Der WWW-Server wird mit 4 Karteikarten gesteuert.

Die grundlegenden Eigenschaften steuert das Karteiblatt "Service". Wichtig ist, ob man anonymen Zugang erlaubt und welcher Art die Passwort-Authentifizierung ist. Jeder anonyme User bekommt den Usernamen IUSR_<Rechnername> und ein zufälliges Passwort zugewiesen. Damit Zugang gewährt wird, ist es wichtig, daß derselbe Name in der Benutzerverwaltung mit demselben Passwort definiert ist. Die Grundinstallation erfolgt auch genauso und ohne weiteres Zutun. Sollte man jedoch aus irgendeinem Grund die Bezeichnung oder das Passwort für diesen anonymen User ändern, muß man das an beiden Orten tun: beim IIS-"Service" und in der Benutzerverwaltung von NT. Die Größe "Maximum Connections" ist ein bißchen optimistisch eingestellt.


Das Karteiblatt "Directories" zeigt einen kleinen Auszug aus der großen Zahl der virtuellen Verzeichnisse eines Web.
Interessant sind die Checkboxen "Enable Default Document" und "Directory Browsing Allowed". Mit "Enable Default Document" erspart sich der Benutzer die Eingabe einer Dokumentbezeichnung, falls ein Dokument "index.htm" existiert. Mit "Directory Browsing Allowed" erlaubt man dem Benutzer ein konkretes Verzeichnis anzusehen, wenn kein Dokument mit dem Namen "index.htm" existiert.
Fügt man mit "Add..." ein neues virtuelles Verzeichnis an, erhält man ein weiteres Dialog-Fenster ("Directory Properties"):
Das Karteiblatt "Directory" gibt man einen Pfad an, den man im Internet veröffentlichen möchte. Dieser Pfad kann im "Alias"-Feld einen abgekürzten Namen bekommen. Nur ein einziger Pfad kann das "Home-Directory" sein, alle anderen sind "Virtuelle Verzeichnisse", die sich so verhalten als hätten sie denselben Rang wie das Home-Directory. Wichtig ist zu wissen, daß ein User diese virtuellen Verzeichnisse nicht sieht, außer ein Link führt dorthin oder er kennt ihren Namen und gibt ihn explizit im Browser-Adreßfenster an.
Beispiel:
|
|
real |
alias |
im Browser |
|
Home-Directory |
P:\~www\ |
|
http://pcnews.at/ |
|
User-Directory |
P:\~autor\bucsics\ |
bucsics |
http://pcnews.at/bucsics |
Das Home-Directory kann keinen Alias-Namen haben.
Das Feld "Account Information" ist nur sichtbar, wenn der Server im vorigen Karteiblatt nicht als anonym zugänglich eingestellt wurde.
Normale WWW-Verzeichnisse sind immer im "Read"-Modus. Man kann zwar alles Lesen aber nicht schreiben. Besondere Verzeichnisse, die Scripts enthalten, erhalten auch das Recht "Execute", um Programme und Scripts ausführen zu können.
Beachten Sie, daß man jederzeit den Zugang für einzelne Verzeichnisse oder Dateien mit der Rechtevergabe im Dateimanager von Windows-NT verwehren kann. Beispiel: Am PCNEWS-Server sind das zum Beispiel die Seiten ab
http://pcnews.at/edu/sch/presse/~presse.htm.Virtuelle Server können abweichende Domainennamen haben. Statt
http://pcnews.at/bucsics/ könnte man dann http://bucsics.at/ verwenden. Allerdings verbraucht eine virtuelle Domain eine IP-Adresse und außerdem muß für jede Domain ein jährlicher Betrag an EUNET oder ACONET bezahlt werden.

Das Karteiblatt "Logging" legt die Protokollierung des Systems fest. Vorsichtshalber sollte man die LOG-Dateien auf ein eigenes Laufwerk legen, um sich vor einem eventuellen Überlauf des Systemlaufwerks zu schützen.
Die Zugangsmodalitäten im Karteiblatt "Advanced" legen fest, ob man den Server als Internet-Server (alle Rechner erhalten generelles Zugriffsrecht) oder als Intranet-Server (allen Rechnern wird der Zugriff verwehrt, außer den Usern des eigenen LAN) betrachtet.

Man kann einzelnen Rechnern oder Gruppen von Rechnern Zugriff erlauben oder verwehren.