Manche Programme können normalerweise nur durch Benutzerinteraktivität gestartet werden, wie z.B. alle Anwenderprogramme. Man kann zwar einen Verweis im Autostart-Ordner anbringen, doch diese Programme werden erst gestartet, wenn sich jemand am Server einloggt. Für das selbsttätige Hochfahren des Servers ist aber jede "Handarbeit" unzweckmäßig. Beim simplen Einschalten loggt sich niemand ein, daher starten auch die Programme im Autostart-Ordner nicht.
Leider wird zur Verbindungsherstellung das Programm "Dial-Up Networking" zum Herstellen einer Wählverbindung benötigt.
Die Lösung des Problems findet man – wie so oft – im Resource Kit von Windows NT Server.
Vor dem Einloggen eines Benutzers starten nur die sogenannten "Services", die man am ehesten mit den diversen Treibern aus der CONFIG.SYS vergleichen kann. Die Programme im Autostart-Ordner könnte man daher mit der alten AUTOEXEC.BAT-Datei von DOS vergleichen. Während aber beim DOS die beiden Dateien nacheinander ausgeführt werden, liegt im Falle von NT das Login des Benutzers dazwischen.
DOS NT
CONFIG.SYS Services (Systemsteuerung)
AUTOEXEC.BAT Autostart-Ordner
Man kann bei Windows-NT jedes Programm auch als Service starten. Man benutzt dazu ein Tool aus dem Resource-Kit (SRVANY.EXE). Dazu wird zunächst mit
INTSTSRV BootStart c:\tools\srvany.exe
Das Programm srvany.exe als Service "BootStart" beim Bootvorgang geladen und danach im Control-Panel/Services der Startup-Dialog entsprechend auf "Automatic" eingestellt. Schließlich müssen noch in der Registry die Parameter für dieses Service (welches Programm, mit welchen Parametern eigentlich geladen werden soll) eingestellt werden. In unserem Fall muß die Leitungsverbindung mit rasphone.exe hergestellt werden:
Rasphone.exe-d Standverbindung
Weitere Details entnimmt man der Dokumentation von SRVANY.EXE.