Intelligence Compiler - Expert System Shell
TGM_96: IC.TXT
D.I. Peter KRIEG

Hersteller: IntelligenceWare Inc. 1986
Version:    1.0b
Verteilung: 5 Stck 360kB Disketten (nicht kopiergeschtzt)
(System 1, System 2, Editor, Tutorial, Examples

Installation auf einer Harddisk:

Create eines Subdirectories "c:\ic" auf der Harddisk und berspielen des auf "System 1" befindlichen HINSTALL.BAT Batch-Files. Anschliessend dieses Batch-File aufrufen und die Disketten der geforderten Reihe nach einlegen. Die "Examples" werden nicht berspielt. Inklusive Tutorial (aber ohne Examples) bentigt "Intelligence Compiler" auf der Harddisk mindestens 950kB Platz. Der minimale Hauptspeicherbedarf wurde nicht ermittelt.

Characteristika

"Intelligence Compiler" ist eine Expert System Shell, das heisst es stellt eine Entwicklungsumgebung zum Erstellen von Expertensystemen zur Verfgung. Dazu zhlen:
  - Mengefhrter Editor, der sprachsensitiv die fr "Intelligence Compiler" notwendigen Daten- und Sprachstrukturen aufbauen hilft (Wissenserwerbskomponente).
  - Inference Engine (Schlussfolgerungsmaschine) ermglicht Foreward Chaining (datengetriebenes Schlussfolgern) sowie Backward Chaining (zielgetriebenes Schlussfolgern) gemischt.
  - Erklrungskomponente, die whrend der Konsultation einer Expertensystemanwendung ber das WARUM und nach Abschluss der Konsultation ber das WIE Auskunft gibt.
    WARUM ... warum eine bestimmte Frage gestellt wurde
    WIE   ... wie ein bestimmtes Ergebnis zustandekam (Backtracing)
  - Dialogkomponente, die, sofern bentigt, den Benutzer automatisch nach Daten (Fakten) fragt.

Das Wissen wird in Form von IF-THEN Regeln in einer Wissensbasis abgespeichert. Auf der IF-Seite der Regeln werden jene Bedingungen formuliert, die erfllt sein mssen, um die THEN-Seite der Regel auszufhren. Fakten (Daten) werden in Form von Frames abgespeichert. Als Besonderheit muss die Mglichkeit des "inexact reasoning" hervorgehoben werden (sowohl Regeln wie auch Fakten knnen Wahrscheinlichkeiten mitgegeben werden, mit deren Hilfe ein sogenanntes inexaktes Schlussfolgern mglich wird).

Das Expertensystem wird "kompiliert", das heisst in einen interpretierbaren Zwischencode umgewandelt, und arbeitet somit schneller als Systeme die auf LISP oder PROLOG aufbauen. Wieviele Regeln maximal in eine Expertensystemanwendung eingebunden werden knnen und ob eine Aufteilung auf mehrere Regelgruppen mglich ist, konnte nicht festgestellt werden. Ebenso unbekannt sind die Hardwareerfordernisse.

Zum Abschluss sei noch erwhnt, dass ein Tutorial eine kurze Einfhrung in die Welt der Expertensysteme wie auch in die Besonderheiten und Prinzipien von INTELLIGENCE gibt. Eine Reihe von Beispielen demonstriert die Wirkungsweise von INTELLIGENCE bei unterschiedlichen Anwendungen. Ein Handbuch wird dadurch aber nicht ersetzt. Man muss schon tiefgehende Kenntnisse haben, um dieses Programmpaket - das auch eine gute On-Line-Hilfe bereitstellt - sinnvoll und rationell einsetzen zu knnen. 
