalen auf. Diese
werden im folgenden kurz dargestellt.
*   Ein groes, meist zweizeiliges Display dient der
Benutzerfhrung und informiert Sie ber alle aktivierten
Funktionen.
*   Auf Wunsch werden im Display die laufenden Gesprchskosten
angezeigt. Nach Beendigung des Gesprches knnen Sie sich die
aktuellen Gesamtkosten anzeigen lassen (Dienste zur
Gebhrenanzeige nicht in der ersten Stufe verfgbar).
*   Bereits vor Gesprchsbeginn wird Ihnen die Rufnummer des
Anrufen-den mit ISDN-Anschlu auf dem Display angezeigt, falls
dieser die Rufnummernanzeige nicht unterbunden hat. Sie knnen nun
entscheiden, ob Sie das Gesprch annehmen oder nicht.
*   Die Mglichkeit des Telefonierens bei aufgelegtem Hrer lt
Ihnen whrend des Gesprches freie Hand fr andere Ttigkeiten
(zB. fr die Anfertigung von Skizzen). Dieses "Freisprechen" ist
im ISDN mit hoher Qualitt mglich.
*   Durch die Mglichkeit des "Anklopfens" kann ein Dritter
whrend einer bestehenden Verbindung seinen Gesprchswunsch
signalisieren. Am angewhlten Telefon erscheint dann ein
akustisches und/oder optisches Signal und ggf. wird die Rufnummer
des weiteren Anrufers an-gezeigt. Der Angerufene kann nun die
bestehende Verbindung zu- gunsten der neuen Verbindung
unterbrechen oder zu einem spteren Zeitpunkt zurckrufen. Wenn
der Angerufene whrend des Ge-sprches nicht gestrt werden
mchte, kann das Anklopfen auch unterbunden werden (Anklopfen
nicht in der ersten Stufe verfgbar).
*   Einige Telefone erstellen automatisch eine Anrufliste, in der
die Num-mern der letzten erfolglosen Anrufer gespeichert sind.
Diese knnen spter automatisch angewhlt werden.
*   Der Zusatzdienst "Steckdosenteilnehmer" ermglicht Ihnen ein
Um-stecken des Telefons an eine andere ISDN-Steckdose ohne die
Ver-bindung zu unterbrechen, beispielsweise um das Gesprch in
einem anderen Raum fortzusetzen (nicht in der ersten Stufe
verfgbar).
*   Ebenso ist es mglich, das Gesprch an ein beliebiges anderes
Tele-fon des gleichen Anschlusses weiterzuleiten. Diese Funktion
nennt man Endgertewechsel (nicht in der ersten Stufe verfgbar).
*   Bei einigen Telefonen knnen Sie die Benutzungsberechtigung in
drei Stufen einstellen. Auer der uneingeschrnkten Nutzung und
der Be-schrnkung auf den Direktruf (nur ein vorher bestimmter
Teilnehmer ist erreichbar) lt sich die Berechtigung so
einstellen, da eingespeicherte Nummern und Tastenbelegungen zwar
benutzt, aber nicht gendert werden knnen.
2.4.2. Bildtelefon
Bildtelefone bestehen aus den Komponenten Telefon, Kamera und
Monitor. Die Kamera ist in der Regel fest mit dem Monitorgehuse
verbunden und auf den Benutzer gerichtet. Diese integrierte Kamera
kann durch eine spezielle Dokumentenkamera zur bertragung von
Texten oder Bildern ergnzt werden. Da sich die ersten
Bildtelefone zur Zeit im Probeeinsatz befinden, knnen
detaillierte Aussagen ber die Leistungsmerkmale dieser Endgerte
erst zu einem spteren Zeitpunkt gemacht werden.

2.4.3. Telefax
Die Leistungsmerkmale des ISDN knnen fr Telefax nur dann voll
genutzt werden, wenn die neuen Fernkopierer der Gruppe 4
eingesetzt werden. Nachfolgend sind typische Merkmale dieser neuen
ISDN-Telefaxgerte zusammengefat:
*   Mit den Gruppe 4-Telefaxgerten wird die ISDN-bertragungs-
geschwindigkeit von 64 kbit/s voll genutzt. Dadurch dauert die
ber-tragung einer DIN A4-Seite nur noch etwa 5 Sekunden, kaum
lnger als die Erstellung einer Lokalkopie.
*   Auch das Abtasten der Vorlage wurde gegenber Gruppe 3-Gerten
beschleunigt, in einer Minute knnen bis zu 15 Seiten eingelesen
werden.
*   Durch eine hhere Auflsung und die durch die digitale Technik
bedingte fehlerfreie bermittlung wurde die Qualitt einer
Fernkopie deutlich gesteigert und ist jetzt vergleichbar mit der
einer Lokalkopie.
*   Ein Sende- und Empfangsjournal gibt Ihnen Gewiheit ber die
einwandfreie bermittlung der Dokumente.
*   Im Gruppe 4-Betrieb kann durch eine verfeinerte Auflsung und
durch eine vielfache Grauwertabstufung die Qualitt der Kopien so
verbessert werden, da sich dieses Gert besonders fr die
bertragung von photographischen Vorlagen und vergleichbaren
Bildern eignen.
*   Der Ausdruck erfolgt auf DIN A4-Normalpapier ber
Laserdrucker.
*   In einem Register knnen Kurzwahl- und Zielwahlrufnummern
gespeichert werden. Dadurch knnen Verbindungen zu
eingespeicherten Telefax-Teilnehmern automatisch angewhlt werden.
*   In einem integrierten Sendespeicher knnen Sie bis zu 30 DIN
A4-Seiten speichern und zeitversetzt bertragen.
*   Die meisten ISDN-Telefaxgerte knnen auch nach den Normen fr
die Gruppe 3 arbeiten. Sie knnen damit also auch mit allen
Telefax-gerten der Gruppe 3 zusammenarbeiten.

2.4.4. Multifunktionales Endgert
Als "multifunktional" werden Endgerte bezeichnet, mit denen
mehrere Dienste genutzt werden knnen. Diese sind fr das ISDN,
mit einheitlicher bertragungsform, wesentlich einfacher
realisierbar als zuvor. Fr den Einsatz im ISDN werden
Multiterminals mit verschiedenen Dienstkombi-nationen entwickelt.
In besonderer Weise eignen sich PCs als multifunktionale
Endgerte. Sie sind in vielen Unternehmen bereits vorhanden und
verfgen meist auch ber die ntige Peripherie (zB. Drucker). PCs
knnen mit Hilfe von ISDN-PC-Karten, wie sie in Teil 3 dieses
Beraters beschrieben werden, "ISDN-fhig" gemacht werden. Je nach
gewnschter Nutzungsart knnen noch weitere Komponenten, wie zB.
ein Scanner zum Einlesen von Telefax-Vorlagen, hinzugefgt werden.
Besonders wenn Sie viele Dienste nutzen wollen, bringt ein
multifunktionales Endgert Vorteile. Es spart Platz,
Einarbeitungszeit sowie Kosten und verfgt in der Regel ber eine
einheitliche Benutzeroberflche. Auerdem knnen durch die
Integration mehrerer Gerte zu einer Kommunikationseinheit
Arbeitsschritte eingespart werden, d.h. Sie knnen zB. mit einer
Textver-arbeitung erstellte Dokumente direkt als Telefax
versenden, ohne diese vorher ausdrucken zu mssen.
Ein weiterer Vorteil der PC-Nutzung im ISDN ist die dadurch
realisierbare Kopplung unterschiedlicher Computer-Netze. Hierauf
wird ebenfalls in Teil 3 eingegangen.
2.4.5. ISDN-Nebenstellenanlagen
ISDN-fhige Nebenstellenanlagen bringen sowohl fr Unternehmen und
Verwaltung als auch fr Kunden Vorteile.
Eine interessante Einsatzmglichkeit von ISDN-Nebenstellenanlagen
ist die Vernetzung von PCs als Alternative zur Vernetzung ber
lokale Netzwerke (LANs). Hierdurch ist es zB. mglich, eine
Nebenstellenanlage und ein LAN zu einem einzigen internen Netz
zusammenzufassen, dessen Zentrale die ISDN-Nebenstellenanlage ist.
In der Abbildung 2-6 sind die Nutzungsmglichkeiten einer ISDN-
Neben-stellenanlage dargestellt.
Eine ISDN-Nebenstellenanlage verfgt gegenber lteren analogen
Anlagen ber zustzliche Leistungsmerkmale wie zB.
*   Rufumleitung
*   Automatischer Rckruf
*   Rufnummern- und Namensanzeige
*   Anklopfen (wie im ISDN-Telefon-Dienst)
*   Konferenzgesprche
*   Mailbox fr Sprache und Text
*   Elektronisches Telefonbuch
*   Kurzwahl, Zielwahl, Hotline usw.
*   Terminerinnerungsfunktion
ber das ffentliche ISDN kann ein Netzverbund mit mehreren ISDN-
Nebenstellenanlagen realisiert werden (siehe Abb. 2-7, Seite 48),
was zB. fr groe Konzerne mit mehreren Zweigstellen bzw.
Tochterunternehmen oder groe Behrden interessant ist. Hiebei
kann die Vernetzung sowohl ber Mietleitungen als auch ber
Whlverbindungen realisiert werden. Das Zusammenschalten von
Mietleitungen mit Amtsleitungen ist dann unzulssig, wenn die
Hauptstellen der beiden Nebenstellenanlagen in verschiedenen
Ortsnetzbereichen liegen ($ 29 Fernsprechordnung).























Abb. 2-6























Abb. 2-7
Weitere, im Zeitalter der Informationsgesellschaft wesentliche
Einsatzmg-lichkeiten ergeben sich durch die Vernetzung von ISDN-
Nebenstellenan-lagen zu einem WAN, wobei folgende Applikationen
nebst vielen anderen denkbar sind:
*   Kopplung von LANs (zB. Ethernet, Token-Ring usw.):
    Hiebei knnen zwei oder mehrere LANs ber ISDN-Leitungen zu
einem, fr den Benutzer sich als ein LAN darstellendes Netz
zusammengeschaltet werden.
*   Kopplung von Remote Cluster Controller und Hostrechner:
    Zugriffsmglichkeiten, die derzeit mittels Modem-
Standleitungen zur Verfgung gestellt werden, knnen mit ISDN mit
wesentlich hherer Geschwindigkeit realisiert werden.
*   CASE (Computer Aided Software Engineering):
    Programmierer knnen bei Programmierung ihrer Anwendung ber
das ISDN-Netz auf dezentral verteilte Datenbanken zugreifen.
*   Ortsbergreifender Datenzugriff:
    Verwendung und Zugriff auf firmeneigene Daten
(Konstruktionszeich-nungen, Lagerdaten, Daten fr Budgeterstellung
usw.), unabhngig davon, an welcher Stelle im Netzverbund sich der
Anwender befindet.
Daraus ergeben sich, insbesonders bei gemeinsamer Nutzung von
ISDN-Nebenstellenanlagen mit Primrmultiplexeranschlssen (PCM 30
ber 2 Mbit/s) sowohl fr Sprache als auch fr Daten, folgende
Vorteile:
*   ein einziges Netz fr Sprache und Daten, dadurch nur ein
Verant-wortlicher, geringere Kosten und grere Flexibilitt
*   bessere Ausnutzung des Netzes (zB. tagsber vorwiegend
Telefon, whrend der Nachtzeit Datentransfer)
*   Nutzung netzbergreifender Funktionen sowohl fr Sprache als
auch fr Daten.
























Abb. 2-8
2.5. Herkmmliche Endgerte im ISDN

Wie bereits an anderer Stelle erwhnt, ist es nicht mglich,
herkmmliche, fr analoge Anschlsse des Fernsprechnetzes oder fr
bestehende Datennet-ze vorgesehene Endgerte direkt an das ISDN
anzuschlieen. Damit diese Gerte jedoch auch im ISDN weiter
verwendet werden knnen, werden Terminaladapter (TA) als
Bindeglied zwischen Endgert und S/T-Schnittstelle des ISDN-
Anschlusses angeboten (siehe Abb. 2-9). Durch diese Lsung werden
bereits vorhandene Endgerte nicht nutzlos, und die Investitionen
fr den Einstieg ins ISDN knnen betrchtlich gesenkt werden.
Allerdings kann beim Einsatz eines solchen Terminaladapters nicht
der volle Umfang der ISDN-Leistungsmerkmale wie zB. die hohe
bertragungsgeschwindigkeit genutzt werden, da diese von den
verwendeten Endgerten untersttzt werden mssen.













Abb. 2-9.
Im folgenden werden typische Terminaladapter und ihre
Einsatzmglichkei-ten vorgestellt.
Terminaladapter TA a/b
ber diesen Adapter knnen alle Gerte an das ISDN angeschlossen
werden, die bisher direkt am analogen Fernsprechnetz betrieben
wurden. Hiezu gehren die folgenden Gertetypen:
*   Bildschirmtextgerte mit BTX-Anschaltegert
*   Telefaxgerte der Gruppen 2 und 3
*   Datenendeinrichtungen mit V.24-Schnittstelle ber Modem
*   analoge Telefone und Telefonzusatzeinrichtungen wie zB. Anruf-
beantworter
Terminaladapter TA X.21/X.21bis
Dieser Terminaladapter wurde fr den Einsatz von Datenendgerten
des Datex-L-Netzes im ISDN entwickelt, die mit einer X.21- oder
X.21bis-Schnittstelle ausgerstet sind. Hiemit knnen ber die
X.21-Schnittstelle und ber die X.21bis-Schnittstelle
bertragungsgeschwindigkeiten von 2.400, 4.800, 9.600, 48.000 und
64.000 bit/s realisiert werden. Fr die X.21bis-Schnittstelle kann
die Wahleingabe automatisch ber eine V.25-Schnittstelle oder
manuell ber die eingebaute Tastatur erfolgen. Das Gert
ermglicht jedoch keine bertragungen zu Endeinrichtungen im
Datex-L-Netz, da vom ISDN kein Netzbergang zum Datex-L-Netz
vorgesehen ist.
Terminaladapter TA X.25
Der Adapter TA X.25 ist fr den Anschlu von Datenendgerten mit
X.25-Schnittstelle vorgesehen, die bisher an das paketvermittelte
Datenbertra-gungsnetz gem CCITT X.25 (Datex-P) angeschaltet
waren. Mit ihnen knnen paketvermittelte Daten mit allen derzeit
im Datex-P verwendeten Geschwindigkeiten bis 64.000 bit/s
bertragen werden, wobei sowohl Gerte, die im ISDN an einem TA
X.25 betrieben werden, als auch Gerte im Datex-P-Netz erreichbar
sind. Die bertragungsgeschwindigkeit ist hiefr von den
jeweiligen Endgerten abhngig. Je nach Anwendung und bentigter
bertragungsgeschwindigkeit kann wahlweise ein B-Kanal oder ein D-
Kanal verwendet werden.

2.6. Tarife im ISDN

Im folgenden sind die fr ISDN vorgesehenen Entgelte fr die Zeit
nach dem Pilotbetrieb aufgelistet. Die Konditionen fr
Pilotbetriebsteilnehmer befinden sich im Kapitel 2.7. "Der ISDN-
Pilotbetrieb".
Die Entgelte gliedern sich in die Herstellungsentgelte fr den
ISDN-Anschlu, monatlich fllige berlassungsentgelte,
entfernungsabhngige Zeitentgelte fr die Benutzung des B-Kanals,
Verkehrsentgelte fr Datenbertragung im Datex-P-Netz, einmalige
Einrichtungsentgelte und Verbindungsaufbauent-gelte (siehe Tabelle
1).
 *  Herstellungsentgelte fr den ISDN-Anschlu
    Da das von der PTV bereitgestellte ISDN-Netz bei der Network-
Termination an der S/T-Schnittstelle endet, sind sowohl die an den
S/T-Bus anzuschaltenden Endgerte als auch die Applikationen vom
ISDN-Anwender auf dem freien Markt zu beschaffen. In den von der
PTV festgelegten Herstellungsentgelten sind nur die Kosten fr den
netzseitigen ISDN-Teilnehmeranschlu inklusive der erforderlichen
Net-work-Termination enthalten. Die Hhe der Herstellungsentgelte
wird rechtzeitig vor der Aufnahme des Serienbetriebs
bekanntgegeben.
*   Monatliche berlassungsentgelte
    Das monatliche berlassungsentgelt fr einen Basisanschlu
    betrgt ..................................S   400,-
    In diesem Betrag sind die Kosten der fr ISDN erforderlichen
Amtsein-richtungen, der Teilnehmeranschluleitung und des
Netzabschlusses enthalten.
    Das monatliche berlassungsentgelt fr den Zugang zum
Paketver-mittlungsnetz (Datex-P) betrgt fr
    den B-Kanalzugang mit 64 kbit/s .........S  8.500,-
    den D-Kanalzugang mit 16 kbit/s .........S  2.350,-
    In diesen Betrgen sind die monatlichen Datex-P-Entgelte je
Hauptan-schlu und erster Netzzugangsverbindung enthalten.
    Das monatliche berlassungsentgelt fr den Zusatzdienst
    "Mehrfachnummer" betrgt ..................S   80,-
    Dieser Betrag wird fr jede zustzliche Rufnummer verrechnet,
maximal sind acht zustzliche Rufnummern mglich.
*   Entfernungsabhngige Zeitentgelte fr die Benutzung des B-
Kanals (Telefonie, Fax, leitungsvermittelte Datenber-mittlung
usw.)
    Die entfernungsabhngigen Zeitentgelte entsprechen den
entfernungsabhngigen Zeitentgelten beim derzeitigen Fernsprechen
und gliedern sich wie diese in das Entgelt fr Ortsgesprche sowie
in die Entgelte fr die beiden Inlandszonen und die vier
Auslandszonen.
*   Verkehrsentgelte fr Datenbertragung im Datex-P-Netz
    Die monatlichen Entgelte je weiterer Netzzugangsverbindung
sowie die Verkehrsentgelte gelangen entsprechend der
Entgeltfestlegungen fr Datex-P zur Verrechnung. Der Umfang der
Leistungsmerkmale fr Datex P-Teilnehmer, die ber ISDN an das
Datex-P-Netz herangebracht werden, entspricht den
Leistungsmerkmalen eines direkt an das Datex-P-Netz angeschalteten
Datex-P-Teilnehmers.
*   Einmaliges Einrichtungsentgelt
    Dieses betrgt fr den Zusatzdienst
    "Unterdrckung der Anzeige der Rufnummer des anrufenden
Teilneh-mers beim gerufenen Teilnehmer" ......S  30,-
    Dieser Betrag wird jeweils bei der Einrichtung dieses
Zusatzdienstes einmalig verrechnet.

*   Verbindungsaufbauentgelt
    Dieses betrgt fr den Zusatzdienst
    "Unterdrckung der Anzeige der Rufnummer des anrufenden
Teilneh-mers beim gerufenen Teilnehmer" ......S   5,-
    Dieser Betrag wird dem anrufenden Teilnehmer bei der
Inanspruch-nahme dieses Zusatzdienstes je Verbindungsaufbau
verrechnet.
*   Entgeltfreie Zusatzdienste
    Die Zusatzdienste Durchwahl, Serienschaltung und Anzeige der
Ruf-nummer des anrufenden Teilnehmers beim gerufenen Teilnehmer
werden im ISDN entgeltfrei zur Verfgung gestellt.



Kostenvergleich
Fr den Vergleich der Kosten ist es erforderlich, den
tatschlichen Bedarf zu kennen:

*   Welche Datenrate ist gewnscht?
*   ber welche Entfernungen?
*   Wie oft ?
*   Wie lange bzw. wie viel?
*   Welche Sicherheit ist erforderlich?
*   Spielen Verbindungsaufbauzeiten eine Rolle?
*   Handelt es sich um Punkt-zu-Punkt oder um Punkt-zu-Mehrpunkt
Kom-munikation?
Wie man aus der Vielzahl von Fragen erkennen kann, ist auch die
Auswahl des richtigen bertragungsweges nicht so einfach. Hiezu
gibt es einige grobe Richtlinien:
*   Datex-P (sowohl ber ISDN als auch direkt) ist vor allem bei
niedrigen bertragungsraten und oftmaligen Zugriffen gnstig,
speziell bei groen Entfernungen (zB. Terminal-Zugriff).
*   Leitungsvermittelte Datenbermittlung im ISDN ist vor allem
bei der oftmaligen bertragung mittlerer bis grerer Datenmengen
die kostengnstigste Variante (Filetransfer).
*   Standleitungen sind insbesonders dann vorteilhaft, wenn sehr
hufige Datenbertragungsvorgnge stattfinden und
Verbindungsaufbauzeiten nicht in Kauf genommen werden knnen.

Ein Vergleich zwischen den verschiedenen bertragungswegen kann
nur mit den von den einzelnen Anwendern bekanntgegebenen Angaben
ber die Menge der zu bertragenden Daten und der Anzahl der
Datenbertra-gungsvorgnge in einem bestimmten Zeitraum angestellt
werden.























Tabelle 1
2.7. Der ISDN-Pilotbetrieb

2.7.1. Durchfhrung
Der ISDN-Pilotbetrieb begann am 10. Februar 1992. Er erstreckt
sich nur auf das Ortsnetz Wien und wird ca. bis Ende 1992 dauern.
In diesem Zeitraum soll den Teilnehmern, der PTV und den
Lieferfirmen von Vermittlungstechnik und Endgerten die
Gelegenheit geboten werden, Gerte und Anwendungen zu testen und
Erfahrungen zu sammeln. Dafr stehen vorerst 120 Basisanschlsse
zur Verfgung. Pilotkunden knnen vorrangig nur aus den an ISDN
interessierten Fernsprechteilnehmern des Anschlubereiches der
Ortsvermittlungsstelle Dreihufeisengasse  (befindet sich in der
Lehargasse) aus den Rufnummerngruppen 56 xx xx bis 59x xx xx
ausgewhlt werden. Fr Teilnehmer anderer
Vermittlungsstellenbereiche ist fr die Bereitstellung eines ISDN-
Basisanschlusses (ISDN-BA) eine Fremdschaltung erforderlich. Diese
kann bei einer Leitungslnge zwischen ISDN-BA und der ISDN-
Vermittlungsstelle bis ca. 8 km ber Kupferdoppeladern, ansonsten
ber digitale Einrichtungen (Multiplexer) realisiert werden. Daher
ist die Bercksichtigung von Interessenten aus anderen
Vermittlungsstellenbereichen nur in einem beschrnkten Ausma
mglich. Die genauen Standortmglichkeiten mssen im einzelnen mit
der PTV abgestimmt werden.
Um durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Kunden und PTV einen
maximal mglichen Erfahrungsaustausch zu frdern, werden den
Pilotteil-nehmern bestimmte Fixkosten fr die Dauer des ISDN-
Pilotbetriebes nicht in Rechnung gestellt.
Konditionen der fr die Pilotkunden zur Verfgung stehenden ISDN-
Endgerte knnen bei der Radio Austria bzw. bei den
Endgerteherstellern erfragt werden (siehe auch 6.
Herstellerbeitrge). Grundstzlich knnen ISDN-Endgerte, denen
von der PTV die provisorische Anschaltegenehmi-gung erteilt wurde,
beim ISDN-Pilotbetrieb verwendet werden.

2.7.2. Entgelte fr die Pilotphase
Fr die ISDN-Pilotphase im Bereich der Vermittlungsstelle
Dreihufeisengasse werden den Pilotteilnehmern Entgeltreduzierungen
gewhrt. Diese Reduzie-rungen gelten fr die Dauer des
Pilotbetriebs, beginnend mit der Aufnahme des ISDN-Pilotbetriebes,
und enden fr alle ISDN-Pilotteilnehmer unabhngig von der
Einschaltung der ISDN-Anschlsse zu einem noch festzulegenden
Stichtag.
*   Errichtungsentgelte
    Die Beistellung, Montage und Betreuung der Network-Termination
sowie die Montage und Betreuung des S/T-Busses erfolgen kostenlos
durch die PTV.
*   Monatliche berlassungsentgelte:
    Das monatliche berlassungsentgelt fr den Basisanschlu wird
fr die Dauer des ISDN-Pilotbetriebes erlassen.
*   Das monatliche berlassungsentgelt fr den Zugang zum
Paketvermittlungsnetz wird fr die Dauer des ISDN-Pilotbetriebs
fr den B-Kanal mit 64 kbit/s auf  S 5.500,- und fr den D-Kanal
mit 16 kbit/s auf S 1.600,- reduziert.
*   Fr folgende Zusatzdienste wird im Pilotbetrieb kein Entgelt
verrechnet:
    -   Mehrfachnummer
    -   Unterdrckung der Anzeige der Rufnummer des anrufenden
Teilneh-mers beim gerufenen Teilnehmer (kein einmaliges
Einrichtungsentgelt und kein Verbindungsaufbauentgelt)
*   Die entfernungsabhngigen Zeitentgelte fr die Benutzung des
B-Ka-nals  gelangen whrend der Dauer des Pilotbetriebes zur
Verrechnung.
*   Die monatlichen Datex-P-Entgelte je weiterer
Netzzugangsverbindung sowie die Datex-P-Verkehrsentgelte gelangen
entsprechend der Entgeltfestlegungen fr Datex-P zur Verrechnung.


2.8. Weiterer Ausbau

Ab Ende des Pilotbetriebes ist die rumliche Verbreitung von ISDN
geplant. Diese soll vorerst durch das Hochrsten digitaler Ver-
mittlungsstellen in Graz, Klagenfurt und St. Plten erfolgen. In
anderen Be-reichen knnen ISDN-Teilnehmer mittels
Fremdschalteeinrichtungen realisiert werden.
Ab Mitte 1993 soll ein erweiterter ISDN-Leistungsumfang in allen
bereits mit ISDN hochgersteten digitalen Vermittlungsstellen
eingefhrt werden. Mit der Realisierung dieses Leistungsumfanges
werden alle verpflichtenden Forde-rungen aus dem Memorandum of
Understanding on ISDN erfllt. Dieser Leistungsumfang ist zum
ersten Leistungsumfang aufwrtskompatibel, d.h. die Endgerte des
ISDN-Leistungsumfanges der ersten Stufe knnen im ISDN-
Leistungsumfang der zweiten Stufe weiterverwendet werden.
Ab Ende 1993 sollen alle neu zu errichtenden OES-
Vermittlungsstellen ISDN-fhig aufgebaut werden. Die bis Ende 1993
errichteten OES-Ver-mittlungsstellen werden bei Bedarf bis Ende
1995 mit ISDN-Komponenten aufgerstet, so da ab 1996 ISDN in
allen Ortsnetzen mit digitalen Ver-mittlungsstellen bereitgestellt
werden kann. In Ortsnetzen mit analogen Vermittlungsstellen kann
bei entsprechendem Bedarf ISDN mittels Fremd-schalteeinrichtungen
realisiert werden.
Der internationale Verkehr wird ab Ende 1993 mit den Signataren
des MoU on ISDN und bei entsprechenden Mglichkeiten und Bedarf
auch mit ber-seelndern aufgenommen werden.

2.9. Anwendungs-Beispiele

In diesem Kapitel sollen anhand zweier Beispiele, die im ISDN der
Deutschen Bundespost Telekom realisiert wurden, die
vielschichtigen Vorteile des ISDN verdeutlicht werden. hnliche
Anwendungen knnen natrlich auch in sterreich interessant sein.
2.9.1. Tourismus-Branche
In einer Zeit, in der immer mehr und immer umfangreichere Reisen
unternommen werden, ist es fr die Tourismus-Branche von zentraler
Bedeutung, ber ein umfassendes und schnelles Kommunikationssystem
zu verfgen. Hiebei spielt das Rechenzentrum START in Frankfurt
eine wichtige Rolle. Dieses mittlerweile grte Reisevertriebs-
System in Europa ist das zentrale Buchungssystem fr den deutschen
Touristikmarkt. Mehr als 90% der bundes deutschen Reisebros sind
ber Standleitungen mit dem START-Rechenzen-trum verbunden.
Ein weiteres Informationssystem, das neben START genutzt wird, ist
Bildschirmtext. Besonders in kleinen und mittleren Reisebros hat
sich BTX durchgesetzt. Aufgrund der Kopplung von START und BTX
sind viele Leistungen des START-Systems auch ber BTX abrufbar
(siehe Abb. 2-10).









Abb. 2-10
Durch die Einfhrung des ISDN wurde insbesondere die BTX-
Kommunikation entscheidend verbessert. Die hohe
bertragungsgeschwindigkeit von 64 kbit/s ermglicht einen weitaus
schnelleren Kontakt zwischen Reisebro und START/BTXZentrale, die
bertragungsdauer verkrtzte sich durchschnittlich um den Faktor
20. Dadurch knnen aktuelle Informationen viel schneller abgerufen
werden, was vor allem dem Kunden zugute kommt. Bisher muten bei
einem Kundengesprch lange Wartezeiten in Kauf genommen werden,
die durch die Verbindungsaufbauzeit der BTX-Seiten verursacht
wurde. Im ISDN verkrzen sich diese Zeiten fr den
Verbindungsaufbau von 30 bis 40 Sekunden auf etwa 2 Sekunden.
Als Endgert dieses Systems kommt im Reisebro ein
Personalcomputer zum Einsatz, der mit einer ISDN-PC-Karte und
zugehriger BTX-Software ausgerstet ist. In diesem Zusammenhang
kommt ein weitere Vorzug des ISDN zum Tragen, nmlich die
Integration aller Dienste in einem Netz mit einer ISDN-Steckdoese:
So kann der ursprnglich fr die BTX-Kommunikation angeschaffte PC
durch Installation zustzlicher Software-Module problemlos zum
multifunktionalen Endgert ausgebaut werden und untersttzt dann
zB. auch Telefax oder Teletex.
Nach der telefonischen Beratung mit Hilfe des BTX-Systems kann der
Berater dem Kunden also gleich eine Buchungsbesttigung zusenden;
unmittelbar, vom selben Arbeitsplatz aus, per Telefax oder
Teletex.
ber die Kommunikationsfunktion hinaus bietet sich der PC im
Reisebro auch fr andere Arbeiten an, wie zB. fr die Verwaltung
einer Kundenkartei oder fr die Buchhaltung. Auch die
Kundenkorrespondenz kann mit dem Computer erledigt werden.
Das elektronische Informations-Angebot START/ISDN-BTX lt sich in
Zukunft noch weiter ausbauen. So gibt es vereinzelt bereits die
Mglichkeit, sich ber das sogenannte "Aktuelle Schaufenster" ber
Reiseangebote zu informieren. Hiebei bertrgt ein BTX-Monitor im
Schaufenster des Reise-bros vollautomatisch ablaufende, von der
Zentrale stndig aktualisierte Verkaufsspots. Eine
Weiterentwicklung dieses Angebots ist eine "Selbst-Beratungssule"
im Reisebro, an der der Kunde per Knopfdruck individuelle
Informationen ber bestimmte Reiseangebote oder ber Flug- und
Fahr- plne einholen kann.
Zusammenfassend lt sich feststellen, da durch die Einfhrung
von ISDN in der Touristik-Branche mehr Aktualitt, ein
verbesserter Dialog mit den Kunden und ein erweitertes
Dienstleistungsangebot erreicht werden knnen. Die Nutzung der im
ISDN gebotenen Informations- und Kommunikations-mglichkeiten ist
mit einem entsprechend ausgersteten Personalcomputer besonders
effektiv mglich.
2.9.2. Einzelhandel
In diesem Beispiel soll das Filial-Informationssystem einer
Einzelhandelskette beschrieben werden. Diese beschftigt in mehr
als 400 Filialen in sterreich und der Bundesrepublik Deutschland
ca. 2.500 Mitarbeiter.
Vorteile erwachsen Einzelhandels-Filialisten unter anderem aus
einem einheitlichen Sortiment, durch das bei zentralem Einkauf
entsprechende Einkaufsvorteile genutzt werden knnen. Ein weiterer
Faktor ist die zentrale Lenkung beispielsweise von Marketing und
Finanzen. Um diese Vorteile umsetzen zu knnen, ist ein schneller
und umfassender Informationsaus-tausch zwischen der Zentrale und
den einzelnen Filialen erforderlich.
Zu diesem Zweck wurde fr die angesprochene Filial-Kette bereits
ein Informationssystem entwickelt, das Zentrale, zentrales
Warenlager und Filialen miteinander verbindet (siehe Abb. 2-11).
Eine besondere Stellung nehmen hiebei ca. 100 Filialen ein, die
ber Scanner-Kassen verfgen. Diese elektronischen Kassensysteme
sind zur Datenbermittlung per Modem direkt mit dem zentralen
Grorechner verbunden. Da eine solche Datenbertragung ber das
Fernsprechnetz jedoch relativ langsam ist, reicht bereits jetzt
die Zeit nicht aus, um die Daten aller angeschlossenen Filialen
ber eine Leitung zu transportieren. Deshalb muten mehrere
Anschlsse geschaltet werden. Noch mehr analoge Anschlsse werden
bentigt, wenn knftig alle Filialen mit elektronischen Kassen
ausgestattet werden.
Eine Lsung dieses Problems bietet die Datenbermittlung ber
ISDN. Hier kann - bezogen auf das Beispiel - mit einer Steigerung
der Daten-Transferleistung um das 20fache gerechnet werden. Dies
hat zur Folge, da auch bei Ausstattung aller Filialen mit
Scanner-Kassen die vorhandenen Leitungen zur Datenbermittlung
ausreichen. Sie knnen sogar noch fr zustzlich zentrale
Mglichkeiten genutzt werden. So sind zB. ein Mailbox-Service fr
Informationen aus der Zentrale und ein Dispositions-System
geplant.

















Abb. 2-11
Als Bindeglied zwischen Grorechner und Scanner-Kassen dient bei
der Datenbermittlung ber ISDN ein PC mit ISDN-PC-Karte. Dieser
sammelt die Daten der einzelnen Kassen und leitet sie weiter zur
Zentrale. Darber hinaus kann der PC fr lokale Anwendungen wie
zB. Kassen-, Tages- oder Filialberechnungen genutzt werden.
Durch die bermittlung von Informationen ber ISDN lt sich eine
verbesserte zentrale Steuerung der einzelnen Filialen erreichen.
Eine realistische Sortimentsteuerung und eine effiziente
Warenwirtschaft lassen sich ebenso realisieren wie die flexible
Reaktion auf lokale Marktsituationen. Auerdem knnen durch die
Nutzung des ISDN Zeit und Kosten gespart werden.

3.1. Vorteile des PC-Einsatzes im ISDN

In diesem Teil des Beraters werden Einsatzmglichkeiten und ntige
Voraus-setzungen fr den Einsatz von PCs im ISDN beschrieben.
Zunchst werden ISDN-PC-Karten vorgestellt, anschlieend wird die
Software beschrieben, die die Nutzung der einzelnen Dienste
ermglicht. Kapitel 3.4. geht auf die Mglichkeiten der PC-
Vernetzung ber ISDN ein.
Im allgemeinen sind fr die Nutzung verschiedener
Telekommunikations-Dienste auch verschiedene Endgerte wie
Telefaxgerte, Teletexgerte und Datenbertragungseinrichtungen
erforderlich. Diese Gerte beanspruchen nicht nur viel Platz, sie
erfordern auch relativ hohe Investitionen. Deshalb hat sich in den
letzten Jahren unabhngig vom ISDN bereits ein Trend zur Inte-
gration unterschiedlicher Dienste in einem Gert herausgebildet.
Unter diesen nimmt der PC eine herausragende Stellung ein. So
verwenden etwa schon viele Btx-Nutzer PCs als Endgerte, die oft
zustzlich zur Datenber-mittlung per Modem eingesetzt werden.











Abb 3.1
Mit der Einfhrung des ISDN wird die Integration mehrerer Dienste
im PC wesentlich erleichtert, sogar computeruntersttztes
Telefonieren wird ohne Probleme mglich. PCs eignen sich aus
mehreren Grnden fr den Einsatz als multifunktionale Endgerte:
*   Mit dem PC knnen viele Kommunikationsdienste einschlielich
derschnellen Datenbertragung genutzt werden.
*   Durch die zustzliche Nutzung des PCs als Kommunikationsmedium
werden die Kapazitten des Rechners besser genutzt. PCs sind in
der Geschftswelt bereits weit verbreitet. Durch ihre
gleichzeitige Nutzung fr die Telekommunikation werden die
Investitionen fr den ISDN-Einstieg deutlich gesenkt.
*   Durch ihre groe Verbreitung ist die Benutzerschnittstelle von
PCs im allgemeinen gut bekannt, wodurch der Umgang mit dem Gert
erleichtert wird.
*   Mit PCs knnen neben der Nutzung der Kommunikationsfunktion
auch Daten und Texte gespeichert, verwaltet und verarbeitet
werden.
*   Bei Bedarf knnen PCs problemlos um zustzliche Komponenten
wie Graphikbildschirme oder Scanner erweitert werden.
*   Durch die Integration mehrerer Dienste in einer
Funktionseinheit werden Arbeitsschritte eingespart. Mit einem
Textverarbeitungsprogramm erstellte Dokumente knnen zB. gleich
als Telefax versendet und mssen vorher nicht mehr ausgedruckt
werden.
PCs eignen sich fr Unternehmen jeder Grenordnung. Kleinen
Betrieben, fr die sich die Anschaffung verschiedener Endgerte
nicht lohnen wrde, bietet erst der PC einen wirtschaftlich
vertretbaren Zugang zu den Telekom-munikations-Diensten des ISDN.
Aber auch groen Unternehmen, in denen bisher mehrere
dienstspezifische Endgerte eingesetzt werden, erffnet sich mit
dem Einsatz des "dienste-integrierenden PCs" eine neue Qualitt
der Brokommunikation, wie zB. die Mglichkeit der berregionalen
PC- und LAN-Kopplung, die im Kapitel 3.4. beschrieben wird.


3.2. ISDN-PC-Karten

ISDN-PC-Karten stellen die Verbindung zwischen PC und ISDN her.
Sie werden einfach in einen freien Steckplatz im PC eingesteckt
und ber ein Kabel mit der S/T-Schnittstelle des Basisanschlusses
verbunden (siehe Abb. 3-2). Anschlieend mu noch die
Kommunikations-Software auf der Festplatte des PCs installiert
werden, und schon knnen die Kommunika-tionsmglichkeiten des
ISDN-PCs genutzt werden.












Abb. 3-2
Mittlerweile knnen viele auf dem Markt befindlichen PCs - vom XT
bis zum Hochleistungs-PC - mit dem Einbau entsprechender Karten
ISDN-fhig gemacht werden. Selbst fr Laptops werden bald Karten
erhltlich sein.
Die meisten ISDN-PC-Karten sind fr IBM-PCs bzw. Kompatible
konzipiert, es werden jedoch auch Karten auf den Markt kommen, die
in anderen Rechnern (zB. Apple Macintosh) eingesetzt werden
knnen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist, ob die Karte nur
einen B-Kanal untersttzt, oder ob sie die gleichzeitige Nutzung
beider B-Kanle und des D-Kanals erlaubt. Unabhngig von ihrer
Leistungsfhigkeit mu jede ISDN-PC-Karte ber folgende Merkmale
verfgen:
*   Physikalische Anpassung der PC-internen Busstruktur an die
S/T-Schnittstelle des Basisanschlusses
*   Logische Anpassung an das Betriebssystem des PCs
*   Komponenten zum Senden und Empfangen sowie zum Speichern und
Bearbeiten von Signalen
*   Fhigkeit zur Abwicklung der Kommunikationsprotokolle, wobei
die dazu bentigte Software entweder auf der Karte gespeichert ist
oder bei Bedarf aus dem Hauptspeicher des Rechners geladen wird
Darber hinaus untersttzen fast alle ISDN-PC-Karten den Standard
Common-ISDN-API, der die Schnittstelle zwischen Karte und
Software-modulen definiert (siehe Kapitel 4.4.).
Die auf dem Markt erhltlichen ISDN-PC-Karten lassen sich in zwei
Kate-gorien einteilen, und zwar in passive und aktive Karten.
Passive Karten besitzen keinen eigenen Prozessor und keinen
Speicher. Zur Steuerung des Kommunikationsablaufes wird daher ein
Teil der PC-Rechnerleistung in Anspruch genommen. Besonders bei
der gleichzeitigen Nutzung beider Basiskanle kann dies speziell
bei kleineren Rechnern zu berlastungen fhren. Hier bieten sich
dann die etwas teureren, aber leistungsfhigeren aktiven Karten
an. Sie verfgen ber einen eigenen Speicher und einen oder
mehrere Prozessoren, die fr die Steuerung des
Kommunikationsablaufes zustndig sind. So wird der Computer durch
die Abarbeitung der Kom-munikationsprotokolle nicht in seiner
Rechnerleistung beeintrchtigt.
Unabhngig von der Art der verwendeten ISDN-PC-Karte ist es unter
bestimmten Voraussetzungen mglich, Kommunikationsvorgnge und
lokale Anwendungen im PC gleichzeitig ablaufen zu lassen. Zu
diesem Zweck mu das Betriebssystem ein Multitasking (UNIX, OS/2)
oder zumindest ein simuliertes Multitasking (Microsoft Windows
unter MS-DOS) untersttzen. Aktive Karten verfgen zwar ber
eigene Speicher und Prozessoren, diese Komponenten sind aber nur
fr die Kommunikationssteuerung ausgelegt, so da fr die
Speicherung eingehender Dokumente auf die Festplatte zugegriffen
werden mu. Da die Belastung des PC-eigenen Prozessors bei
Multitasking-Anwendungen enorm hoch sein kann, ist es hier
trotzdem sinnvoll, eine aktive Karte einzusetzen.
Beide Kartentypen werden in der Regel vom Netzteil des PCs mit
Strom versorgt. Deshalb - und um auf die Festplatte zugreifen zu
knnen - mu der Computer zur Kommunikation (auch zum Empfang
eingehender Nachrichten) stets eingeschaltet werden. Neben der
Entscheidung zwischen aktiver oder passiver Karte sollten beim
Kauf einer ISDN-PC-Karte die nachstehenden Kriterien
bercksichtigt werden:
*   Funktionsumfang von Karte und Treibersoftware (Art und Anzahl
der nutzbaren Dienste, Anzahl der untersttzten Basiskanle)
*   Leistungsfhigkeit des karteneigenen Prozessors und Gre des
Speichers bei aktiven Karten
*   Untersttzung des Schnittstellenstandards Common-ISDN-API
*   Untersttzung der Schnittstelle NetBIOS, die sich als Quasi-
Standard fr die Kommunikation zwischen Anwenderprogrammen und
LANs herausgebildet hat
*   Technische Vertrglichkeit mit dem PC (Gre der Karte,
Stromverbrauch)
*   Eignung der Karte fr das Betriebssytem des PCs

3.3. Software fr ISDN-PC-Karten

Um PCs fr bestimmte Dienste einsetzen zu knnen, mu neben der
ISDN-PC-Karte die entsprechende Software installiert werden. Dabei
handelt es sich in der Regel um modular aufgebaute
Softwaresysteme. Sie bestehen aus einer Basiskomponente, die das
Management und die Benutzerschnittstelle zur Verfgung stellt, und
verschiedenen Softwaremodulen, die je nach gewnschten Diensten
individuell zusammengestellt werden knnen (siehe Abb. 3-3). Die
Basiskomponente stellt auerdem Leistungsmerkmale zur Verfgung,
die von allen Diensten genutzt werden knnen, wie zB. ein
Adreverzeichnis oder ein Journal zur Protokollierung smtlicher
Kommuni-kationsablufe.















Abb. 3-3
Bei der Auswahl der Software sollten die nachstehenden Kriterien
beachtet werden:
*   Kompatibilitt zur gewhlten ISDN-PC-Karte; dieses Problem
verliert durch den Schnittstellen-Standard Common-ISDN-API, der
inzwischen von fast allen Herstellern untersttzt wird, zunehmend
an Bedeutung
*   Kompatibilitt zu den Anwenderprogrammen; diese kann durch die
Einhaltung des Schnittstellen-Standards APPLI/COM (siehe Kapitel
4.5.) erreicht werden
*   Art und Anzahl der Dienste, die genutzt werden knnen
*   Speicherbedarf der Kommunikations-Software; vor allem beim
Einsatz einer passiven Karte, da diese zustzlichen Speicher des
Rechners beansprucht
*   Vertrglichkeit mit lokalen Anwendungen
*   Gestaltung der Benutzeroberflche
Die meisten Programme erlauben nicht nur die Nutzung der
Standardmerk-male des entsprechenden Dienstes, sondern bieten
darber hinaus zustzliche Leistungsmerkmale, die die
Kommunikation noch komfortabler machen. Die folgenden Beispiele
sollen die Mglichkeiten, die dadurch entstehen, verdeutlichen.

Computerintegriertes Telefonieren (CIT)
Das Telefonieren - in den meisten Bros gehrt es zu den
Hauptttigkeiten - kann durch PC-Untersttzung viel effektiver und
komfortabler werden. Fr die Kopplung von Telefon und PC gibt es
je nach Kartentyp zwei Mglich-keiten (siehe Abb. 3-4). Es gibt
Karten, auf denen die komplette Hard- und Software fr den
Telefonbetrieb enthalten ist. Hier mu dann lediglich ein
Handapparat (Handset) angeschlossen werden. In diesem Fall wird
ber die PC-Tastatur gewhlt, so da das Fhren abgehender
Gesprche nur bei eingeschaltetem PC mglich ist. Auerdem werden
auch ISDN-PC-Karten mit integrierter a/b-Schnittstelle angeboten,
an der ein herkmmliches, analoges Telefon, ein Anrufbeantworter
oder ein Faxgert der Gruppe 3 betrieben werden knnen. Hierdurch
kann die Anschaffung eines eigenen ISDN-Telefons umgangen werden.
In diesen Fllen ist das Telefonieren in der Regel auch bei
abgeschaltetem PC mglich.
Der grte Nutzen des computeruntersttzten Telefonierens liegt in
der Verwendung eines elektronischen Adreregisters. Aus diesem
knnen Kommunikationspartner zB. nach ihrem Namen selektiert und
automatisch angewhlt werden. Ebenso ist eine den ISDN-
Komforttelefonen vergleichbare Kurzwahl-Funktion fr hufig
bentigte Rufnummern mglich. Durch die Rufnummernanzeige im ISDN
bietet das Adreregister auerdem viele Vorteile bei ankommenden
Anrufen. Beispielsweise knnen schon vor Entgegennahme des
Gesprchs Name und Anschrift des Anrufers sowie eventuell
zustzlich abgespeicherte Informationen auf dem Bildschirm
angezeigt werden, sofern diese im Adreregister gespeichert sind.
Diese Infor-mationen knnen whrend des Gesprchs aktualisiert
werden.
Besonders gewinnbringend lt sich die Speicherung von
Informationen zu bestimmten Rufnummern von Geschftsleuten
einsetzen, die eine telefonische Kundenberatung anbieten, wie zB.
Versicherungsbearbeiter, Steuerberater oder Rechtsanwlte. Sofort
bei Gesprchsbeginn stehen smtliche aktuellen Daten der Kunden
und Mandanten zur Verfgung und ermglichen so eine optimale
Beratung. Dabei bietet der PC die Mglichkeit, die anfallenden
Gesprchsgebhren fr telefonische Dienstleistungen zu speichern,
um diese als Grundlage fr eine automatische Rechnungserstellung
zu nutzen.














Abb.3-4.
Bildschirmtext mit dem PC
Bereits im bisherigen Bildschirmtext-Dienst werden PCs zunehmend
als End-gerte eingesetzt. Dieser Trend wird sich im ISDN noch
verstrken, denn hier gewinnt Btx weiter an Attraktivitt und der
PC-Anteil an der Gesamt-zahl der Endgerte wird hher sein als in
den herkmmlichen Netzen.
Durch die Integration mehrerer Dienste im PC lt sich eine
Verbindung von Bildschirmtext mit anderen Diensten problemlos
herstellen. Btx-Seiten knnen beispielsweise mit dem
Textverarbeitungsprogramm des Rechners bearbeitet und anschlieend
als Teletex oder Telefax versendet werden. Weiterhin besteht die
Mglichkeit, abgerufene Bildschirmtext-Seiten auf Disketten zu
archivieren. Die Seitenwahl im Bildschirmtext-Dienst wird durch
die PC-gesttzte Nutzung von Schlagwortverzeichnissen und das
Abspei-chern mehrstufiger Auswahlvorgnge vereinfacht. Mit der
Geschwindig-keitssteigerung im ISDN wird auch der Btx-
Datentransfer an Bedeutung gewinnen. Dies gilt vor allem fr
Anwendungen, bei denen geringe Daten-mengen mit hohen
Aktualisierungsanforderungen bermittelt werden sollen (zB.
Brseninformationen).
Telefax mit dem PC
Mit dem Einsatz eines PCs entsteht die Mglichkeit, Dokumente, die
mit einem Text- oder Graphikverarbeitungsprogramm erstellt wurden,
unmittelbar auf Tastendruck als Telefax zu versenden. Der
vorherige Ausdruck des Dokuments erbrigt sich auf diese Weise.
Bei den oben erwhnten Multi-tasking-Betriebssystemen mu das
gewohnte Programm hiezu nicht verlassen werden. In einem Men kann
neben der Mglichkeit zum Ausdrucken des Dokuments die Option
Telefax angewhlt und die Rufnummer eingegeben werden.
Anschlieend wird der Text im Hintergrund automatisch in das
Telefax-Format umgesetzt und bermittelt.
Umgekehrt knnen ber Telefax empfangene Dokumente zunchst auf
dem Bildschirm angezeigt werden. Da Telefax-Dokumente im Graphik-
Modus vorliegen, knnen sie normalerweise nicht in lokale
Textverarbeitungspro-gramme bernommen werden. Dies ist aber durch
den Einsatz sogenannter OCR-Verfahren (Optical Character
Recognition) mglich, so da auch mit Telefax bermittelte Texte
vom Empfnger weiter bearbeitet werden knnen.
In Verbindung mit einem Scanner knnen beliebige Vorlagen
eingelesen und versendet werden, so da der PC zum vollwertigen
Telefaxgert wird.
Da kein Netzbergang zwischen Telefax der Gruppe 4 und Telefax der
Gruppe 3 besteht, mu dieser bergang von der Endgerteseite her
realisiert werden. Dies ist auf zwei Arten mglich: Zum einen kann
eine zustzliche Gruppe-3-Steckkarte eingesetzt werden. Zum
anderen gibt es ISDN- PC-Karten, auf denen neben dem Gruppe-4-
Betrieb die fr den Gruppe-3-Betrieb erforderliche Hard- und
Software direkt implementiert ist. In beiden Fllen ist ein
Software-Modul erforderlich, das den Telefax-Dienst der Gruppe-3
untersttzt.
Leitungsvermittelte Datenbermittlung mit dem PC
Fr die bermittlung von Daten im ISDN werden spezielle
Softwaremodule angeboten. Diese ermglichen eine gesicherte
bertragung von Texten und Daten zwischen PCs bei voller
Ausnutzung der hohen bertragungsge-schwindigkeit. Bei einigen
Applikationen besteht auerdem die Mglichkeit, sich das
Verzeichnis des anderen, entfernten Rechners anzeigen zu lassen.
Der Zugangsschutz bei der Datenbermittlung wird durch die ISDN-
Kennung gewhrleistet. Durch die Integration von DOS-Kommandos wie
zB. iconnect oder icopy lassen sich Kommunikationsvorgnge fr den
automatisierten Betrieb steuern (zB. fr die regelmige Abfrage
mehrerer Auen-stellen).
Einige Karten bieten in Verbindung mit der entsprechenden Software
die Mglichkeit einer Modem-Emulation, bei der sich die Karte
gegenber dem PC wie eine serielle Schnittstellenkarte mit
Hochgeschwindigkeitsmodem verhlt. Hiemit knnen die vielen
bereits vorhandenen Anwendungen und Programme fr die
Datenbermittlung per Modem weiter genutzt werden. Allerdings
mssen die Kommunikationspartner bei dieser Lsung ebenfalls ISDN-
Teilnehmer sein, das heit, sie mssen ISDN-PC-Karten einsetzen.
Paketorientierte Datenbermittlung mit dem PC
Mittels geeigneter Hard- und Softwaremodule kann der PC auch als
Endgert fr die paketorientierte Datenbermittlung verwendet
werden. Hierbei ist die Datenbermittlung sowohl ber den B- als
auch ber den D-Kanal mglich.
Bildbertragung mit dem PC
Ein PC mit VGA-Bildschirm und geeigneter Software ist auch
ausgezeichnet als Endgert fr die Bildbertragung und
Bilddarstellung geeignet. Hierbei knnen in Fenstertechnik die
Bildbertragung und andere Anwendungen gleichzeitig dargestellt
werden.
Beispiele fr diese Anwendungen sind Gebude-Fernberwachungen
oder Anwendungen in der Tourismus-Branche.

3.4. PC-Vernetzung im ISDN

Der stndig wachsende Kommunikationsbedarf zwischen Computern
fhrt zu einer steigenden Zahl von Rechnernetzen. Hier bietet das
ISDN eine schnelle, kostengnstige und sichere Alternative zu
herkmmlichen Verbindungen zwischen PCs oder lokalen Rechnernetzen
(LANs).
Die bertragungskapazitt von 64 kbit/s ist fr viele
Datenbertragungs-anwendungen ausreichend. LANs (Local Area
Networks) bieten zwar eine hhere Kapazitt, diese wird jedoch
oftmals nur zu einem Bruchteil ausgenutzt. Bei der PC-Vernetzung
ber ISDN lassen sich besonders durch das niedrigere
berlassungsentgelt fr das ISDN Kosten einsparen.
Einen weiteren Vorteil bietet das ISDN-Leistungsmerkmal
Rufnummernan-zeige, mit dem sich ein sicherer Zugangsschutz bei
der Vernetzung von einzelnen PCs oder LANs ber ISDN realisieren
lt. Zustzlich zum Pawort kann der LAN-Server die Rufnummer des
Teilnehmers abfragen, so da ein Zugang zum Netz nur von vorher
festgelegten Anschlssen bzw. Arbeits-pltzen aus mglich ist.
Im folgenden werden beispielhaft verschiedene PC-
Vernetzungsmglich-keiten im ISDN vorgestellt.











Abb. 3-5




Anbindung externer PCs an LANs
Besonders bei der Verbindung einzelner PCs mit firmeninternen LANs
bietet sich ISDN als Alternative zu herkmmlichen
Datenbermittlungswegen an. Externe PCs, zB. von freien
Mitarbeitern eines Unternehmens, werden durch die Kopplung ber
ISDN zum vollwertigen Netzwerkteilnehmer. Auf diese Weise knnen
sogar Laptops von Auendienstmitarbeitern an die Zentrale
angekoppelt werden. Ebenso ist es mglich, verschiedene externe
PCs eines Unternehmens zu verbinden.





















Abb. 3-6
Ein Beispiel fr die dezentrale Kommunikation zwischen PCs ist der
Kontakt zwischen Herstellern und Lieferanten in der Automobil-
Produktion, wo aufgrund der sogenannten Just-in-TimeLiefersysteme
eine schnelle und reibungslose Kommunikation immer wichtiger wird
(siehe Abb. 3-5).
Verbindung von LANs zu einem WAN (Wide Area Network)
Der Einstieg ins ISDN erffnet Ihnen neue Perspektiven bei der
berregionalen Vernetzung von lokalen Netzwerken. Eine solche
Vernetzung bietet sich zB. an, wenn rumlich verteilte Firmensitze
untereinander verbunden werden sollen (siehe Abb. 3-6). Die
Teilnehmer in den einzelnen LANs knnen dann wie in einem einzigen
Rechnernetz miteinander kommunizieren. So kann zB. ein Rechner im
lokalen Netz A direkt auf einen Fileserver in Netz B zugreifen.
Als Voraussetzung fr die Kopplung zweier LANs ber ISDN mssen
beide lediglich ber das gleiche Betriebssystem (zB. Novell)
verfgen. Die Hard-warearchitektur (Verkabelung, Topologie) kann
durchaus verschieden sein.
Bisher erfolgt die Verbindung von LANs oder PCs in der Regel ber
Daten-direktverbindungen oder ber Datex-P. Mit der Einfhrung des
ISDN bietet sich hier eine Alternative an, die oft preisgnstiger
und schneller ist als die vorgenannten Verbindungsarten. Die
Kostendifferenz ist abhngig von der Entfernung, der zu
bertragenden Datenmenge sowie der Anzahl der
bertragungsvorgnge. So sind Datendirektverbindungen bei groen
Entfernungen sowie Datex-P-Verbindungen bei groen Datenmengen
teurer als vergleichbare ISDN-Verbindungen. Kostenvergleiche
ergeben, da Datex-P-Verbindungen in der Regel dann interessant
sind, wenn die bertragungsgeschwindigkeit eine untergeordnete
Rolle spielt und ber den ganzen Tag verteilt geringe Datenmengen
bermittelt werden. In diesen Fllen bietet das ISDN einen
preisgnstigen Zugang zum Datex-P-Netz.
ISDN-Nebenstellenanlagen und LANs
Bisher werden zur betriebsinternen Kommunikation hufig zwei
unabhngige Systeme betrieben. Die Sprachkommunikation und Dienste
wie Telefax oder Btx werden ber eine Nebenstellenanlage
abgewickelt, die Datenber-tragung zwischen lokalen PCs oder
anderen Rechnern ist ber ein LAN (lokales Netzwerk) realisiert,
das eventuell ber einen Server an das IFSD oder per Modem an das
Fernsprechnetz angeschlossen ist.
Im ISDN besteht nun die Mglichkeit, statt dieser beiden
unabhngigen Systeme eine ISDN-Nebenstellenanlage zu betreiben
(siehe Abb. 3-7). An diese knnen die einzelnen Rechner direkt
angeschlossen werden und ber normale Whlverbindungen miteinander
kommunizieren. Auf diese Weise kann sowohl die interne als auch
die externe Datenkommunikation abgewickelt werden.
Grundstzlich sind Nebenstellenanlagen aufgrund ihrer geringeren
Daten-bertragungsrate kein vollwertiger Ersatz fr lokale
Netzwerke. Es gibt jedoch eine Reihe von Anwendungen, bei denen
durch die Nutzung einer ISDN-Nebenstellenanlage der Aufbau eines
LANs umgangen und somit die Kosten fr ein zweites Kabelnetz
eingespart werden knnen. Dabei handelt es sich in der Regel um
Anwendungen, bei denen nur gelegentlich Daten bermittelt werden,
wie zB.:
*   Nutzung gemeinsamer Gerte wie Drucker oder Scanner sowie
gelegentliche Zugriffe auf Massenspeicher
*   Datenbankabfragen mit geringem Datenvolumen
*   Brokommunikation
*   elektronische Post (Mailbox-Systeme)
Dagegen kann bei Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Daten-
bertragungsgeschwindigkeit auf ein LAN nicht verzichtet werden,
da andernfalls Verbindungsengpsse zu erwarten sind. Hiezu gehren
die folgenden Einsatzgebiete:
*   bertragung groer Datenmengen in kurzer Zeit (zB. CAD-Anwen-
dungen)
*   Schnelle Rechner-Rechner-Kopplungen
*   Hufiges Rundsenden zwischen Netzteilnehmern
*   Netzwerkdateisysteme fr Rechner ohne lokale Massenspeicher
*   Intensiver Programmaustausch ("Downloading")














Abb. 3-7


Zusammenfassend lt sich sagen, da ISDN-Nebenstellenanlagen
immer dann zur Datenbertragung eingesetzt werden knnen, wenn die
Charakte-ristik der Datenkommunikation der des Telefondienstes
nahekommt, d.h. wenn die Verbindungszeiten relativ kurz sind und
die Anzahl der bertra-gungsvorgnge nicht zu hoch ist.
In den folgenden Kapiteln werden einige der in den Teilen 1 bis 3
verwendeten Fachbegriffe nher erlutert. Im Hinblick auf den
nicht fachkundigen Leser wurde Wert darauf gelegt, auch
Detailbeschreibungen mglichst allgemeinverstndlich zu halten.

4.1. Analoge und digitale Signale

Analoge Signale
Die Telekommunikation der letzten 100 Jahre wurde von der analogen
bertragung beherrscht. So basiert zB. auch das herkmmliche
Telefon-System vollstndig auf analogen Signalen. Hier werden die
Sprachsignale durch die Membranbewegungen in einem Mikrofon in
elektrische Schwin-gungen umgewandelt, die ein getreues Abbild der
Schallwellen beschreiben. In diesem Zusammenhang erklrt sich auch
der Ausdruck "analog", der sich mit "entsprechend" oder
"gleichartig" umschreiben lt. Die elektrischen Schwingungen
werden vom Fernsprechnetz bertragen und auf der Empfngerseite
durch die Membranbewegungen in der Hrkapsel wieder in
Schallwellen zurckgewandelt. Dieses klassische
bertragungsprinzip ist denkbar einfach.









Abb. 4-1 Analog bertragene Tne
Es ist fr die Belange der Telefonie konzipiert und optimiert
worden und bietet mit einem Frequenzband von 300 bis 3400 Hz eine
ausreichende Sprachqualitt. Lediglich Fremdberlagerungen wie zB.
Whlgerusche beeintrchtigen zuweilen die Verstndlichkeit.
Fr die bertragung von Daten ist das oben beschriebene
bertragungsver-fahren ungeeignet, da aus der direkten bertragung
lngerer Sequenzen desselben binren Wertes ein nicht zu
vernachlssigender Gleichstromanteil (0 Hz) resultieren wrde, der
von der Telefonleitung nicht bertragen wird.









Abb. 4-2 Datenbertragung im analogen Telefonnetz
Um trotzdem digitale Informationen im analogen Telefonnetz
bermitteln zu knnen, mssen sie auf der Senderseite in analoge
Signale umgewandelt (moduliert) werden. Im einfachsten Fall werden
fr digitale "Einsen" hohe und fr digitale "Nullen" tiefe Tne
erzeugt. Auf Empfngerseite werden die jeweiligen Frequenzen
wieder den digitalen Entsprechungen zugeordnet (demoduliert). Die
Datenbertragungeinrichtungen, die im analogen Telefonnetz
betrieben werden, mssen also technische Vorrichtungen zur
Modulation und Demodulation besitzen. Diese Art der
Datenbertragung erlaubt relativ geringe bertragungsraten bis zu
9.600 bit/s, hinzu kommt eine vergleichsweise hohe Fehlerquote mit
ungefhr einem Fehler auf 1000 gesendeten Bits, die jedoch durch
entsprechende Fehlerkorrekturverfahren aufgefangen werden kann.
Das analoge Telefonnetz wird trotz dieser Nachteile zur
Datenbertragung genutzt, da heutzutage fast jeder ber einen
Telefonanschlu verfgt. So werden neben dem Telefon-Dienst auch
die ffentlichen Telekommunika-tions-Dienste Telefax und
Bildschirmtext im Telefonnetz angeboten.

Digitale Signale
Der Ausdruck "digital" beschreibt die Eigenschaft einer Gre, nur
diskrete, nicht stetig vernderbare Werte annehmen zu knnen. Bei
digitalen Signalen handelt es sich also nicht mehr um elektrische
Schwingungen, sondern um diskrete Spannungswerte. Diese finden
heute vor allem im Zusam-menhang mit Computern ihre Anwendung.
Hier werden digitale Werte durch zwei diskrete, strikt voneinander
unterscheidbare Signale von eindeutig bestimmter Lnge
dargestellt. Diese werden zwischen den verschiedenen internen
logischen Einheiten des Computers (Zentraleinheit, Recheneinheit
und Speicher) oder zwischen dem Computer und Peripheriegerten
(Bild-schirm, Drucker, Festplatte und Diskettenlaufwerk)
ausgetauscht. Auch die Datenfernbertragung, etwa zwischen zwei
Computern, Telex- oder Teletex-Endeinrichtungen, basiert auf
digitalen Signalen. Im Vergleich zur "Kommunikation" innerhalb
eines Computersystems ist hier lediglich mit einem hheren
Kontroll- bzw. Steuerungsaufwand durch Verbindungs-aufbau und -
abbau, erweiterte Kommunikationsprotokolle u.. zu rechnen.
Um in digitalen Netzen auch analoge Informationen bertragen zu
knnen, werden diese zunchst in eine geeignete (digitale) Form
gebracht (digitalisiert). Dazu wird das analoge Signal sehr
schnell hintereinander abgetastet, wodurch sich eine Folge
diskreter Werte ergibt. Die gewonnenen Werte werden binr kodiert,
d.h., sie werden in eine Folge von "Nullen" und "Einsen" berfhrt
(jeder Wert wird durch eine eindeutige Folge dargestellt) und
knnen nun digital bertragen werden. Es ist offensichtlich, da
mit diesem Verfahren auch Sprache bermittelt werden kann. Dazu
wird wie bisher die Sprache in (analoge) elektrische Schwingungen
umgewandelt, die dann nach dem oben beschriebenen Verfahren
digitalisiert und bertragen werden.














Abb. 4-3 Analoges und digitales Signal

Die digitale bertragung ist der analogen bertragung in
verschiedener Hinsicht berlegen. Zum einen ist sie um ein
Vielfaches strungsunempfindlicher als die analoge bertragung, so
da mit digitaler bertragung eine kaum noch mebare Fehlerquote
erreicht wird. Zum anderen knnen bei der digitalen bertragung
Sprache, Daten, Musik und sogar Bilder auf einer einzigen Leitung
gemischt werden (Multiplexing), um eine bestmgliche Auslastung zu
erreichen. Zwar ist es auch im analogen Telefonnetz mglich (mit
Hilfe von Trgerfrequenztechnik), mehrere Gesprche
"bereinanderzulegen", doch ist das Multiplexen mehrerer Signale
auf eine digitale Leitung um ein Vielfaches sicherer und
effizienter.
Ein weiterer Vorteil der digitalen bertragung ist, da sie
wesentlich hhere bertragungsraten erlaubt als die
Datenbertragung in analogen Netzen ber eine entsprechende
Modulation und Demodulation (siehe oben). Je nach Leitungsart sind
bertragungsgeschwindigkeiten bis zu einer Gren-ordnung von
mehreren Gigabit/s (Giga = 1.000.000.000) erreichbar. Damit knnen
die Datenbertragungskosten deutlich gesenkt werden.










Abb. 4-4

4.2. Glasfasertechnik

Whrend das ISDN-Diensteangebot im 64-kbit/s-Betrieb ber
bestehende Kupferleitungen abgewickelt werden kann, setzen
Breitband-Anwendungen bertragungsraten von ber 2 Mbit/s voraus,
die nur mit Hilfe moderner Glasfasertechnik wirtschaftlich
erreicht werden knnen.
Die Glasfasertechnik basiert auf der Eigenschaft des Lichts, am
bergang von einem dichteren zu einem weniger dichten Medium
reflektiert zu werden. Tritt ein Lichtstrahl aus einem Medium mit
niedriger optischer Dichte auf ein Medium mit hherer optischer
Dichte, so wird er vollstndig reflektiert, wenn er den
sogenannten Grenzwinkel der Totalreflexion, der sich aus den
Materialeigenschaften der beiden angrenzenden Medien berechnet,
nicht berschreitet.
Fr Glasfaserkabel werden dnne Fasern aus hochtransparenten
optischen Glsern mit einer Dicke von wenigen tausendstel
Millimetern verwendet. Diese werden zustzlich von einem Mantel
eines Glases mit niedrigerem Brechungsindex umgeben, um die eben
beschriebene Eigenschaft zu gewhrleisten. Ein Lichtstrahl, der
auf die polierte Eingangsflche trifft, wird im Inneren dieser
Glasfaser (auch Lichtwellenleiter) durch Totalreflexion
weitergeleitet. Er folgt mglichen Biegungen und tritt am Ende
wieder aus. Die folgende Graphik verdeutlicht diesen Vorgang.







Abb. 4-5 Totalreflexion im Lichtwellenleiter
Mit Lichtwellenleitern ist es mglich, sowohl analoge Signale (zB.
Sprache im Telefonbetrieb) als auch digitale Signale (zB. bei der
Datenbertragung) als Lichtschwankungen bzw. Lichtimpulse zu
bertragen. Dazu mssen die elektrischen Signale auf Senderseite
durch eine elektrooptische Wand-lungseinrichtung in die
entsprechenden "Lichtinformationen" umgewandelt und auf
Empfngerseite durch eine optoelektrische Wandlungseinrichtung
wieder in ihre ursprngliche Form gebracht werden.
Glasfasern bieten im Vergleich zu den herkmmlichen
Kupferleitungen eine Vielzahl von Vorteilen. So treten bei der
Glasfaser im Gegensatz zur Kupferleitung nahezu keine
Dmpfungsprobleme auf. Das bedeutet, da Lichtsignale ber
wesentlich grere Entfernungen bertragen werden knnen, ohne
"aufgefrischt" zu werden. Auerdem kann mit Hilfe der
Glasfasertechnik die bisher verfgbare Bandbreite auf ein
Vielfaches gesteigert werden. Gleiches gilt fr die
bertragungsrate. Es werden bereits bertragungssysteme
eingesetzt, die bis zu 2,5 Gbit/s bertragen.
4.3. Das OSI-Schichtenmodell

Wenn heute im Zusammenhang mit Telekommunikation von
Schnittstellen, Protokollen und Standards die Rede ist, dann
beziehen sich diese auf das OSI-Schichtenmodell der
Internationalen Organisation fr Standardisierung (ISO) bzw. auf
die nahezu wortgleiche Empfehlung X.200 des CCITT.
Dieses OSI-Schichtenmodell spezifiziert eine universell
einsetzbare logische Struktur, die alle Anforderungen an die
Datenkommunikation zwischen sogenannten offenen Systemen umfat.
Diese logische Struktur dient als Referenz bei der Entwicklung
neuer Datenbertragungsdienstleistungen sowie bei der Definition
der entsprechenden Protokolle. Auch existierende Protokolle werden
heute im Hinblick auf dieses Modell interpretiert.
Das Schichtenmodell beruht auf der Partitionierung (Zerlegung). Es
ist dies eine gngige Methode, strukturierte Lsungen komplexer
Probleme zu erreichen. Bei der Partitionierung des Problems der
Datenbertragung - wie natrlich auch bei der Partitionierung
jedes anderen komplexen Problems - sind unter anderem die
folgenden allgemeinen Richtlinien zu beachten:
*   Die Anzahl der Partitionen sollte nicht so gro sein, da der
Gesamt-berblick verlorengeht
*   Einander hnliche Funktionen sollten in der gleichen
Partition, unabhngige Funktionen nach Mglichkeit in
verschiedenen Partitionen behandelt werden
*   Darber hinaus sollte die Partitionierung hinreichend flexibel
sein, um weitgehende Implementationsfreiheit zu gewhrleisten
Auf die Datenbertragung zwischen offenen Systemen angewendet
fhrte eine Partitionierung unter oben genannten Richtlinien zur
Definition der folgenden sieben Partitionen (Schichten).










Abb. 4-6 Das OSI-Schichtenmodell

Die transportorientierten Schichten 1 bis 3 werden normalerweise
von den ffentlichen Datenbertragungs-Diensten zur Verfgung
gestellt und fallen dann in die Zustndigkeit der ffentlichen
Fernmeldeverwaltungen. Die Schichten 4 bis 7 unterliegen der
Zustndigkeit der jeweiligen Anwendun-gen und werden daher als
"anwendungsorientiert" bezeichnet.
Die einzelnen Schichten
Die physikalische Schicht (Physical Layer) befat sich damit, wie
rohe Bits ber den Kommunikationskanal bertragen werden sollen.
Es mu gewhrleistet sein, da eine gesendete 1 auf Empfangsseite
auch als 1 und nicht als 0 empfangen wird. Typische Fragen, die
sich in diesem Zusammenhang stellen, sind:
*   Welche Spannung reprsentiert eine 1, welche eine 0?
*   Wie wird die initiale Verbindung aufgebaut und wie wird die
Verbin-dung am Ende der bertragung abgebrochen?
*   Wieviele Pins (Kontaktanschlsse/-stifte) hat der
Netzabschlustecker und welche Funktionen haben die einzelnen
Pins?
Die Leitungsschicht (Data Link Layer) baut auf der physikalischen
Schicht auf und arbeitet der Vermittlungsschicht zu, indem sie
mgliche bertragungs-fehler erkennt und korrigiert. Dies wird
erreicht, indem auf der Senderseite die Daten zu sogenannten
Rahmen (Frames) von typischerweise einigen hundert Bits
zusammengefat werden. Diese Frames werden sequentiell bertragen
und vom Empfnger durch sogenannte Acknowledgement Frames
quittiert. Da eine Strung auf der Leitung einen Data Frame
vollstndig zerstren kann, mu die Data-Link-Layer-Software in
der Lage sein, dies zu erkennen, um die entsprechenden Daten
erneut zu bertragen. Durch die mehrfache bertragung ein und
desselben Frames entsteht jedoch zwangslufig die Problematik
doppelt bertragener Frames. So knnte zB. ein Frame doppelt
bertragen werden, wenn ein Acknowledgement Frame des Empfngers
auf seinem Weg zurck zum Sender einer Strung zum Opfer fllt.
Die Leitungsschicht befat sich mit der Problematik zerstrter,
verlorengegangener oder doppelter Frames.
Die Netzwerkschicht (Network Layer) kontrolliert die Arbeitsweise
des Netzes. Eine ihrer Aufgaben ist das sogenannte Routing, das
den Weg der Daten vom Sender zum Empfnger festlegt. Diese Routen
knnen statisch in Tabellen festgehalten sein, sie knnen jedoch
genauso dynamisch fr jede Verbindung (evtl. sogar fr jedes
einzelne Daten-Paket) neu ermittelt werden. Eine Problematik, die
sich im Zusammenhang mit dem Routing ergibt, ist die Kontrolle von
berlastungen, die auch in der Zustndigkeit der Netzwerkschicht
liegt.
Die Transportschicht (Transport Layer) sorgt fr einen
transparenten Daten-Transfer zwischen Kommunikations-
Steuerungseinheiten. Eine der Hauptaufgaben der Transportschicht
ist es, die vorhandenen Betriebsmittel entsprechend dem Charakter
der Datenbertragung zu optimieren. Des weiteren entlastet sie den
Benutzer von der Aufgabe, sich um Details der Datenbertragung zu
kmmern. Im Gegensatz zu den darunterliegenden Schichten, deren
Aufgabe im Bereich der bertragung zwischen zwei unmittelbar
benachbarten Netzknoten liegt, bietet die Transportschicht eine
echte Ende-zu-Ende-bertragung.
Die Sitzungsschicht (Session Layer) koordiniert die Zusammenarbeit
zwischen den verschiedenen miteinander kommunizierenden
Anwenderpro-zessen. So mu zB. im Zusammenhang mit einigen
Protokollen gewhr- leistet sein, da beide Seiten nicht im selben
Moment die gleiche Operation ausfhren. Die Aufgabe der
Sitzungsschicht ist hier, ber einen entsprechenden Mechanismus
die Aktivitten beider Seiten zu kontrollieren.
Whrend alle bisher angesprochenen Schichten nur an einer
mglichst zu-verlssigen bermittlung von Bits vom Sender zum
Empfnger interessiert sind, befat sich die Darstellungsschicht
(Presentation Layer) mit der Syntax und Semantik der zu
bertragenden Information. Die meisten Anwendungs-programme
tauschen nicht einfach zufllige Bitfolgen, sondern zB. Namen oder
Geldbetrge aus. Diese werden in Form entsprechender Datentypen
und -strukturen reprsentiert. Die Aufgabe der Darstellungsschicht
ist es, mit diesen abstrakten Datenstrukturen die im jeweiligen
Computer verwendete Darstellungsform in eine netzinterne
Reprsentation zu berfhren. Sie bietet dem Benutzer eine
Vielzahl gngiger Protokolle. Dazu gehren unter anderem:
*   Protokolle zum Versenden von Dateien (Dateitransfer) und
*   Protokolle zum Versenden und Ausfhren von Auftrgen auf
anderen Anlagen (Jobtransfer).
Darber hinaus stellt diese Schicht ein virtuelles Terminal zur
Verfgung.
Die Anwendungsschicht (Application Layer) ist die oberste Schicht
im Modell und hat keine Grenze zu hheren Schichten. In ihr
befinden sich alle Anwendungsprozesse, wie zB. Benutzerprogramme,
Datenbanksysteme oder im Dialog arbeitende Benutzer.
Datenbertragung im OSI-Modell
Der Zugriff auf die Datenbertragung von Anwendungsprogrammen aus
kann ausschlielich ber die Anwendungsschicht stattfinden. Wenn
ein Proze also Daten bermitteln will, bergibt er diese der
Anwendungs-schicht, die die Daten um fr ihren Aufgabenbereich
relevante Informationen ergnzt und an die Darstellungsschicht
weitergibt. Die Darstellungsschicht wird die Daten gegebenenfalls
in der einen oder anderen Hinsicht modifizieren und sie - wiederum
mit der fr sie relevanten Information versehen - an die
Sitzungsschicht weiterleiten. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis
die Daten die physikalische Schicht erreicht haben und als
Bitfolge an den Empfnger bertragen werden.











Abb. 4-7 Anwendung des OSI-Schichtenmodells bei der
Datenbertragung

Auf der Empfngerseite nehmen die Daten jetzt genau den
umgekehrten Weg von der physikalischen Schicht hinauf zur
Anwendungsschicht. Dabei werden in jeder Schicht die auf
Senderseite in der korrespondierenden Schicht hinzugefgten
Informationen entfernt und entsprechend interpretiert, bis sie in
ihrer ursprnglichen Bedeutung den empfangenden Proze erreichen.
Eine Tatsache, die im gerade beschriebenen Ablauf vernachlssigt
wurde, ist, da der Kommunikationsweg zwischen Sender und
Empfnger in der Regel nicht aus einer durchgehenden Leitung,
sondern aus ber entsprechende Vermittlungsstellen miteinander
verbundenen Leitungsabschnitten besteht. Die Daten werden von
jedem dieser Netzknoten jedoch nicht einfach weitergereicht,
sondern sie durchlaufen wie auf Sender- und Empfngerseite die
OSI-Hierarchie - allerdings nur die fr den Netzbetrieb relevanten
Schichten bis zur hchsten netzorientierten Schicht, der
Netzwerkschicht. Abb. 4-7 veranschaulicht den beschriebenen
Ablauf.
4.4. Die Schnittstelle Common-ISDN-API

Wie bereits in Teil 3 ausfhrlich beschrieben, nimmt der
Personalcomputer als multifunktionales Endgert im ISDN eine
durchaus herausragende Stellung ein. Dank einer "offenen
Architektur" lt er sich mit Hilfe geeigneter Steckkarten an das
ISDN anschalten. Dazu ist grundstzlich nur die physikalische
Anpassung des PCinternen Bussystems an die Anforderungen der S/T-
Schnittstelle des ISDN sowie die logische Anpassung an das
Betriebs-system des PCs erforderlich.
Eine derartige Ergnzung des PCs mit ISDN-PC-Karten erffnet die
uneingeschrnkte Nutzung des ISDN-Kommunikationsangebots - der PC
avanciert zum multi-funktionalen Endgert. Mit geeigneter Software
ist sowohl die Nutzung der im ISDN angebotenen Dienste als auch
eine dienstunabhngige Datenbertragung mglich. Doch gerade im
Zusammenhang mit der Software zeigte sich bisher das Manko, da
man mit einer bestimmten ISDN-PC-Karte auch an deren spezifische
Kommunikations-Software gebunden war.
Inzwischen haben sich Hersteller von ISDN-PC-Karten der
beschriebenen Problematik angenommen. Sie haben 1989 in
Deutschland den Hersteller-Arbeitskreis ISDN-PC gegrndet, in dem
ein gemeinsamer Schnittstellen-standard, das Common-ISDN-API (fr
Common-ISDN Application- Program-Interface), entwickelt wurde. Es
ist zu erwarten, da sich dieser oder ein von ihm abgeleiteter
Standard in Europa durchsetzen wird.
Beim Common-ISDN-API handelt es sich um ein standardisiertes
Software-Interface zwischen Kommunikations- und Protokoll-
Software. Es ermglicht einer Anwendung den einfachen Zugriff auf
ISDN-PC-Karten. Dabei sind Anwendungen, die dieses Interface
benutzen, von zuknftigen Erweiterun-gen oder nderungen der
Hardware nicht betroffen. Zuknftige Erweiterun-gen sind unter
Erhaltung der Kompatibilitt zur vorhandenen Softwarebasis
mglich. Damit knnen auch hhere Protokolle und spezifische ISDN-
Applikationen ber eine definierte einheitliche Schnittstelle, die
von verschiedenen Herstellern von ISDN-PC-Karten untersttzt wird,
an das ISDN "angebunden" werden.
Mit dem Common-ISDN-API wird eine Vielzahl von wichtigen
Leistungs-merkmalen abgedeckt:
*   Untersttzung der sogenannten Basic-Call-Merkmale wie zB.
Verbin-dungsaufbau und -abbau und Anzeige der ISDN-Rufnummer des
Anrufers
*   Untersttzung mehrerer B-Kanle fr Sprach- und/oder
Datenverbin-dungen
*   Untersttzung mehrerer logischer Kanle fr Datenverbindungen
innerhalb einer physikalischen Verbindung
*   Selektionsmglichkeit fr verschiedene Dienste und Protokolle
beim Verbindungsaufbau und beim ankommenden Ruf
*   Transparente Schnittstelle fr Protokolle oberhalb der
Netzwerkschicht (siehe Kapitel 4.3.)
*   Untersttzung eines oder mehrerer S/T-Bus-Anschlsse auf einem
oder mehreren ISDN-Adaptern
*   Betriebssystemneutraler Ansatz fr verschiedene
Betriebssysteme
*   Asynchroner Datenaustausch-Mechanismus (hoher Durchsatz)
*   Definierter Mechanismus fr herstellerspezifische
Erweiterungen
*   Einfache Realisierung bei der Applikation und auf dem
Controller
























Abb. 4-8 Lokalisation der Common-ISDN-API

Das Common-ISDN-API stellt logisch gesehen die Verbindung zwischen
beliebig vielen Kommunikationsprogrammen und beliebig vielen ISDN-
Controllern ber eine einheitliche Schnittstelle zur Verfgung.
Damit ist eine beliebige Kombination von Applikationen und
Controllern mglich. Sowohl die Nutzung einer Applikation mit
verschiedenen Controllern als auch verschiedener Applikationen auf
einem einzelnen Controller wird, wie aus der Graphik Abb. 4-9
hervorgeht, ber das Common-ISDN-API mglich.














Abb. 4-9 Die Common-ISDN-API als Verbindung zwischen beliebig
vielen ISDN-Applikationen und beliebig vielen ISDN-PC-Karten
Der Nutzen fr den Anwender ist offensichtlich. Er kann seine
ISDN-PC-Anwendungen nahezu unabhngig von der ihm zur Verfgung
stehenden ISDN-PC-Karte whlen oder wechseln und ist dabei auch
auf lange Sicht von hardware- und protokollseitigen nderungen
nicht betroffen. Er kann also seine Kommunikations-Software rein
nach anwendungs- bzw. softwarespezifischen Kriterien auswhlen und
hat darber hinaus eine entscheidende Sicherheit fr deren
Betrieb. Umgekehrt hat er die Mglichkeit, auf eine andere ISDN-
PC-Karte "umzusteigen", ohne die vorhandene ISDN-Kommunikations-
Software austauschen zu mssen.
Das Common-ISDN-API ist inzwischen in Version 1.1, Profil A,
verabschiedet und in dieser Fassung in einigen Lndern Standard.
Darber hinaus sind Aktivitten bei CCITT und ETSI begonnen
worden, einen vergleichbaren internationalen Standard verfgbar zu
machen. Ein Ergebnis kann allerdings frhestens Ende 1992 erwartet
werden.

4.5. Die Schnittstelle APPLI/COM

Mit der zunehmenden Bedeutung der Textkommunikations-Dienste in
der Brokommunikation bieten sich bereits heute vielfltige
Mglichkeiten, Geschftspost elektronisch zu versenden. Bei den
Firmen, die Computer-systeme einsetzen, wchst der Bedarf, einmal
gewonnene Informationen wie Bestellungen, Auftragsbesttigungen,
Rechnungen, Produktinformationen aus Datenbanken, Lager- oder
Finanzbuchhaltungen oder vergleichbaren Anwendungen ohne
zustzlichen Aufwand schnell, sicher und kostengnstig zu
versenden.
Darber hinaus ist es wnschenswert, eingegangene Informationen
mit Hilfe lokaler Software weiterzuverarbeiten, etwa um aus einer
Bestellung direkt eine Auftragsbesttigung zu generieren, ohne den
gesamten Bestelltext noch einmal erfassen zu mssen.
Um diesen Anforderungen entgegenzukommen, ist die
Telekommunikations-Schnittstelle APPLI/COM (fr
"Application/Communication") definiert worden. Diese legt fest,
wie Anwendungsprogramme an Kommunikationsein- richtungen fr
Telefax, Teletex und Telex angebunden werden knnen, so da Texte
und Daten unmittelbar aus einer Anwendung heraus versendet und
empfangen werden knnen. Auch bei diesem Standard ist zu erwarten,
da er sich in Europa durchsetzen wird.
Die APPLI/COM ist zwischen Anwendungs- und Kommunikations-Software
angesiedelt und von daher in erster Linie fr den Programmierer
von Bedeutung. Da jedoch ein mit der APPLI/COM ausgestattetes
Anwendungs-programm Kommunikationsfhigkeit und
Kommunikationskompatibilitt garantiert, profitiert letztlich auch
der Anwender.
Zwar wurden bisher schon kommunikationsfhige Anwendungen auf dem
Software-Markt angeboten, doch waren diese lediglich
herstellerspezifisch und nur mit unverhltnismig hohem Zeit- und
Kostenaufwand auf andere Kommunikationssysteme bertragbar. Es ist
verstndlich, da vor diesem Hintergrund Softwarehuser erst bei
ausreichender Nachfrage bereit waren, ihre Produkte mit einer
Kommunikations-Schnittstelle auszustatten.













Abb. 4-10
Mit der APPLI/COM ist nun eine Schnittstelle geschaffen worden,
die
*   sich mit geringem Aufwand realisieren lt,
*   von Programmiersprache, Betriebssystem und Kommunikations-
Hard-ware unabhngig ist,
*   Spielraum fr Funktionserweiterungen bietet,
*   vom Kommunikations-Dienst unabhngig ist,
*   einen Ausbau zur Kommandoschnittstelle ermglicht sowie
*   lnderunabhngig ist und daher Chancen hat, auch in anderen
Lndern eingesetzt zu werden.
Damit knnen Softwarehersteller ihre Programme kommunikationsfhig
machen, indem sie die APPLI/COM in ihre Anwendungen integrieren.
Dabei ist der Aufwand fr diesen "Eingriff" vergleichsweise
gering, da keine Detailkenntnisse ber die Telekommunikations-
Dienste erforderlich sind. Es ist offensichtlich, da sich die
Attraktivitt eines Anwendungsprogramms durch seine neu erworbene
Telekommunikationsfhigkeit erhht.
Auch der Nutzen fr den Anwender ist offensichtlich. Durch den neu
ge-schaffenen Standard werden immer mehr Anwendungen die
unmittelbare Nutzung eines oder mehrerer Telekommunikations-
Dienste ermglichen. Whrend bisher die mit einem Programm
erfaten Texte oder Daten zu-nchst ausgedruckt und dann per
Briefpost versendet werden muten, knnen diese nun unmittelbar
aus der entsprechenden Anwendung ber Tele- fax, Teletex oder
Telex versendet werden.
Doch nicht nur der Versand von Nachrichten kann auf diese Weise
denkbar einfach abgewickelt werden, auch deren Empfang wird
erleichtert. Eingegangene Texte oder Daten knnen mit einer
APPLI/COM-fhigen Anwendung unmittelbar aus dem Empfangsspeicher
der Kommunikations-Hardware ausgelesen werden.
Bisher war es notwendig, zunchst die Kommunikations-Software zu
starten, um die gewnschten Informationen in den Lokalspeicher zu
bernehmen, wobei natrlich das besagte Anwendungsprogramm
verlassen werden mute.























Abb. 4-11 Dokumentenversand mit und ohne APPLI/COM
Nun ist es mglich, Texte oder Daten direkt in eine Anwendung zu
bernehmen, dort zu sichten, gegebenenfalls zu korrigieren oder zu
ergnzen und - falls erwnscht - weiterzuversenden.
Das folgende Beispiel soll verdeutlichen, wie einfach sich die
Kommuni  kation mit einer APPLI/COM-fhigen Anwendung gestalten
lt.
Frau Mller, Sachbearbeiterin im Einkauf einer Motorenfabrik, hat
mit ihrem neuen APPLI/COM-fhigen Auftragsprogramm fnf
Bestellungen und zehn Anfragen fr dringend bentigte Motorenteile
geschrieben. Statt diese wie bisher auszudrucken und dann per
Briefpost oder mit dem firmeneigenen Telefax-Kompaktgert zu
versenden, erstellt sie nun eine Rundsendeliste aller Adressaten,
in der sie Rufnummer, Dokumentenname und den jeweils zu whlenden
Kommunikations-Dienst eintrgt. Noch ein letzter Tastendruck und
alle fnfzehn Dokumente werden per Telefax, Teletex oder Telex an
ihre Empfnger bermittelt.
In einer anderen Firma arbeitet Herr Maier gerade mit seiner
APPLI/COM-fhigen Software fr Angebotserstellung, als die
Kontrollampe seiner Teletex-Kommunikationsanlage ihm den Eingang
eines Dokumentes signalisiert. Durch Anwahl der entsprechenden
Funktion kann er dieses Dokument - die Angebotsanfrage der
Motorenfabrik - unmittelbar in seine Anwendung bernehmen und
sichten. Da seine Firma die gewnschten Motorenteile in
ausreichender Menge liefern kann, schreibt Herr Maier postwendend
das entsprechende Angebot und versendet es unmittelbar aus seiner
Anwendung heraus.
Das Interesse vieler Softwarehuser an der APPLI/COM verdeutlicht
den Trend, die Textkommunikation aus der Kommunikations-Software
direkt in die Anwendungsprogramme zu verlagern, um auf diesem Wege
Zeit, Geld und berflssige Arbeitsschritte einzusparen. So wird
heute bereits eine Vielzahl von Softwareprodukten angeboten, die
mit der APPLI/COM-Schnittstelle ausgestattet sind

APPLI/COM
Schnittstelle zwischen Kommunikations-Software und Anwendungspro-
grammen fr die Dienste Telefax, Teletex und Telex. Ermglicht die
Steue-rung von Sende- und Empfangsvorgngen unmittelbar aus einer
Anwen- dung heraus.
Bandbreite
Ma fr die Leistungsfhigkeit eines Datenbertragungsweges, wird
als Frequenzbereich oder in bit/s angegeben.
Basisanschlu
Eine der beiden fr das ISDN definierten Anschluarten. Der
Basisanschlu besteht aus zwei B-Kanlen und einem D-Kanal (2 B +
D), d.h. zwei Nutzkanle zu 64 kbit/s und einem D-Kanal zu 16
kbit/s; er hat also eine bertragungskapazitt von 144 kbit/s in
beiden Richtungen. Beide Kanle des Basisanschlusses knnen
gleichzeitig fr die Inanspruchnahme verschiedener Dienste zum
selben Partner oder zu verschiedenen Partnern verwendet werden.
Darber hinaus knnen gleichzeitig noch weitere (paketorientierte)
Nutzdaten ber den D-Kanal bertragen werden. Der groe Vorteil
dieses Verfahrens besteht darin, da man das existierende
Teilnehmer-Anschlu-Leitungsnetz (Kupferadernpaare) ohne nderung
verwenden kann.
Basiskanal (B-Kanal)
ISDN-bertragungskanal mit einer Kapazitt von 64 kbit/s (=>
Basis-anschlu).
Bildschirmtext (Btx)
Informations- und Kommunikations-Dienst, mit dem gespeicherte
Informa-tionen von privaten und ffentlichen Anbietern abgerufen
werden knnen. Btx kann ber das herkmmliche Fernsprechnetz und
ber das ISDN genutzt werden.
Bildtelefon
Neuer Telekommunikations-Dienst. Vereinigt die bertragung von
Sprache und bewegtem Bild in einem Dienst.
Binrcode
Darstellung von Informationen als Folge zweier verschiedener
Werte. => Bit.
Bit
Kleinste Einheit fr Daten in binrer Zahlendarstellung. Ein Bit
kann zwei Zustnde annehmen, die meist mit "Null" oder "Eins"
bezeichnet werden.
Breitband-ISDN
Weiterentwicklung des ISDN auf Basis der Glasfasertechnologie mit
hheren bertragungsraten und erweitertem Diensteangebot.
Bridge
Verbindung zwischen zwei gleichartigen lokalen Netzwerken.
Btx
Abkrzung fr => Bildschirmtext
Bus
Sammelleitung zur Datenbertragung, zwischen mehreren
Funktionseinhei-ten. => ISDN-S/T-Bus.
CCITT
"Comit Consultatif International Tlgraphique et Tlphonique".
Beraten-der internationaler Ausschu fr das Fernmeldewesen,
dessen Empfehlungen weltweit als Standards akzeptiert werden.
CIT
Abkrzung fr "Computer Integrated Telephony" und bedeutet
Computer-integriertes Telefonieren.
Common-ISDN-API
Standardisiertes Software-Interface zwischen ISDN-Kommunikations-
und Protokoll-Software fr einen einfachen, hardwareunabhngigen
Zugriff auf ISDN-PC-Karten.

Datex-P
Netz fr => paketorientierte Datenbermittlung.
Digital
Prinzip der Darstellung von Zeichen durch abzhlbare Gren - in
erster Linie Ziffern (digit = Ziffer).
Digitalisieren
Umsetzen von beliebigen (analogen) Werten in diskrete Werte.
Erforderlich bei der Verarbeitung von analogen Signalen wie
Sprache, Ton und Bild im Zusammenhang mit Computern.
D-Kanal
Steuerkanal bei Basis- und Primrmultiplexanschlu; =>
Basisanschlu.
Emulation
Nachahmung der Befehle eines Rechners und ihrer Durchfhrung auf
einem anderen Rechner durch Mikroprogrammierung.
Endgerteadapter
=> Terminaladapter.
ETSI
"European Telecommunications Standards Institute"; Europisches
Institut fr Telekommunikationsstandards.
Frame
"Rahmen"; in der Datenbertragung Bezeichnung fr eine
bertragungs-einheit.
Frequenzband
=> Bandbreite
Gateway
Verbindungseinrichtung zwischen zwei unterschiedlichen lokalen
Netzwer-ken.
Glasfaser
=> Lichtwellenleiter
IFSD
"Integriertes Fernschreib- und Datennetz" fr Text- und
Datenbertragung (u.a. Telex, Teletex, Datex-L).
Integration
Im ISDN: Vereinigung aller Dienste in einem einzigen Netz mit
einem einheitlichen Netzabschlu.
Interface
Englische Bezeichnung fr => Schnittstelle.
ISDN
"Integrated Services Digital Network"; dienste-integrierendes
digitales Telekommunikationsnetz.
ISDN-S/T-Bus
Passiver => Bus zwischen Netzabschlu und ISDN-Steckdosen, der es
erlaubt, bis zu acht Endgerte gleichzeitig betriebsbereit zu
halten.
ISO
"International Standardization Organization"; Dachorganisation von
ber 50 nationalen Normungsausschssen mit der Aufgabe,
Normenvorschlge einzelner Lnder abzustimmen und zu
vereinheitlichen.
Jobtransfer
Versenden und Ausfhren von Auftrgen (Jobs) auf anderen
Datenverarbei-tungsanlagen.
Kommandoschnittstelle
Schnittstelle zwischen Betriebssystem und Benutzer (auch
Kommandosprache genannt).

Kommunikationsprotokoll
=> Protokoll
Kompatibilitt
Eigenschaft voneinander verschiedener Hardware- oder
Softwarekompo-nenten, die ohne Anpassung gegeneinander
ausgetauscht oder zu einem System zusammengesetzt werden knnen.
LAN
"Local Area Network"; Bezeichnung fr nicht
grundstcksberschreitende, lokale Netzwerke.
Leitungsvermittelte Datenbermittlung
Jeder Verbindung wird whrend ihrer gesamten Dauer ein eigener
Kanal zur Verfgung gestellt, unabhngig davon, ob tatschlich
Daten bertragen werden oder nicht. Die beiden kommunizierenden
Anschlsse mssen dabei mit der gleichen =>
bertragungsgeschwindigkeit und dem gleichen => Protokoll
arbeiten. Gegensatz: => paketorientierte Datenbermittlung.
Lichtwellenleiter
bertragungsmedium aus hochtransparenten Glasfasern, das zur
bermit-tlung sowohl analoger als auch digitaler Informationen mit
Hilfe von Licht eingesetzt wird.
Modem
Kurzwort aus "Modulator/Demodulator". Einrichtung zur
Datenbertragung ber das Fernsprechnetz.
Modulation
Vernderung der Merkmale elektrischer Signale, zB. Umwandlung
digitaler Informationen in analoge Signale.
Multifunktionales Endgert
Bezeichnung fr Endgerte, mit denen mehrere Dienste genutzt
werden knnen (zB. PCs).
Multiplexing
Verfahren, bei dem die Signale mehrerer Eingangsleitungen (bzw.
Gerte) auf eine Ausgangsleitung gelegt werden. Umkehrung des
Vorganges durch Demultiplexing.
Netzabschlu
Genormte ISDN-Netzzugnge mit den Schnittstellen S/T beim Basisan-
schlu und T beim Primrmultiplexanschlu.
OSI-Schichtenmodell
"Open Systems Interconnection". Modell mit 7 Hierarchiestufen fr
die Beschreibung offener Kommunikation zwischen
Datenendeinrichtungen, entworfen von der ISO.
Paketorientierte Datenbermittlung
Die zu bertragenden Informationen werden in Pakete unterteilt und
als solche zum Empfnger bertragen. Die beiden kommunizierenden
Anschlsse mssen dabei nicht mit der gleichen
bertragungsgeschwindigkeit arbeiten. In einem gewissen Umfang
kann vom Netz auch eine Protokollwandlung durchgefhrt werden. In
den Pausen zwischen den Datenpaketen steht die
bertragungskapazitt anderen Bentzern zur Verfgung. Gegensatz:
=> leitungsvermittelte Datenbermittlung.
Primrmultiplexanschlu
Fr den Anschlu grerer Nebenstellenanlagen gibt es neben dem
Basis-anschlu noch den Primrmultiplexanschlu. Er besteht aus 30
B-Kanlen und einem D-Kanal zu je 64 kbit/s. Die Verwendung der B-
Kanle entspricht jener beim => Basisanschlu.
Protokoll
Vereinbarung ber die Vorgnge bei der Datenbertragung.
Protokolle sind Grundlage fr einen reibungslosen Austausch von
Daten. Sie legen u.a. Schnittstellen fest.

Rahmenbildung
Unterteilung von zu bertragenden Informationen in Einheiten
(Rahmen) mit eindeutig bestimmtem Anfang und Ende. Nur mit
derartigen Einheiten ist eine effiziente Fehlererkennung und -
beseitigung mglich. So mssen bei einer Fehlbertragung lediglich
die betroffenen Rahmen noch einmal bermittelt werden.
Schnittstelle
Bezeichnung fr eine definierte bergangsstelle zwischen Gerten,
Pro-grammen oder einzelnen Bereichen der Datenverarbeitung. Eine
Standar-disierung dieser Schnittstellen ist eine wesentliche
Voraussetzung fr die reibungslose Interaktion der einzelnen
Komponenten.
Server
Rechner, der in einem Netzwerk fr mehrere Teilnehmer
zentralisierte Auf-gaben bernimmt, wie zB. Senden, Empfangen oder
Speichern von Daten.
Steuerkanal (D-Kanal)
Kanal zur bertragung von Verbindungs-Steuerungsinformationen wie
Art des benutzten Dienstes oder Rufnummer des
Kommunikationspartners. Zustzliche bertragung von
paketorientierten Daten. Kapazitt 16 kbit/s beim => Basisanschlu
und 64 kbit/s beim => Primrmultiplexanschlu.
S/T-Bezugspunkt
Der S/T-Bezugspunkt stellt den bergabepunkt zwischen Netz und
Teil-nehmereinrichtungen beim Basisanschlu dar. Diese
Schnittstelle ist international genormt.
S/T-Schnittstelle
=> S/T-Bezugspunkt.
T-Schnittstelle
Schnittstelle des => Primrmultiplexanschlusses.

Telebox
Elektronisches Mailbox-System mit Mitteilungs-, Ablage- und
Texteditier-funktionen. Erreichbar von Fernsprechnetz und ISDN.
Telefax
Fernkopier-Dienst zum originalgetreuen bermitteln beliebiger
Vorlagen, wird im herkmmlichen Fernsprechnetz und im ISDN
angeboten.
Telematik
Zusammengesetzter Begriff aus Telekommunikation und Informatik,
der das Zusammenwachsen dieser Bereiche zum Ausdruck bringt.
Terminaladapter (TA)
Endgerteanpassung zum Anschlu nicht ISDN-fhiger Endgerte an
das ISDN.
Trgerfrequenztechnik
In der Fernmeldetechnik verwendetes Verfahren zur gleichzeitigen
bertra-gung mehrerer Gesprche ber eine einzige Leitung.
bertragungsgeschwindigkeit
gleichbedeutend mit => bertragungsrate.
bertragungsrate
Ma fr die ber eine Verbindung bermittelbare Informationsmenge
pro Zeiteinheit. Im ISDN B-Kanal 64 kbit/s (64.000 bit/s).
V.24-Schnittstelle
Schnittstellenbeschreibung zur seriellen Datenbertragung zB. bei
Personalcomputern, auch COM-Schnittstelle genannt.
Vermittlungsstelle
Knotenpunkte im Fernsprechnetz bzw. ISDN, Unterscheidung zwischen
Fern- und Ortsvermittlungsstellen.

WAN
"Wide Area Network". Bezeichnung fr berregionale Netzwerke.
X.21
Schnittstelle zwischen Datenendeinrichtung und
Datenbertragungseinrich-tung fr die synchrone Datenbertragung
in ffentlichen Datennetzen (zB. Datex-L).
X.21 bis
Schnittstelle zwischen Datenendeinrichtungen mit => V.24-
Schnittstelle und Datenbertragungseinrichtung fr die synchrone
Datenbertragung in ffentlichen Datennetzen.
X.25
Schnittstelle zwischen Datenendeinrichtung und
Datenbertragungseinrich-tung fr die paketvermittelte
Datenbertragung in ffentlichen Netzen (Datex-P).
X.200
Empfehlung der CCITT fr einen standardisierten Datenaustausch.
Nahezu wortgleich mit dem OSI-Schichtenmodell der Internationalen
Organisation fr Standardisierung (ISO).
X.400
CCITT-Empfehlung fr elektronische Kommunikation. Nach diesem
weltweit empfohlenen Standard bietet die Radio Austria AG das
Meldungsvermitt-lungssystem ADA 400 (Administration Management
Domain Austria) an.
Zusatzdienste
Im Gegensatz zum Dienst knnen Zusatzdienste nur in Verbindung mit
einem Dienst dem Benutzer angeboten werden. Sie untersttzen oder
ergnzen einen Dienst.


5.2. Beratungs- und Informationsstellen

Fernmelde-Beratung
Erdberger Lnde 36-48
A 1031  Wien
Telefon (0222) 711 07 / 1010

Telecom Service der Postdirektion Wien
Nordbergstrae 15
A 1091 Wien
Telefon (0222) 313 13 / 6660
Telefax (0222) 313 13 / 6663

Radio Austria Communications
Kundenberatung
Wiedner Hauptstrae 73
Postfach 60
A 1042  Wien
Telefon (0222) 501 45 / 325, 316
Telefax (0222) 502 60

Fernmeldetechnisches Zentralamt
Referat Fernsprech-Vermittlungstechnik
Fernmeldeverwaltungsgebude
Arsenal Objekt 22
Postfach 111
A 1103 Wien
Telefon (0222) 797 11 / 3385, 3395
Telefax (0222) 797 11 / 3003

Das Fernmeldetechnische Zentralamt ist fr Fragen im Zusammenhang
mit der Zulassung von ISDN-Endgerten zustndig
In den folgenden Abschnitten wird versucht, Ihnen einen berblick
ber ISDN-Endgerte und ISDN-Anwendungen anhand von
Herstellerbeitrgen zu geben.
ber die in den einzelnen Beitrgen enthaltenen Angaben kann vom
Herausgeber keine Verantwortung hinsichtlich der Richtigkeit,
Vollstndigkeit und Funktionalitt bernommen werden.
Nhere Details ber ISDN-Endgerte und ISDN-Anwendungen knnen Sie
bei den bei allen Beitrgen angefhrten Kontaktadressen erfragen.


















6.1. Alcatel Austria

6.1.1. ALCATEL ISDN KOMFORTTELEFON
Alcatel bietet fr den ISDN Hauptanschlu eine Modellreihe an, die
ein Standardtelefon und Telefone mit verschiedenen Komfortstufen
umfat. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich durch die Anzahl
der mglichen ISDN Leistungsmerkmale sowie durch den angebotenen
Telefonkomfort.
Das hier vorgestellte ISDN Komforttelefon stellt dem Benutzer alle
durch das Netz realisierten ISDN Leistungsmerkmale zur Verfgung
und bietet zur Vergrerung des Telefonkomforts zustzliche
Leistungsmerkmale mit denen der Apparat selbst ausgestattet ist.
Das ALCATEL ISDN Komforttelefon weist einen Tastwahlblock mit 12
Tasten (0-9,*,#), Funktionstasten, Softkeys und ein LCD - Display
(2 x 32 Zeichen) auf. Das Display dient der Benutzerfhrung und
der Anzeige wichtiger Informationen, wie zum Beispiel gewhlte
Rufnummer, Gebhreninformation, etc.

Whlfunktionen
-   Normale Ziffernwahl mit dem Tastwahlblock
-   Wahl bei aufgelegtem Handapparat
-   Wahlwiederholung
-   Merkerfunktion
    Die zuletzt gewhlte Rufnummer kann so abgespeichert werden,
da sie durch nachfolgendes Whlen weiterer Nummern nicht gelscht
wird. Bei Bedarf kann diese Nummer durch Tastendruck abgerufen
werden.
-   Kurzwahl
    Es knnen bis zu 10 Kurzwahlnummern definiert und mit den
Ziffern-tasten abgerufen werden.
-   Zielwahl
    Es knnen bis zu 10 Rufnummern in den Zielwahlspeichern
abgelegt werden. Die Wahl erfolgt durch Bettigen der
entsprechenden Namenstaste.
-   Direkt-/Kinderruf
    Bei Bettigen einer beliebigen Taste wird eine vorher
definierte Nummer gewhlt

Weitere Dienstmerkmale
-   Zeit- und Datumsanzeige
-   Automatische Gebhrenanzeige
-   Notizfunktion
    Whrend eines Telefongesprchs kann eine Telefonnummer im
Kurz-wahlregister abgespeichert werden.
-   Wahlvorbereitung
    Der Benutzer kann eine Rufnummer im Ruhezustand des Telefons
eintasten und vor Absenden am Display kontrollieren,
gegebenenfalls lschen und neu eingeben. Beim Abheben des
Handapparates oder beim Bettigen der Taste
"Lauthren/Freisprechen" wird die Rufnum-mer automatisch gewhlt.
-   Sperren bestimmter Rufnummern und Anrufselektion
    Im Apparat knnen die folgenden Sperrzustnde aktiviert
werden: generelle Sperre, Ortsgesprchsperre, Ferngesprche,
internationale Gesprche. Durch die Anrufselektion knnen
bestimmte Nummern von der Sperre ausgenommen werden.
-   Ruhe vor dem Telefon
-   Anrufliste
    Bei Abwesenheit oder bei eingestellter "Ruhe vor dem Telefon"
ist eine automatische Aufzeichnung der Daten des Anrufs wie Datum,
Zeit, Rufnummer ntzlich.
-   Lauthren und Freisprechen

Schnittstellen
S/T-Schnittstelle am Basic Access (entsprechend dem aktuellen
Stand der ETSI-Spezifikationen)
X- und Y-Schnittstellen zum Anschlu von Zusatzgerten, wie zum
Beispiel Anrufbeantworter.
Kontaktadresse:    ALCATEL AUSTRIA AG
            Abt. NPK
            Scheydgasse 41
            A-1211 WIEN
            Tel. 0222/277 22-2377

6.1.2. DIE ISDN PC KARTE DER FIRMA ALCATEL
Mit ISDN wird der PC zum MULTIFUNKTIONALEN TERMINAL. Dieses
besteht im wesentlichen aus dem PC selbst und einer ISDN-PC-Karte,
die ber die S/T-Schnittstelle an das ISDN angeschlossen wird. Ein
Multifunktionales Terminal ersetzt mehrere, dienstspezifische
Endgerte, da Sprach-, Daten-, Text- und Bilddienste gleichzeitig
mit einem einzigen Gert genutzt werden knnen. So spart man Platz
und Kosten und nutzt optimal die Mglichkeiten des ISDN. Man kann
zum Beispiel whrend eines Telefongesprches dem Gesprchspartner
zur Erluterung gleichzeitig ein Fax schicken.
Die Alcatel ISDN-PC-Karte (AIC) kann fr IBM und Apple PCs
verwendet werden. In der Version fr den Pilotbetrieb ist die AIC
fr IBM PCs XT/AT und Kompatible geeignet. Spter auch fr IBM
PS/2 und fr Apple MacIntosh.
Die AIC selbst bietet bereits einfache Applikationen fr Telefonie
und Daten-bertragung (Filetransfer). Mit der entsprechenden
Kommunikationssoftware, die ebenfalls von Alcatel Austria
angeboten wird, stehen eine Reihe an-spruchsvoller Applikationen,
wie computerintegriertes Telefonieren, Teletex und Telefax zur
Verfgung.
Telefonieren mit dem ISDN-PC
Die ISDN-PC-Karte mit der zugehrigen Software bietet Ihnen auf
dem PC alle Funktionen eines ISDN-Komfort-Telefones.
Untersttzt durch ein komfortables Telefonbuch ist es mglich den
Kunden- und Teilnehmerkreis zu verwalten und Kontakte schnell
auszuwhlen und herzustellen.
Filetransfer
Durch die ISDN-PC-Karte ist die bertragung von beliebigen Text-
oder Binrdateien sekundenschnell und fehlerfrei gewhrleistet.
Kommunikation mit Telefax Gruppe 3 und Gruppe 4
Die ISDN-PC-Karte ermglicht das Kommunizieren mit Faxgerten der
Gruppe 4. Informationsverluste bei der bertragung sind
ausgeschlossen.
Die Kommunikation mit Faxgerten der Gruppe 3 setzt eine
Zusatzkarte voraus. Sie ist aber bei Vorhandensein dieser genauso
mglich, wie die Kommunikation mit Faxgerten der Gruppe 4.
Technische Angaben
Betriebssystem
MS-DOS 3.3 oder hher (Version fr Pilotbetrieb)
OS/2
UNIX
SUN OS
S/T-Schnittstelle am Basic Access (entsprechend dem aktuellen
Stand der ETSI-Spezifikationen)
Prozessor NEC V25 mit 256 kByte bis 1 MByte RAM
Serielle Schnittstelle V28
Y-Schnittstelle (digital) zum Anschlu eines ISDN-Telefones
Analoge Schnittstelle zum Anschlu eines speziellen Alcatel
Handapparates
Datenkommunikation ist auf beiden B-Kanlen gleichzeitig mglich


Kontaktadresse:    ALCATEL AUSTRIA AG
            Abt. NPK
            Scheydgasse 41
            A-1211 WIEN
            Tel. 0222/277 22-2377


6.2. Kapsch AG

6.2.1.   Sie haben eine externe Remote-Workstation und wollen
diese ber ISDN an Ihr LAN anschlieen?

Die Lsung: Die Kapsch IC-LAN-Star Netzwerk-Anbindung








Die Vorteile:
+   Sie knnen eine geographisch entfernte Remote-Workstation an
Ihr lokales Netz anbinden
+   Lokale Netze knnen miteinander verbunden werden (Bridge,
Router)
+   Der schnelle Filetransfer mit 2x64 kBit/s ist mglich
+   ISDN-Datendienste werden allen LAN-Teilnehmern zugnglich

6.2.2.   Sie haben bisher ein MODEM verwendet und wollen ber ISDN
die schnelle Datenbertragung realisieren?
Die Lsung: Die Kapsch IC-Star MODEM-Emulation






Die Vorteile:
+   Sie nutzen Ihren PC als multifunktionales ISDN-Endgert
+   Alle Applikationsprogramme knnen weiter verwendet werden
+   Die schnelle Datenbertragung wird Realitt
+   Sie setzen einen kostengnstigen MODEM-Ersatz ein

6.2.3.   Sie wollen als ISDN-Anwender Zugang zum weltweiten Datex-
P-Netz?
Die Lsung: Das Kapsch IC-Datex-P
Die Vorteile:
+   Weltweite Kommunikation ber das X.25-Netz
+   Alle Datex-P-Applikationen sind weiter benutzbar
+   Beide B-Kanle (64 kBit/s) bleiben frei, nur der D-Kanal wird
belegt
+   Sichere bertragung sensibler Daten
+   Geschwindigkeits- und Protokollanpassung im Datex-P
+   Anschlu von Endgerten mit bis zu 19,2 kBit/s
+   synchroner und asynchroner Betrieb (PAD) mglich

6.2.4.   Sie haben eine Standleitung und wollen diese
kostengnstig mittels ISDN gegen Leitungsausflle absichern?
Die Lsung: Das Leitungs-Backup von Kapsch









Die Vorteile:
+   Bei Ausfall der Leitungsverbindung wird selbstndig eine
Ersatzleitung ber ISDN aufgebaut
+   Die teure Haltung von Reserveleitungen entfllt
+   Unterbrechungszeiten werden vermieden
+   Die hohen bertragungsraten bleiben erhalten
+   Wirksame Zugangskontrolle durch Rufnummern- und Pawort-
Identi-fikation
6.2.5.   Sie wollen als ISDN-Anwender ber die Sprach- und
Datenbertragung hinausgehende Brokommunikations-Endgerte
einsetzen?

Die Lsungen:
Kapsch IC-Fax:Das Gruppe 3/Gruppe 4-Fax zur schnelleren ber-
tragung von Kopiervorlagen in hherer Qualitt.
Kapsch IC-ViTel:   Das Bildtelefon zur bertragung bewegter
Farbbilder in nahezu Fernsehqualitt. (in Vorbereitung)
Kapsch IC-SupVis:  Die Raumberwachung ber groe Entfernungen,
die Sie von Ihrem Personal-Computer aus steuern. (in Vorbereitung)


Kontaktadresse:    KAPSCH AG
            SGB 1 Marketing
            Wagenseilgasse 1
            A-1120 WIEN
            Tel. 0222/811 11- 2223

6.3. Schrack Elektronik

6.3.1. ISDN - made by Schrack:

 Das multifunktionale ISDN-Telefon "Multe"

Mit dem Schrack ISDN-Telefon Multe erhalten Sie ein Terminal,
welches Ihnen Zutritt in eine neue Dimension der Telekommunikation
bietet.

Schrack Multe ermglicht Ihnen die gleichzeitige Verwendung von
Sprache und Daten.

Das Konzept des Schrack ISDN-Telefons "Multe"

Das Multe von Schrack beinhaltet zwei Gerte in einem. Erstens ist
es ein ISDN-Komforttelefon, das die Nutzung aller von ISDN
gebotenen Services sowie weitere eingebauter Funktionen
beinhaltet. Und zweitens ist es ein Terminaladapter, der die
Anbindung von Gerten mit einer asynchronen V.24-Schnittstelle an
ISDN bietet. Die Sprachverbindungen erfolgen ber einen der beiden
B-Kanle (64 kBit/s) im ISDN. Datenverbindungen und die ISDN-
Signalisierung werden im D-Kanal (16 kBit/s) abgewickelt. Die
Daten werden mittels einer PAD-Funktion im Endgert in Paketdaten
umgesetzt und ber den zuvor erwhnten D-Kanal bertragen und
umgekehrt. Dies hat den Vorteil, da eine bestehende
Datenverbindung keinen der beiden B-Kanle belegt und daher
zustzliche Kapazitt fr weitere Verbindungen (Sprache oder
Daten) offenlt. Dieses Produkt entspricht dem neuen
einheitlichen europischen Euro-ISDN-Standard.

Benutzerleistungsmerkmale

Schrack Multe ist ein mit Hilfe des 8x40 Zeichen-Displays leicht
zu bedienendes ISDN-Telefon. Es bietet die Mglichkeit, mittels
der neben dem Display angeordneten Displaytasten mengesteuert zu
arbeiten.

Anzeige der Rufnummer des Anrufenden

Im Falle eines ankommenden Telefongesprches zeigt Multe die
Rufnummer des Anrufenden im Display an.

Unterdrckung der Anzeige der eigenen Rufnummer beim Angerufenen

Falls Sie es nicht wnschen, da Ihre Nummer bei Ihrem
Gesprchspartner angezeigt wird, kann diese Anzeige auf Wunsch
unterdrckt werden.

Alphanumerische Kurzwahl

Multe speichert bis zu 104 Nummern im alphanumerischen Modus. Dies
ermglicht Ihnen, Ihre meistgewhlten Nummern mit Namen
abzuspeichern.

Teilnehmer-zu-Teilnehmer-Nachrichten

Multe bietet Ihnen eine Vielzahl an Mglichkeiten, Ihrem
Gesprchspartner Nachrichten zu bermitteln. Falls Ihr
Gesprchspartner beispielsweise nicht erreichbar ist, knnen Sie
auf seinem Apparat eine Nachricht hinterlegen, die er zu einem
spteren Zeitpunkt abfragen kann. Die Nachrichten knnen aus einem
vordefinierten Pool im Multe stammen oder via alphanumerischer
Tastatur eingegeben werden. (Dies ist in sterreich derzeit aber
nicht mglich).

Automatische Anrufliste

Multe speichert alle nicht beantworteten ankommenden Gesprche in
einer Anrufliste. In weiterer Folge kann zusammen mit der
Rufnummer des Anrufenden auch eine eventuell mitgesandte Nachricht
abgespeichert werden (dzt. in sterreich nicht verfgbar).

Anzeige der Gesprchsdauer und Gesprchsgebhr

Multe bietet die Mglichkeit, die Gesprchsdauer und die
aufgelaufenen Gebhren am Display anzuzeigen. (Gebhrenanzeige ist
in sterreich derzeit noch nicht mglich).

Pawortschutz

Um Ihr Terminal vor Mibrauch zu schtzen, knnen Sie es mit Hilfe
eines von Ihnen bestimmten Pawortes sperren.

Sonstige Telefonleistungsmerkmale

- Multe besitzt eine Datum-/Uhrzeitanzeige, welche lokal
einstellbar ist.
- Es kann zwischen drei verschiedenen Rufarten gewhlt werden.
- Multe bietet die Mglichkeit der Wahlwiederholung.
- Weiters besitzt Multe eine Lauthreinrichtung.
- Kontrast- und Lautstrkeregelung ber +/-Tasten.

Verwendung der V-24-Schnittstelle als Printerport

Die V.24-Schnittstelle des Multe kann auch als Druckerport benutzt
werden. Somit knnen im Multe eingespeicherte Daten ausgedruckt
werden.

Tonsignalisierung

Im Gesprchszustand bietet Multe Tonsignalisierung fr eventuelle
Fernabfragen von Anrufbeantwortern o..

Datenverbindungen unter Verwendung der bereits existierenden PC-
Applikationen

Der Multe-Datenteil ist kompatibel mit allen vorhandenen
asynchronen Kommunikationssoftwareprogrammen, wie z.B. XTalk,
ProComm, SPTel, und Open Access. bertragungsraten von 50 bis
9.600 Bit/s knnen eingestellt werden. Die Konfiguration und die
Kommunikation mit der PAD-Funktion im Terminal-Adapter erfolgt
mittels des in CCITT X.3/X.28 definierten und speziell fr Multe
limitierten Kommandosatzes.

6.3.2. ISDN-made by Schrack:
       Der ISDN-Multiprotokoll-Adapter "TA V.24"

Dieser vielseitig verwendbare Terminal-Adapter bietet Ihren PCUs
und Terminals direkten Zugang zu ISDN. Der Schrack-TA-V.24-Adapter
ermglicht die Anbindung an ISDN fr alle Terminals und Personal-
Computer, die mit einer Standard-V.24-Schnittstelle ausgestattet
sind. Nun knnen Ihre IBM PCUs und kompatible PS/2Us und
Macintoshes knftig miteinander oder mit einem Grorechner via
ISDN kommunizieren.

Das TA-V.24-Konzept

Der TA V.24 ermglicht die Verbindung zwischen ISDN und Ihrer EDV-
Welt - PC, Terminal, Drucker usw. Die Verbindung ist transparent
und verlangt keine Vernderung der Gerte. Die ISDN-Verbindung
wird ber die S/T-Schnittstelle, bekannt als Basisanschlu,
erreicht. Dies ermglicht dem Adapter einen der beiden B-Kanle
(64 kBit/s) im ISDN fr Datenverbindungen und einen D-Kanal (16
kBit/s) fr Signalisierung zu verwenden. Dieses Produkt entspricht
dem neuen einheitlichen europischen Euro-ISDN-Standard. Die
Computerausrstung wird via dem Standard V.24-Stecker an den
Adapter angeschlossen.

Benutzerleistungsmerkmale

Der TA V.24 bietet ein komplettes Kommunikationsmanagementservice,
im besonderen ein flexibles Gesprchsaufbau- und
Monitoringverfahren. Der Benutzer kann zwischen manueller und
automatischer Wahl whlen. Drei automatische Wahlverfahren sind
verfgbar, und zwar

- 108-1
- 108-2 Hayes
- 108-2 V.25bis

Das Gesprchsaufbaumanagement kann wahlweise auch auf den
Adaptionsanschlu bzw. auf den Administrationsanschlu zugewiesen
werden.

Alphanumerische Wahl

Der TA V.24 speichert bis zu 8 Nummern im alphanumerischen Modus.
Dies ermglicht Ihnen, Ihre meistgewhlten Nummern mit Namen
abzuspeichern.

Automatische Anrufliste

Der Adapter speichert alle nicht beantworteten ankommenden
Gesprche in einer Anrufliste. In weiterer Folge kann zusammen mit
der Rufnummer des Anrufenden auch eine eventuell mitgesendete
Nachricht abgespeichert werden (dzt. in sterreich noch nicht
verfgbar).

Konfiguration

Schrack TA V.24 sind einfach zu konfigurieren. Der Administrator
kann zwischen folgenden Optionen whlen:

- Das "adaptierte" Terminal oder der PC selbst.
- Ein fr Adaption bestimmtes VT-100-Terminal.
- Die Konfigurationstasten an der Vorderfront des Terminal-
  Adapters.

In den beiden ersten Fllen kann der Administrator menuntersttzt
den Adapter konfigurieren.
Diese Prozedur initialisiert die folgenden Funktionen:

- Gesprchsmen
- Namensliste
- Abgehend und ankommend Gesprchszustandsmonitoring
- Konfiguration
- Wartung
- Anrufliste

Die 2 Schrack-TA-V.24-Versionen

             Adaptionsmodus   Adaptionsprotokoll   Bitrate
TA V.24-1    asynchron        V.110             300-19.200 Bit/s
             synchron         V.110             600-19.200 Bit/s
             synchron         transparent       64  kBit/s
TA V.24-2    synchron         transparent       64  kBit/s
             asynchron        erweitertes V.14  57,6 kBit/s

6.3.3. ISDN-made by Schrack:
       Die ISDN-PC-Karte

Wuten Sie schon, da Ihr Personal Computer Sprache und Daten via
ISDN senden kann? Mit der Schrack-ISDN-PC-Karte erhalten Sie schon
heute den uneingeschrnkten Zugriff auf ISDN. Nur das Aufrsten
Ihres PCUs mit dieser Einschubkarte gengt bereits. Die Schrack
ISDN-PC-Karte verwandelt jeden IBM-PC und Kompatible in eine
Workstation mit gleichzeitiger Sprach- und Datenkommunikation via
ISDN.

Fr normale Telefonate verwenden Sie einfach nur den mit Ihrer PC-
Karte verbundenen Schrack-Handapparat, auch wenn der Computer
abgeschaltet ist. Wenn Sie Ihren Handapparat in ein Komforttelefon
verwandeln wollen, finden Sie auf Ihrem Computer die ntige
Software, um rasch und einfach die Vorteile von ISDN ntzen zu
knnen.

Fr Datenverbindungen knnen Sie weiterhin Ihre vorhandene PC-
Software mit dem Vorteil der hohen Geschwindigkeit von ISDN
ntzen. Sie knnen auch neue Applikationen entwickeln, um den
vollen Vorteil von ISDN zu bekommen.

Das Konzept der Schrack-PC-Karte: Ihr PC wird eine Sprach-/Daten-
Kommunikations-Workstation

Die Schrack ISDn-PC-Karte ist eine Einsteckkarte, verbunden mit
einem kompakten Telefon. Die Karte stecken Sie einfach in Ihren
Computer, und Sie sind bereit fr den Anschlu an ISDN. Die ISDN-
Verbindung wird ber die S/T-Schnittstelle, bekannt als
Basisanschlu, erreicht. Dies ermglicht der PC-Karte den
gleichzeitigen Zugriff auf beide B-Kanle (64 kBit/s) im ISDN fr
Daten- oder Sprachverbindungen und einen D-Kanal (16 kBit/s) fr
die Signalisierung und paketvermittelte Daten.

Funktion der Schrack PC-Karte:
Schnelle, flexible Kommunikationslsungen

Die Schrack ISDN-PC-Karte ist viel mehr als nur ein Steckkarten-
ISDN-Terminal-Adapter. Sie bietet Ihnen die zustzliche
Mglichkeit der Verwendung von:

- Standardtelefon
- Komforttelefon
- Bereits auf Ihrem PC verfgbaren Datenkommunikations-
  applikationen - wie z.B. File Transfer, Fernwartung usw. -
  verbessert durch die hohe bertragungsgeschwindigkeit,
  die ISDN bietet.

Sie knnen die Schrack-ISDN-PC-Karte auch verwenden, um
kundenspezifische Applikationen zu entwickeln, die ISDNUs
Mglichkeit der gleichzeitigen Verwendung von Sprache und Daten
ausntzen. Das Produkt ist konzipiert, um den Anforderungen
zuknftiger Applikationen zu entsprechen.

Benutzerleistungsmerkmale

Das Schrack ISDN-PC-Karten-Konzept erlaubt dem Anwender, sich
kontinuierlich der nchsten Generation der Kommunikationstechnik,
basierend auf simultaner Sprach-/Datenkommunikation via ISDN, zu
nhern. Sie knnen mit dem kompakten Schrack-Handapparat einfache
Telefongesprche fhren oder unter Zuhilfenahme der PC-Software
die Vorteile eines Komforttelefons ntzen.

Standardtelefonservice

Die Bentzung des Handapparates als Standardtelefon ist auch dann
mglich, wenn Ihr PC abgeschaltet ist. Dies wird durch die
Software der PC-Karte ermglicht, welche vom digitalen Netz
gespeist wird.

Komforttelefonservice

Die Komforttelefonapplikation bentzt Ihre PC-Kapazitt fr die
Nutzung von ISDN-Leistungsmerkmalen, wie z.B. die Anzeige der
Rufnummer des Anrufenden. Dies wird durch ein mit der PC-Karte
mitgeliefertes Softwarepaket ermglicht. Sie brauchen diese
Software nur in Ihren PC zu laden, und die Telefonapplikation
luft im Hintergrund ab. Sie knnen das Programm jederzeit
bentzen, unabhngig von der Applikation, die Sie im Moment
verwenden, ohne diese zu unterbrechen. Komforttelefonfunktionen
bauen auf drei Verzeichnisse und Logbcher auf. Das
Hauptverzeichnis dient als Telefonverzeichnis mit einer
Speicherkapazitt von maximal 1000 Eintrgen von Name,
Telefonnummer, Firmenname, Zeitpunkt des letzten Anrufes une einer
Notizfunktion. Die anderen zwei Verzeichnisse sind fr abgehende
und ankommende Gesprche gedacht.

Hier knnen bis zu je 128 persnliche Eintragungen gespeichert
werden, um z.B. einen automatischen Rckruf durchzufhren. Alle
drei Verzeichnisse knnen durchsucht und ausgedruckt werden. Die
Daten knnen auch durch ein persnliches Pawort geschtzt werden.
Der Name des Anrufers wird automatische angezeigt, um Ihnen die
Mglichkeit zu geben, selbst entscheiden zu knnen, ob Sie das
Gesprch annehmen wollen oder nicht.

Datenverbindungen unter Verwendung
der bereits existierenden PC-Applikationen

Die Schrack ISDN-PC-Karte ist kompatibel mit allen vorhandenen
asynchronen Kommunikationssoftwareprogrammen, wie z.B. XTalk,
ProComm, SPTEL, und Open Access. Verbindungsaufbau wird mittels
HAYES oder erweitertem V-24bis Protokollen durchgefhrt. Die PC-
interne Kommunikation verwendet eine der seriellen Schnittstellen,
genannt COM1/2/3/4. Die Schrack ISDN-PC-Karte bietet die folgenden
Adaptionsmodi:

-  V.110 Bitratenadaption, mit asynchronen Bitraten
   von 300 bis 19.200 Bit/s.
-  V.14 Bitratenadaption, mit asynchronen Bitraten
   von 57.600 Bit/S, fr hohe Bitratenkommunikation zwischen PCUs.

Schnittstellen fr die Entwicklung neuer Applikationen

Die Schrack ISDN-PC-Karte bietet Hardware- und
Softwareschnittstellen fr die Entwicklung weiterer Applikationen:

- Programmschnittstelle:
  Diese PC-residente Schnittstelle beinhaltet einen NETBIOS-
  hnlichen Kommandosatz, welcher der Applikation die Verwendung
  der verschiedenen Kommunikationsmodi, die von der Karte zur
  Verfgung gestellt werden, ermglicht.

- Spezielle Zugriffsarten fr hohe bertragungsraten:
  COMS: Synchrone 64 kBit/s Schnittstelle mit der Mglichkeit
  von Datentransfer im transparenten oder HDCL Modus.
  BCL (Lokaler Kommunikationsbus): Besteht aus einem asynchronen
  9.600 Bit/s Kommandointerface und einen synchronen Interface,
  welches acht 64 kBit/s Kanle fr Datentransfer steuert.

Kontaktadresse:  Schrack Telecom AG
                 Abt. TE
                 Pottendorfer Strae 25-27
                 A-1121 Wien
                 Tel. 0222/81100-4613.

6.4. Siemens sterreich

6.4.1. DAS EURO-ISDN-TELEFON EUROSET DER FIRMA SIEMENS
Das EURO-ISDN-TELEFON EUROSET besitzt viele neuartige
Ausstattungs-merkmale und Funktionen. Die meisten lassen sich mit
einem einfachen Tastendruck auslsen. Und natrlich genauso leicht
wieder lschen. Fast alle Funktionen sind in Kurzform oder als
Symbol auf der jeweiligen Taste dargestellt. Zu den wichtigsten
Ausstattungsmerkmalen oder Funktionen gehren:
-   Zielwahlspeicher
    Zu jedem der 10 Zielwahlspeicher knnen Sie zwei hufig
bentigte Rufnummern speichern.
-   Lauthren
    Sie whlen einfach bei aufgelegtem Hrer und hren ber einen
Laut-sprecher, wenn sich der Teilnehmer meldet. Erst dann nehmen
Sie den Hrer ab. Auerdem kann bei Bedarf whrend des Gesprches
ein Dritter mithren.
-   Anrufweiterschaltung/Anrufumlenkung
    Wenn Ihr Bro nicht besetzt ist, knnen Sie alle Anrufe zu
einem anderen Anschlu, unter dem Sie zu erreichen sind,
weiterschalten oder umleiten lassen. Bei der Weiterschaltung
kommen alle Anrufe zuerst an Ihren ursprnglichen Anschlu. Wird
das Gesprch nicht innerhalb von 15 Sekunden angenommen, erfolgt
die Weiterschaltung.
-   Anklopfen
    Whrend Sie telefonieren, knnen Sie einen weiteren Anruf
entgegennehmen. Wenn Sie jemand whrend eines Gesprchs anruft,
ertnt ein Anklopfton. Dazu erscheint auf dem Display die
Rufnummer des an-klopfenden Teilnehmers. Sie knnen dann
entscheiden, ob Sie Ihr Ge-sprch unterbrechen oder weiterfhren
wollen.

-   Trennen
    Mit dieser Taste knnen Sie ein laufendes Gesprch beenden und
ein anderes entgegennehmen, ohne den Hrer aufzulegen.
-   Lschen
    Sollten Sie bei der Programmierung einen Fehler machen oder
gespeicherte Informationen nicht mehr bentigen, lassen sich diese
problemlos lschen.
-   Speichern
    Dies ist eine Universaltaste. Mit ihr leiten Sie alle
Speicher-, Program-mier- und Lschvorgnge ein.
-   Umschaltetaste
    Mit der Umschaltetaste knnen Sie wahlweise eine der beiden im
Ziel-wahlspeicher abgelegten Rufnummern auswhlen.
-   Sperren
    Sperren bedeutet, da unbefugte Personen mit Ihrem Telefon
keine Gesprche fhren knnen.
-   Parken
    Wer ein Telefongesprch mit demselben Apparat in einem anderen
Raum fortsetzen mchte, "parkt" das Gesprch, zieht den Stecker
heraus, geht mit dem Telefon in einen anderen Raum und telefoniert
von dort ber die EURO-ISDN-Steckdose weiter.
-   Display
    Das Display hat im wesentlichen zwei Aufgaben. Es dient der
Benut-zerfhrung und zeigt alle aktivierten Funktionen an. Es
besteht aus einer Flssigkristallanzeige, auf der alle
Informationen in zwei Zeilen mit bis zu je 24 Ziffern, Buchstaben
oder Symbolen dargestellt wer-den.
-   Gebhrenanzeige
    Auf dem Display werden auf Wunsch die laufenden Gebhren in S
oder in Einheiten angezeigt. Auerdem knnen Sie sich nach Beendi-
gung des Gesprches den aktuellen Gebhrenstand anzeigen lassen.
-   Gertewechsel
    Jedes Gesprch lt sich problemlos von einem Telefon zu einem
anderen Telefon Ihres EURO-ISDN-Anschlusses durchstellen.
-   Dienstewechsel
    Whrend eines laufenden Gesprches knnen Sie vom Telefon zu
einem anderen Dienst, z.B. Telefax wechseln und anschlieend
weitertelefonieren.
-   Anschliebarkeit von Zusatzgerten
    Obwohl das ISDN-EUROSET eine ganze Menge kann, ist es
selbstverstndlich mglich, Zusatzgerte anzuschlieen, um den
Komfort noch mehr zu erhhen. Dazu gehren unter anderem
Anschlsse fr Zweit-hrer und Anrufbeantworter.
-   Anzeige der Rufnummer
    Wenn jemand bei Ihnen anruft, der wie Sie einen EURO-ISDN-
Anschlu hat, erscheint auf Ihrem Display die Rufnummer des
Anrufers. Und zwar bevor Sie abgehoben haben. Sie wissen also
immer sofort, wer Ihr Gesprchspartner sein wird.


Kontaktadresse:    SIEMENS AG STERREICH
            Vertrieb Fernsprechendgerte
            Gllnergasse 15
            A-1031 WIEN
            Tel. 0222/71711-0
    
6.5. Artaker Broautomation Handelsgesellschaft m.b.H.

6.5.1. RICOH FAX 7000 L/EURO-ISDN
Die Modelle von RICOH erlauben eine rasche, einfache und
hochqualifizierte bertragung von Bildern, Texten, Fotos und
feinsten Strichzeichnun-gen an Ihre Geschftspartner.
Die Type RICOH FAX 7000 L/EURO ISDN entspricht dem CCITT G3 und G4
Standards und kann auch an Telefonnebenstellen angeschlossen
werden. Selbstverstndlich ist das Gert auch mit lteren
Telekopierern der Gruppe 2 kompatibel.
Produktivitt
G4: -   Die maximale bertragungsgeschwindigkeit betrgt bis zu
64.000 bit/s.
    -   bertragungszeit fr DIN A4 CCITT Standardbrief: 3
Sekunden, bei Speicherbertragung 1,5 Sekunden.
G3: -   Die bertragungsgeschwindigkeit betrgt jeweils
9600/7200/ 4800/2400 Bauds und pat sich automatisch und dynamisch
der Leitungsqualitt des Telefonnetzes an. Durch ECM
(Fehlerkorrektur-funktion) sind bertragungsabbrche praktisch
ausgeschlossen.
    -   bertragungszeit fr DIN A4 CCITT Standardbrief:
        10 Sekunden durch MH, MR, MMR und EFC Codierung.
        Der Ausdruck auf Normalpapier ermglicht die problemlose
Archi-vierung und Weiterverarbeitung der Telefaxnachricht.
Anwahl
-   Bedienerruf
-   Nummernspeicher    
    50 mit einstelliger Zielwahl
    100 mit zweistelliger Kurzwahl
    1900 mit dreistelliger Kurzwahl
    Alle mit Faxnummer, Name, alternativer Empfangsstation,        
        Adresslabel, Kennung I und II
-   Automatische Wahlwiederholung (bis zu 10 mal)
-   ohne Bedienung am Partnergert (Polling)
-   Gegenruf ohne neuerliche Wahl (Revers Polling)
-   Gruppenabruf (Multi Polling)
-   Abrufschutz durch 4-stelligen ID-Code
-   Zeitversetztes Senden
-   Sendevorbereitung bei laufendem Empfang und whrend einer      
        Sendung aus dem Speicher
-   Full Dual Access
-   geschlossenes FAX-Netz mglich
-   Sendesperre mglich, die nur durch Abteilungscode geffnet     
        werden kann
-   Bar Code Lesestift fr Anwahl der 100 Kurzwahlen (Option)
Sendespeicher
-   Scannen einer A4 Seite in 6 Sekunden
-   20 MB-Harddisk Standardspeicher (ca. 1200 A4 Seiten)
-   Rundsenden an 200 Empfangsstationen
-   Zeitversetztes Senden
-   Speicherempfang bei Papierende
-   automatische Seitenwiederholung bei Leitungsstrung
-   Restspeicheranzeige
Dokumentenvorlage
-   Originaleinzug vom Stapel bis zu 30 Vorlagen
-   Abtastbreite DIN A3, DIN A4
-   bertragungsformat 1:1 bzw. Verkleinerung um 1 DIN-
Formatsprung
-   manuelle Dokumentenzufhrung (MDF) fr starke oder gefaltete    
            Originale (bis A2)
-   maximale Originallnge: 1200 mm
Wiedergabequalitt
-   MTF und Supermoothing sorgen fr ein sauberes Schriftbild bei   
            Kleingedruckten und feinen Linien
-   Zeichenauflsung whlbar zwischen
    G4: 200x100 dpl    G3: 3,85 Zeilen/mm Standard  ca. 100x200
dpl
          200x200 dpl         7,7 Zeilen/mm   Detail    ca.
200x200 dpl
          (300x300 dpl)    Option
          400x400 dpl       15,4 Zeilen/mm    Superfein ca.
400x400 dpl
-   64 Graustufen (Halbtonwiedergabe)
-   3-stufige Kontrastwahl
-   Kopierfunktion
-   Seitennummerierung automatisch
-   autom. Multikopie fr ankommende Telefax
Bedienerfhrung
-   Flssigkristallanzeige fr Texte und Ziffern
-   deutsche Bedienerfhrung
-   permanente und aussagekrftige Statusanzeige
-   INFO-Zeile mit Absenderkennung (Firmenlogo)
-   Sendeprotokoll mit Kopie des Originals
-   Lautsprecher zum Mithren des Whlvorganges
-   Papiervorrat 750 DIN A4 Seiten
-   Papiervorratskontrolle durch Anzeige
-   Ausdruck der Zielwahl und Kurzwahlnummern
-   Gruppenliste
-   Abrufevidenzliste
-   FAX/Tel. Wochenzeitschaltuhr
-   automatische Antwortnachricht (Kurztonband fr Anrufer)
-   Eingangsinformation an den Bediener
-   Lese- und Druckzhlwerk
-   Speicherbelegung-Dateienliste
Spezialfunktionen
-   zeitversetztes Senden: verschiedene Nachrichten mit gleichem
Empfnger und gleicher Sendezeit werden in einem Schub versandt
(Batch Transmission).
-   Full dual Access: Einspeichern und Programmieren von
Nachrichten whrend FAX 7000 L/EURO ISDN sendet, empfngt, kopiert
und ausdruckt.
Sicherheitseinrichtungen
-   Wochentimer
-   geschlossene Benutzergruppe
-   Empfngeridentifikation
-   bei einer eventuellen Strung autom. Fehlerreport an die
Servicefirma
-   Sendestempel


Kontaktadresse:    ARTAKER BROAUTOMATION
            HANDELSGESELLSCHAFT M.B.H.
            Abteilung KV1
            Kettenbrckengasse 16
            A-1050 Wien
            Tel. 0222/588 05-125
6.6. Canon GmbH

6.6.1. CANON FAX-L3300i
Ein kompaktes G4/G3 DESKTOP FAXGERT mit integriertem Canon-
Laserdrucker.
Durch Verwendung der bereits bekannten Tonerkassetten der Canon-
Laserdrucker ist es nicht nur mglich, Normalpapier im exakten A4-
Format zu verwenden (Vorteil Umwelt), sondern auch die einfache
Handhabung wird bernommen.
Normalpapier ist je nach Wahl simples Kopierpapier oder beliebiges
Um-weltschutzpapier. Normalpapier ist ohnehin berall in fast
beliebiger Menge vorhanden. Normalpapier ist exakt A4 gro und
absolut plan. Doch es gibt noch weitere Vorteile, welche sich nur
mit Normalpapier erreichen lassen:
- ist leicht zu beschriften
- ist dauerhaft zu bestempeln
- es knnen Markierungsstifte verwendet werden
- ist einfach abzulegen und weiterzukopieren bzw. zu faxen
- ist umweltfreundlich
- ist dokumentenecht
- kann nicht ausbleichen
Zu all diesen Punkten kommen noch die Qualitt eines Druckes auf
Normal-papier und der hohe Schwrzungsgrad hinzu, um aus einem
Normal-papierfax die Fax-Technik der Zukunft zu machen.
Mit einer bertragung von 3 Sekunden je Seite werden auch hohe und
hchste Geschwindigkeitsansprche befriedigt. Das Canon Fax-L3300i
ist somit 8mal schneller als ein normales G3-Fax. Dies wurde
erreicht durch eine unglaubliche Verkrzung der Protokollzeit.
Auch bei diesen hohen Geschwindigkeiten ist die Bildauflsung im
Standard Modus doppelt so hoch wie beim G3-Analog-Fax. Die
Bildqualitt entspricht einem Laser-drucker, was vor allem bei
Bild und Fotobertragungen mit Graustufen be-sonders zum Tragen
kommt (hchste Bildqualitt - G4UHQ/64 Graustufen Halbton
Reproduktion).
Die gesteigerte Geschwindigkeit fhrt zu wesentlich niedrigeren
Kommuni-kationskosten. Viele Dokumente knnen nicht nur effektiver
versendet werden, sondern es wird auch die Maschinenverfgbarkeit
erhht. G4 digitales Faxen macht den ganzen Unterschied. Ein
weiterer sehr wichtiger Vorteil der G4 ISDN Kommunikation ist die
100%ige Fehlerlosigkeit. Dieser Standard ermglicht ber digitale
Leitungen auch Ferngesprche mit hoher bertra-gungssicherheit,
was bei Datenbertragungen beraus wichtig ist.
Sogar die kompliziertesten Dokumente und Graphiken knnen absolut
klar bertragen werden. Das G4 UHQ (Ultra High Quality)
Bildverarbeitungs-system von Canon kann eine Auflsung von bis zu
400 dpi erreichen. Das ist die doppelte Qualitt eines G3-Fax im
Fein-Modus. Oder so gut wie das Original!
Wenn ein G4 Fax eine G3 Sendung erhlt, leidet das Ergebnis
bedingt durch die schlechte bertragung. Aber das Canon Fax-L3300i
schaltet automatisch auf G3 Auflsung um, so wird es mglich,
sowohl G3- als auch G4-Dokumente perfekt auszugeben. Die
standardmige Speicherkapazitt im Canon Fax-L3300i betrgt 4MB.
Das bedeutet, da bis zu 74 Seiten (200 dpi) fr bertragung und
Empfang gespeichert werden knnen. Wenn Sie von einem G3-Fax
empfangen, knnen 148 Seiten im Speicher gehalten werden. Die
Erweiterung des Speichers bis zu 6 oder sogar 8MB - fr hohe
Bildauflsung (400 dpi) z.B. bei Fotografien - ist
selbstverstndlich ebenfalls mglich.

Kontaktadresse:    CANON GmbH.
            Abteilung Fax
            Zetschegasse 11
            A-1232 WIEN
            Tel. 0222/68 36 41
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