Administration der Microsoft FrontPage-Servererweiterungen

Allgemeine Administration der FrontPage-Servererweiterungen

Administration der FrontPage-Servererweiterungen unter Windows

Administration der FrontPage-Servererweiterungen unter UNIX

Das Dienstprogramm fpsrvadm

Das Dienstprogramm fpsrvadm installiert, aktualisiert, entfernt und überprüft die FrontPage-Servererweiterungen in FrontPage-Stammwebs und untergeordneten Webs, und führt weitere Administrationsaufgaben hinsichtlich FrontPage-Webs aus. Fpsrvadm kann auch dann ausgeführt werden, wenn der Webserver nicht ausgeführt wird (es kann jedoch erforderlich sein, daß der Administrationsdienst des Webservers ausgeführt wird).

Bei dem Dienstprogramm fpsrvadm handelt es sich um eine Befehlszeilenanwendung, die für UNIX und Windows NT verwendet werden kann.

Wenn Sie fpsrvadm aufrufen, geben Sie eine Aktion in der Form -operation <Wert> und Befehlszeilenoptionen in der Form -Option <Wert> an. Der folgende Befehl fpsrvadm aktualisiert beispielsweise die FrontPage-Servererweiterungen auf Anschluß 80 des virtuellen Servers beispiel.microsoft.com:

fpsrvadm -operation upgrade -xport 80 -multihost beispiel.microsoft.com

Jede Option besitzt, wie unten gezeigt, eine Kurzform. Die Kurzform für den oben genannten Beispielbefehl lautet:

fpsrvadm -o upgrade -p 80 -m beispiel.microsoft.com

Fpsrvadm umfaßt die folgenden Aktionen:

Aktion

Definition

install Installiert die Servererweiterungen im Stammweb oder einem untergeordneten Web.
upgrade Aktualisiert die Servererweiterungen im Stammweb oder einem untergeordneten Web.
uninstall Deinstalliert die Servererweiterungen von dem angegebenen Anschluß und virtuellen Server.
check Überprüft und korrigiert die Installation der FrontPage-Servererweiterungen auf dem angegebenen Anschluß und virtuellen Server.
security Fügt Administratoren, Autoren oder Benutzer einem FrontPage-Web hinzu bzw. entfernt diese und legt IP-Adreßbeschränkungen fest.
chown (nur bei UNIX) Legt die Sicherheitseinstellungen des Dateisystems fest, damit diese einwandfrei mit den FrontPage-Servererweiterungen funktionieren.
enable Aktiviert die Dokumenterstellung und Administration für das FrontPage-Web auf dem angegebenen Anschluß und virtuellen Server.
disable Deaktiviert die Dokumenterstellung und Administration für das FrontPage-Web auf dem angegebenen Anschluß und virtuellen Server.
recalc Berechnet alle Hyperlinks in dem FrontPage-Web auf dem angegebenen Anschluß und virtuellen Server neu.
putfile Importiert eine Datei in das FrontPage-Web auf dem angegebenen Anschluß und virtuellen Server.
recalcfile Berechnet alle Hyperlinks der angegebenen Datei in dem FrontPage-Web auf dem angegebenen Anschluß und virtuellen Server neu.

Für fpsrvadm stehen die folgenden Optionen zur Verfügung:

Option

Kurzform

Festlegung von …

Werte

-port -p Eine Anschlußnummer Eine ganze Zahl, wie z. B. 80
-web -w Ein FrontPage-Web-Name Der URL eines Ordners relativ zum Stammordner des Inhaltsbereichs, wie z. B.
/meinOrdner
-type -t Der Typ eines Webservers Bei UNIX:
ncsa
ncsa-manual-restart
apache
apache-fp
(Apache mit FrontPage-Patch)
apache-manual-restart
cern
cern-manual-restart
netscape
netscape-manual-restart
Bei Windows:
msiis (Microsoft Internet Information Server)
mspws (Microsoft Personal Web Server)
frontpage
netscape-communicator
netscape-commerce
netscape-enterprise
netscape-fastrack
website
-servconfig -s Die Konfigurationsdatei eines Webservers Ein vollständiger Pfadname, wie z. B.
/usr/local/apache/conf/
httpd.conf
-multihost -m Der Name oder die IP-Adresse eines virtuellen Servers Eine IP-Adresse oder ein vollständiger WWW-Hostname, wie z. B.
157.50.65.43 oder beispiel.microsoft.com
-username -u Ein Benutzername Ein Name, wie z. B. Benutzername. Bei IIS kann der Benutzername durch einen Domänennamen ergänzt werden, beispielsweise Domäne\Benutzername. Bei IIS kann der Name ein Windows NT-Benutzername oder ein Windows NT-Gruppenname sein.
-password -pw Ein Kennwort. Eine Kennwortzeichenfolge, wie z. B. 124Xyz
-ipaddress -i Eine IP-Adresse Eine IP-Adresse, wie z. B.
123.12.12.12
-access -a Der Typ des erteilten FrontPage-Web-Zugriffs Einer der folgenden Werte:
administrators,
authors, users,
remove (entfernt jeglichen Zugriff für das angegebene Konto)
-destination -d Ein URL in einem FrontPage-Web Ein URL relativ zum Ordner auf der obersten Ebene des FrontPage-Webs, wie z. B.
/meinOrdner/meineDatei.htm
-filename -f Ein Dateiname Ein vollständiger Pfad und Dateiname, wie z. B.
C:\MeineDateien\Dateiname.htm
-xUser -xu Ein UNIX-Benutzerkontoname Ein Kontoname, wie z. B.
"www"
-xGroup -xg Ein UNIX-Gruppenkontoname Ein Gruppenkontoname, wie z. B.
"www"
-noChownContent -n Gibt an, nur den Besitzer des Inhalts der FrontPage-Ordner _vti*
und nicht den Besitzer des Inhalts eines Benutzerordners zu ändern
Keine

Installieren

fpsrvadm -o install -p <nnnn> -m <Hostname>
    -u <Benutzername> -pw <Kennwort>
    -t <Servertyp> [-s <Serverkonfigurationsdatei> [ -w <Webname> ]
    [ -xu <UNIX-Benutzername>] [ -xg <UNIX-Gruppenname>] [ -n]

Installiert die FrontPage-Servererweiterungen auf Anschluß <nnnn> des virtuellen Servers <Hostname> unter Verwendung des angegebenen Administratornamens und -kennworts. Wenn <Webname> angegeben ist, werden die Servererweiterungen auf dem entsprechenden untergeordneten FrontPage-Web installiert. Andernfalls werden die Servererweiterungen im Stammweb des angegebenen virtuellen Servers installiert. Bei allen <Servertypen>, mit Ausnahme von Website und MSIIS, müssen Sie mit dem -s-Schalter eine Serverkonfigurationsdatei angeben.

Wenn bei UNIX "-xu" und "-xg" angegeben wurden, wird der Besitzer der FrontPage-Ordner und der Dateien der Servererweiterungen zusammen mit dem Webinhalt unter Verwendung von chown und chmod entsprechend den Angaben für <UNIX-Benutzername> und <UNIX-Gruppenname> geändert. Der -n-Schalter gibt unter Verwendung von chown und chmod nur den Besitzer und die Gruppe der FrontPage-Ordner und der Dateien der Servererweiterungen und nicht der Webinhaltsdateien an. Eine Beschreibung der UNIX-Serversicherheit unter FrontPage finden Sie unter "FrontPage-Sicherheit auf UNIX-basierten Systemen".

Um die Servererweiterungen unter Windows NT und einem IIS-Webserver zu installieren, verwenden Sie die folgenden Optionen. Die Kennwortoption ist nicht erforderlich, da bei IIS das Kennwort für Konten in den Administrationstools für die NT-Kontenliste und nicht in den Administrationstools des Webservers oder von FrontPage angegeben wird.

fpsrvadm -o install -t msiis -p 80 -m beispiel.microsoft.com -u AdminKonto

Um die Servererweiterungen auf einem Apache-Webserver zu installieren, auf dem der FrontPage-Patch für Apache ausgeführt wird, verwenden Sie die folgende Befehlszeile:

fpsrvadm -o install -t apache-fp -s /usr/local/apache/conf/httpd.conf -p 80 -m beispiel.microsoft.com -u AdminKonto -p AdminKennwort -xu www -xg www

Aktualisieren

fpsrvadm -o upgrade -p <nnnn> -m <Hostname> [ -w <Webname> ]
    [ -xu <UNIX-Benutzername>] [ -xg <UNIX-Gruppenname>] [ -n]

Aktualisiert die FrontPage-Servererweiterungen auf Anschluß <nnnn> des virtuellen Servers <Hostname>. Wenn <Webname> angegeben ist, werden die Servererweiterungen auf dem entsprechenden untergeordneten FrontPage-Web aktualisiert. Andernfalls werden die Servererweiterungen im Stammweb des angegebenen virtuellen Servers und alle untergeordneten Stammwebs, die sich unterhalb des Stammwebs befinden, aktualisiert.

Wenn bei UNIX "-xu" und "-xg" angegeben wurden, wird der Besitzer der FrontPage-Ordner und der Dateien der Servererweiterungen zusammen mit dem Webinhalt unter Verwendung von chown und chmod entsprechend den Angaben für <UNIX-Benutzername> und <UNIX-Gruppenname> geändert. Der -n-Schalter gibt mit Hilfe von chown und chmod nur den Besitzer und die Gruppe der FrontPage-Ordner und der Dateien der Servererweiterungen an.

Deinstallieren

fpsrvadm -o uninstall -p <nnnn> -m <Hostname>

Deinstalliert die FrontPage-Servererweiterungen von Anschluß <nnnn> des virtuellen Servers <Hostname>. Beim Deinstallieren der Servererweiterungen aus dem Stammweb des angegebenen virtuellen Servers werden alle untergeordneten Webs, die sich unterhalb des Stammwebs befinden, deinstalliert.

Beachten Sie, daß beim Deinstallieren der FrontPage-Servererweiterungen nicht der Inhalt entfernt wird. Es werden nur die ausführbaren Dateien und Zubehördateien der Servererweiterungen entfernt.

Überprüfen

fpsrvadm -o check -p <nnnn> -m <Hostname> [ -w <Webname> ]

Überprüft und korrigiert die Installation der FrontPage-Servererweiterungen auf Anschluß >nnnn< des virtuellen Servers >Hostname<. Wenn <Webname> angegeben ist, werden die Servererweiterungen auf dem entsprechenden untergeordneten FrontPage-Web überprüft. Andernfalls werden die Servererweiterungen im Stammweb des angegebenen virtuellen Servers überprüft.

Beim Überprüfen der Servererweiterungen werden die folgenden Aktionen durchgeführt: Ersetzen fehlerhafter FrontPage-Ordner und Dateien und Sicherstellen, daß alle FrontPage-Programmdateien mit den richtigen Berechtigungen vorhanden sind.

Sicherheit

fpsrvadm -o security -p <nnnn> -m <Hostname> -w <Webname>
    -a <Zugriffstyp> -u <Benutzername> -pw <Kennwort> [-i <IP-Adresse>]

Richtet die FrontPage-Web-Sicherheit auf dem FrontPage-Web <Webname>, dem angegebenen virtuellen Server und Anschluß sowie für den angegebenen Benutzernamen mit dem angegebenen Kennwort ein. Bei Microsoft IIS-Servern muß der Benutzername ein NT-Konto sein. Das Kennwort wird ignoriert, falls angegeben.

Um einen Administrator hinzuzufügen, geben Sie den Zugriffstyp "administrators" an. Um einen Autor hinzuzufügen, geben Sie den Zugriffstyp "authors" an, und um einen Benutzer hinzuzufügen, geben Sie den Zugriffstyp "users" an. Um die FrontPage-Web-Berechtigungen eines Benutzers, Administrators oder Autors zu entfernen, geben Sie den Zugriffstyp "remove" an. Um die Berechtigungen für ein bestimmtes Konto einzuschränken, muß das Konto zuerst entfernt und dann mit dem neuen Berechtigungsniveau erneut hinzugefügt werden.

Verwenden Sie den optionalen -i-Schalter, um den Zugriff von Autoren, Administratoren oder Endbenutzern abhängig von der IP-Adresse eines Clientcomputers einzuschränken. Sie können ein Sternchenzeichen (*) als Platzhalter für jeden der vier IP-Adreßabschnitte verwenden. Die IP-Adreßmaske 157.*.*.* gibt z. B. eine beliebige IP-Adresse an, die mit 157 beginnt. Beachten Sie bitte, daß eine IP-Adreßeinschränkung von einigen der von den FrontPage-Servererweiterungen unterstützten Servertypen nicht unterstützt wird.

Chown

fpsrvadm -o chown -p <nnnn> -m <Hostname> [ -w <Webname> ]
    [ -xu <UNIX-Benutzername>] [ -xg <UNIX-Gruppenname>] [ -n]

(Nur bei UNIX) Gibt unter Verwendung von chown und chmod die FrontPage-Ordner und die Dateien der Servererweiterungen zusammen mit dem Webinhalt entsprechend den Angaben für <UNIX-Benutzername> und <UNIX-Gruppenname> an. Dies gewährleistet die optimale Sicherheit der FrontPage-Servererweiterungen unter UNIX. Ausführliche Informationen finden Sie unter FrontPage-Sicherheit auf UNIX-basierten Systemen.

Der -n-Schalter gibt unter Verwendung von chown und chmod FrontPage-Ordner und die Dateien der Servererweiterungen und nicht die Webinhaltsordner und -dateien an.

Aktivieren

fpsrvadm -o enable -p <nnnn> -m <Hostname>

Aktiviert die Dokumenterstellung und Administration von FrontPage-Webs auf Anschluß <nnnn> des virtuellen Servers <Hostname>.

Deaktivieren

fpsrvadm -o disable -p <nnnn> -m <Hostname>

Deaktiviert die Dokumenterstellung und Administration von FrontPage-Webs auf Anschluß <nnnn> des virtuellen Servers <Hostname>.

Neuberechnen

fpsrvadm -o recalc -p <nnnn> -m <Hostname> -w <Webname>

Berechnet alle Hyperlinks in dem FrontPage-Web auf dem angegebenen virtuellen Server und Anschluß neu und korrigiert diese gegebenenfalls. Dieser Befehl führt die folgenden Aktionen durch: Wiedereinschließen von Seiten, die sich in der Komponente Seite einschließen befinden, Neuberechnen anderer FrontPage-Komponenten (wie z. B. Suchformulare und Navigationsleisten), Übernehmen von Seitenbereichen aller Seiten mit gemeinsamen Randbereichen, Zurücksetzen der Berechtigungen für die Ergebnisseiten der FrontPage-Behandlungsroutine für Formulare, und Neuberechnen der Textindizes.

Importieren

fpsrvadm -o putfile -p <nnnn> -m <Hostname> -w <Webname>
    -f <Dateiname> -d <Ziel>

Importiert die Datei <Dateiname> auf dem URL <Ziel> in das FrontPage-Web <Webname> auf dem angegebenen virtuellen Server und Anschluß.

Datei neuberechnen

fpsrvadm -o recalcfile -p <nnnn> -m <Hostname> -w <Webname>
    -d <Ziel>

Berechnet alle internen Hyperlinks zu dem URL <Ziel> im FrontPage-Web <Webname> auf dem angegebenen virtuellen Server und Anschluß neu und korrigiert sie gegebenenfalls. Dieser Befehl schließt Seiten in der Komponente Seite einschließen wieder ein und berechnet die Textindizes neu.

HTML-Administrationsformulare

Im Lieferumfang der FrontPage 98-Servererweiterungen sind HTML-Administrationsformulare enthalten. Dabei handelt es sich um HTML-Formulare, die für die Remoteinstallation und -administration der FrontPage-Servererweiterungen mit Hilfe eines Standardwebbrowsers verwendet werden können. Während der Installation der FrontPage-Servererweiterungen werden diese Formulare auf die Festplatte Ihres Webservers kopiert. Die Homepage der HTML-Administrationsformulare heißt fpadmin.htm.

Aufgrund der Sicherheitsrisiken bei der Remoteadministration von FrontPage mit Hilfe von Webbrowsern, werden die HTML-Administrationsformulare vom FrontPage-Installationsprogramm bei der Installation der Formulare nicht aktiviert und keine Browserzugriffe ermöglicht. Nachdem Sie sich mit den Sicherheitsrisiken vertraut gemacht haben, können Sie entscheiden, ob Sie die HTML-Administrationsformulare verwenden möchten oder nicht. Weitere Informationen zu den Sicherheitsrisiken sowie zur Installation der HTML-Administrationsformulare auf IIS 2.0, 3.0 und 4.0 finden Sie unter "Installieren der HTML-Administrationsformulare".

Installieren der FrontPage-Servererweiterungen auf einem neuen virtuellen Server.

  1. Starten Sie die HTML-Administrationsformulare, indem Sie in Ihrem Browser fpadmin.htm öffnen.
  2. Wählen Sie im Inhaltsverzeichnis New Virtual Server.
  3. Geben Sie im Feld Virtual Host Name den Namen des virtuellen Hosts ein, auf dem Sie die FrontPage-Servererweiterungen installieren möchten.
  4. Geben Sie im Feld Port Number den Namen des Anschlusses ein.
  5. Geben Sie im Feld Administrator Account Username einen Benutzernamen ein. Bei IIS kann der Benutzername zusammen mit einem Domänennamen, beispielsweise Domäne\Benutzername, eingegeben werden. Dieser Wert kann ein Windows NT-Benutzerkontoname oder ein Windows NT-Gruppenname sein.
  6. Klicken Sie auf Create Server.

Die FrontPage-Servererweiterungen werden installiert und ein Stammweb erstellt.

Installieren der FrontPage-Servererweiterungen auf einem neuen untergeordneten Web

  1. Starten Sie die HTML-Administrationsformulare, indem Sie in Ihrem Browser fpadmin.htm öffnen.
  2. Wählen Sie im Inhaltsverzeichnis New Subweb.
  3. Geben Sie im Feld Virtual Host Name den Namen des virtuellen Hosts ein, auf dem Sie das untergeordnete Web installieren möchten.
  4. Geben Sie im Feld Port Number den Namen des Anschlusses ein.
  5. Geben Sie im Feld Subweb Name den Namen des neuen untergeordneten Webs ein.
  6. Klicken Sie auf Create Subweb.

Das untergeordnete Web wird erstellt, und die FrontPage-Servererweiterungen werden installiert. Das neue untergeordnete Web erbt die Sicherheitseinstellungen vom Stammweb. Um die Sicherheitseinstellungen des untergeordneten Webs zu ändern, verwenden Sie die Formulare User Permissions und IP Address Permissions.

Entfernen der FrontPage-Servererweiterungen von einem virtuellen Server

  1. Starten Sie die HTML-Administrationsformulare, indem Sie in Ihrem Browser fpadmin.htm öffnen.
  2. Wählen Sie im Inhaltsverzeichnis Uninstall.
  3. Geben Sie im Feld Virtual Host Name den Namen des virtuellen Hosts ein.
  4. Geben Sie im Feld Port Number den Namen des Anschlusses ein.
  5. Klicken Sie auf Uninstall.

Beachten Sie, daß beim Deinstallieren der FrontPage-Servererweiterungen nicht der Inhalt entfernt wird. Es werden nur die Programmdateien und Zubehördateien der Servererweiterungen entfernt. Beim Deinstallieren werden die Servererweiterungen nicht nur im Stammweb des angegebenen virtuellen Servers sondern auch in allen untergeordneten Webs, die sich unterhalb des Stammwebs befinden, deinstalliert.

Überprüfen und Korrigieren der FrontPage-Servererweiterungen auf einem virtuellen Server

Beim Überprüfen der Servererweiterungen werden die folgenden Aktionen durchgeführt: Ersetzen fehlerhafter FrontPage-Ordner und Dateien; Sicherstellen, daß alle FrontPage-Programmdateien mit den richtigen Berechtigungen vorhanden sind und Löschen von Sperrdateien.

  1. Starten Sie die HTML-Administrationsformulare, indem Sie in Ihrem Browser fpadmin.htm öffnen.
  2. Wählen Sie im Inhaltsverzeichnis Check and Fix Extensions.
  3. Geben Sie im Feld Virtual Host Name den Namen des virtuellen Hosts ein.
  4. Geben Sie im Feld Port Number den Namen des Anschlusses ein.
  5. Klicken Sie auf Check.

Neuberechnen der Hyperlinks im Stammweb oder einem untergeordneten Web

Dieses Formular berechnet alle Hyperlinks in dem FrontPage-Web auf dem angegebenen virtuellen Server und Anschluß neu und korrigiert diese gegebenenfalls. Dazu gehören die folgenden Aktionen: Wiedereinschließen von Seiten, die sich in der Komponente Seite einschließen befinden, Neuberechnen anderer FrontPage-Komponenten (wie z. B. Suchformulare und Navigationsleisten), Übernehmen von Seitenbereichen aller Seiten mit gemeinsamen Randbereichen, Zurücksetzen der Berechtigungen für die Ergebnisseiten der FrontPage-Behandlungsroutine für Formulare und Neuberechnen der Textindizes.

  1. Starten Sie die HTML-Administrationsformulare, indem Sie in Ihrem Browser fpadmin.htm öffnen.
  2. Wählen Sie im Inhaltsverzeichnis Recalculate Links.
  3. Geben Sie im Feld Virtual Host Name den Namen des virtuellen Hosts ein.
  4. Geben Sie im Feld Port Number den Namen des Anschlusses ein.
  5. Um die Hyperlinks neu zu berechnen, geben Sie im Feld Subweb Name den Namen des untergeordneten Webs ein.
  6. Klicken Sie auf Recalculate.

Aktivieren der Dokumenterstellung auf einem virtuellen Server

  1. Starten Sie die HTML-Administrationsformulare, indem Sie in Ihrem Browser fpadmin.htm öffnen.
  2. Wählen Sie im Inhaltsverzeichnis Enable Authoring.
  3. Geben Sie im Feld Virtual Host Name den Namen des virtuellen Hosts ein.
  4. Geben Sie im Feld Port Number den Namen des Anschlusses ein.
  5. Klicken Sie auf Enable Authoring.

Deaktivieren der Dokumenterstellung auf einem virtuellen Server

  1. Starten Sie die HTML-Administrationsformulare, indem Sie in Ihrem Browser fpadmin.htm öffnen.
  2. Wählen Sie im Inhaltsverzeichnis Disable Authoring.
  3. Geben Sie im Feld Virtual Host Name den Namen des virtuellen Hosts ein.
  4. Geben Sie im Feld Port Number den Namen des Anschlusses ein.
  5. Klicken Sie auf Disable Authoring.

Ändern der Berechtigungen für einen Benutzer

  1. Starten Sie die HTML-Administrationsformulare, indem Sie in Ihrem Browser fpadmin.htm öffnen.
  2. Wählen Sie im Inhaltsverzeichnis User Permissions.
  3. Geben Sie im Feld Virtual Host Name den Namen des virtuellen Hosts ein.
  4. Geben Sie im Feld Port Number den Namen des Anschlusses ein.
  5. Geben Sie im Feld Subweb Name den Namen des untergeordneten Webs ein.
  6. Geben Sie im Feld Username den Namen des Benutzers ein, dessen Berechtigungen Sie hinzufügen, entfernen oder ändern möchten.
  7. Geben Sie im Feld Password das Kennwort des Benutzers ein.
  8. Wählen Sie die entsprechende Zugriffsebene für den Benutzer, oder klicken Sie auf Remove this User, um dem Benutzer den Zugriff zu verweigern.
  9. Klicken Sie auf Change Permissions.

Ändern der Berechtigungen für einen Computer

  1. Starten Sie die HTML-Administrationsformulare, indem Sie in Ihrem Browser fpadmin.htm öffnen.
  2. Wählen Sie im Inhaltsverzeichnis IP Address Permissions.
  3. Geben Sie im Feld Virtual Host Name den Namen des virtuellen Hosts ein.
  4. Geben Sie im Feld Port Number den Namen des Anschlusses ein.
  5. Geben Sie im Feld Subweb Name den Namen des untergeordneten Webs ein.
  6. Geben Sie im Feld IP Address die IP-Adresse des Computers oder der Gruppe von Computern ein, dessen bzw. deren Berechtigungen Sie hinzufügen, entfernen oder ändern möchten. Sie können ein Sternchenzeichen "*" als Platzhalter verwenden, wie z. B. 128.109.*.*.
  7. Wählen Sie die entsprechende Zugriffsebene für den Computer oder die Gruppe von Computern, oder klicken Sie auf Remove this mask, um alle Einschränkungen für die IP-Adresse oder IP-Adreßmaske zu entfernen.
  8. Klicken Sie auf Change Permissions.

Das Dienstprogramm fpremadm

Das Dienstprogramm fpremadm basiert auf dem Dienstprogramm fpsrvadm. Es ermöglicht die Remoteadministration der FrontPage-Servererweiterungen über WinInet unter Verwendung eines Clientcomputers. Es installiert, aktualisiert, entfernt und überprüft die FrontPage-Servererweiterungen in FrontPage-Stammwebs und untergeordneten Webs und führt weitere Administrationsaktionen hinsichtlich FrontPage-Webs aus, ähnlich wie fpsrvadm.

Das Dienstprogramm fpremadm.exe funktioniert nur bei Windows-Computern. Es gibt keine UNIX-Version dieses Dienstprogramms.

Um fpremadm verwenden zu können, müssen Sie zuerst die HTML-Administrationsformulare aktivieren, da fpremadm.exe die gleichen serverseitigen CGI- oder ISAPI-Skripts verwendet wie die HTML-Administrationsformulare. Der für die HTML-Administrationsformulare verwendete URL wird bei fpremadm.exe in einem leicht geänderten Formular als Argumentwert für "-Zielserver" verwendet.

Fpremadm besitzt den gleichen Funktionsumfang wie fpsrvadm. Es enthält die folgenden zusätzlichen Optionen für die Remoteadministration:

Zusätzliche Option

Festlegung von …

Werte

-targetserver Der vollständige URL des serverseitigen Administrationsskripts. Diese Option ist nicht mit der Option -multihost identisch, die steuert, welcher virtuelle Server verwaltet werden soll. Die Option -targetserver muß den vollständigen URL zum eigentlichen ausführbaren Administrationsskript bezeichnen. Eine URL-Zeichenfolge, wie z. B.:

http://beispiel.microsoft.com/fpadmin/scripts/fpadmcgi.exe,

bzw. bei Webservern unter IIS und Microsoft Personal Web Server ein URL in der Form:

http://beispiel.microsoft.com/fpadmin/scripts/fpadmdll.dll

-adminusername Der zu verwendende Benutzername, um die Echtheit des Zugriffs auf das Administrationsskript zu bestätigen. Diese Option ist nicht mit dem Argument "-username" identisch. Es handelt sich um den Benutzernamen, der für die Anmeldung verwendet wird, um Zugriff auf die Möglichkeiten der Remoteadministration zu erhalten. Ein Benutzername, wie z. B.:

"Benutzerkonto".

Diese Option braucht nicht angegeben zu werden, wenn Sie die Echtheitsbestätigung "Windows NT-Abfrage/Rückmeldung" verwenden.

-adminpassword Das zu verwendende Kennwort, um die Echtheit des Zugriffs auf das Administrationsskript zu bestätigen. Diese Option ist nicht mit dem Argument "-password" identisch. Es handelt sich um das Kennwort, das für die Anmeldung verwendet wird, um Zugriff auf die Möglichkeiten der Remoteadministration zu erhalten. Ein Kennwort, wie z. B.:

787abC

Diese Option braucht nicht angegeben zu werden, wenn Sie die Echtheitsbestätigung "Windows NT-Abfrage/Rückmeldung" verwenden.

Das Dienstprogramm FrontPage Server Administrator

Der FrontPage Server Administrator fpsrvwin.exe installiert, aktualisiert, entfernt und überprüft die FrontPage-Servererweiterungen in FrontPage-Stammwebs und untergeordneten Webs und führt weitere Administrationsaufgaben hinsichtlich FrontPage-Webs aus. Es handelt sich um eine Windows-basierte grafische Benutzerschnittstelle des Dienstprogramms fpsrvadm. Es kann auch dann ausgeführt werden, wenn der Webserver aktuell nicht ausgeführt wird (obwohl bei einigen Webservertypen der Administrationsdienst für den Webserver ausgeführt werden muß, um fpsrvwin verwenden zu können).

Anmerkungen: Einige Aktionen des FrontPage Server Administrators erfordern die Angabe der Position der Serverkonfigurationsdatei. Bei Netscape Servern befinden sich die Konfigurationsinformationen in der Registrierung von Windows NT bzw. Windows 95. Jeder Anschluß verfügt über einen eigenen Bereich. Sie müssen die Anschlußnummer an der dafür vorgesehenen Stelle eingeben. Bei WebSite Servern befinden sich die Konfigurationsinformationen in der Registrierung von Windows NT bzw. Windows 95. Sie brauchen nur dann serverspezifische Informationen eingeben, wenn Sie das Multihoming-Leistungsmerkmal von WebSite verwenden. In diesem Fall müssen Sie den vollständigen Domänennamen des Serverhosts, den Sie installieren, eingeben.

Der FrontPage Server Administrator ist als einzelnes Dialogfeld implementiert, in dem Sie die entsprechende Aktion auswählen und die Anschlußnummer einstellen. Das Dialogfeld enthält die folgenden Felder:

Server oder Anschlußnummer auswählen

Dieses Feld enthält die virtuellen Server und Anschlüsse, auf denen die FrontPage-Servererweiterungen installiert wurden. Wählen Sie einen virtuellen Server bzw. eine Anschlußnummer, bevor Sie weitere Aktionen durchführen (Ausnahme: Installieren).

Installieren

Installiert die FrontPage-Servererweiterungen auf einem Webserver. Sie können die Servererweiterungen auf den folgenden Webservertypen installieren:

Aktualisieren

Aktualisiert die FrontPage-Servererweiterungen auf dem ausgewählten virtuellen Server bzw. Anschluß. Das Stammweb und alle untergeordneten Webs auf dem Servercomputer werden auf die neueste Version der Servererweiterungen aktualisiert.

Deinstallieren

Entfernt die FrontPage-Servererweiterungen auf dem ausgewählten virtuellen Server bzw. Anschluß.

Prüfen und korrigieren

Überprüft und korrigiert die Installation der FrontPage-Servererweiterungen auf dem angegebenen virtuellen Server bzw. Anschluß.

Beim Überprüfen der Servererweiterungen werden die folgenden Aktionen durchgeführt: Ersetzen fehlerhafter FrontPage-Ordner und Dateien; Sicherstellen, daß alle FrontPage-Programmdateien mit den richtigen Berechtigungen vorhanden sind. Bei IIS Webservern und Microsoft Personal Webservern werden Sie aufgefordert, die Sicherheit zu erhöhen. Wenn Sie auf Ja klicken, optimiert FrontPage die Sicherheitseinstellungen für Ordner und Dateien in Ihren Webs. Die aktuellen Sicherheitseinstellungen können geändert werden.

Dokumenterstellung

Aktiviert oder deaktiviert die Dokumenterstellung auf dem ausgewählten virtuellen Server/Anschluß. Klicken Sie auf Aktiviert, um die Dokumenterstellung zu aktivieren, bzw. auf Deaktiviert, um sie zu deaktivieren.

Sicherheit

Fügt einen Administrator für den ausgewählten virtuellen Server/Anschluß hinzu. Bei einigen Servertypen werden Sie aufgefordert, einen Namen und ein Kennwort einzugeben. Bei anderen Servern werden Sie nur aufgefordert, einen Namen einzugeben. Für den angegebenen Namen wird das Systemkennwort verwendet.

Erstellen eines neuen virtuellen Servers unter Windows NT

Bei IIS2.0 und 3.0 ...

Verwenden Sie das folgende Verfahren, um einen neuen virtuellen Server zu erstellen.

  1. Sie müssen die IP-Adresse des neuen virtuellen Servers mit Hilfe der NT-Netzwerk-Systemsteuerung festlegen. Nach dem Hinzufügen einer IP-Adresse muß der Computer neu gestartet werden, damit diese wirksam wird. Um den Neustart zu vermeiden, wenn Sie einen neuen virtuellen Server hinzufügen (und so den Online-Betrieb für einige Minuten zu unterbrechen), bereiten Sie in der Registrierung 50 IP-Adresssen als Reserve vor.
  2. Die IIS-Sicherheit basiert auf Konten des NT-Computers. In den meisten Fällen erstellen Sie daher ein Konto des NT-Computers, bevor Sie die FrontPage-Erweiterungen installieren. Sie erstellen ein Konto des NT-Computers mit dem Dienstprogramm net.exe oder dem NT-Benutzermanager. Um Hilfe zum Dienstprogramm net.exe zu erhalten, geben Sie an der MS-DOS-Befehlszeile "net help user" ein.
  3. Erstellen Sie auf der Festplatte einen Stammordner für den Inhalt. Normalerweise ist dies C:\InetPub\www.VirtuellerComputerName.com.
  4. Der Stammordner für die Informationen besitzt eine ACL, die von dem übergeordneten Ordner im Dateisystem geerbt wird. Oftmals besitzt das Dateisystem lockere Berechtigungen, wenn z. B. dem Konto "JEDER" vollständige Steuerung erteilt wird. Wenn diese Berechtigungen nicht geändert werden, bleiben die Berechtigungen für das Konto "JEDER" während der Installation der FrontPage-Erweiterungen in diesem Informationsstammordner erhalten. Alle Benutzer sind dann in der Lage, den Inhaltsbereich zu durchsuchen, und alle Benutzer können in den Inhaltsbereich schreiben (jedoch nicht über FrontPage). Um dies zu vermeiden, entfernen Sie diese ACLs, und legen Sie die Anfangs-ACL im Informationsstammordner mit einer klaren Richtlinie fest, in der alle unberechtigten Benutzer, das Konto "SYSTEM" und eventuell das Konto "IUSR_Computername" enthalten sind, wenn das Web nicht ohne Echtheitsbestätigung durchsucht werden soll.
  5. Erstellen Sie einen virtuellen Serverstammordner mit der neuen IP-Adresse, die Sie in Schritt 1 erstellt oder zugewiesen haben. Sie können dafür das Dienstprogramm iisadmin.exe oder den Internetdienst-Manager von Windows NT verwenden.
  6. Installieren Sie die FrontPage-Servererweiterungen auf dem Stammweb des virtuellen Servers mit Hilfe des FrontPage Server Administrators, des Dienstprogramms fpsrvadm oder der HTML-Administrationsformulare.
  7. Fügen Sie optional einen FTP-Dienst dem virtuellen Server hinzu, indem Sie das Dienstprogramm iisadmin.exe oder den Internetdienst-Manager von Windows NT verwenden.

Bei IIS4.0 ...

Bei IIS 4.0 ist die Erstellung eines virtuellen Servers und die Installation der FrontPage-Servererweiterungen auf dem neuen virtuellen Stammordner in den IIS 4.0-Administrationstools integriert. Nach dem Erstellen einer neuen Website mit dem New Web Site-Assistent können die Servererweiterungen entweder mit dem FrontPage Server Administrator oder mit Hilfe der Eigenschaftsseite des virtuellen Servers hinzugefügt werden. Wechseln Sie zur Registerkarte Verknüpfung, und klicken Sie dann auf die Option FrontPage-Web, die die FrontPage-Servererweiterungen automatisch installiert.

Bei Netscape ...

Verwenden Sie bei Netscape-Webservern das entsprechende Administrationstool zum Erstellen eines virtuellen Servers, und fügen Sie die Servererweiterungen mit Hilfe des FrontPage Server Administrators hinzu.

Erstellen eines neuen virtuellen Servers unter UNIX

  1. Erstellen Sie ein neues UNIX-Konto für den Benutzer.
  2. Erstellen Sie einen Informationsstammordner und einen Bereich für die Konfigurationsdateien. Beispielsweise: /usr/local/www/newuser/content und /usr/local/www/newuser/conf.
  3. Erstellen Sie einen virtuellen Server für das neue Konto. Ausführliche Informationen finden Sie in der Dokumentation des Webservers.
  4. Führen Sie das Dienstprogramm fpsrvadm aus (oder verwenden Sie die HTML-Administrationsformulare), um die FrontPage-Servererweiterungen auf dem neuen virtuellen Server zu installieren. Zum Beispiel:
  5. fpsrvadm -o install -t Servertyp -h Hostname -u Benutzername -pw Kennwort -p Port -xUser UnixBenutzerKonto -xGroup UnixGruppenKonto

  6. Ändern Sie die Besitzerrechte des Webs unter Verwendung von chown entsprechend. Wenn Sie die oben genannte Beispielbefehlszeile verwenden, können Sie dies gleichzeitig mit der Installation der FrontPage-Servererweiterungen durchführen, indem Sie die Optionen -xUser und -xGroup verwenden. Verwenden Sie andernfalls die Option chown von fpsrvadm. Zum Beispiel:

fpsrvadm -o chown -h Hostname-p Port -xUser UnixBenutzerKonto -xGroup UnixGruppenKonto

IIS-Sicherheit und Verwaltungsstrategien für Berechtigungen

Das FrontPage-Sicherheitssystem verwendet eine Kombination aus dem Webserver-Sicherheitssystem und dem Sicherheitssystem für das Dateisystem des Webservercomputers. Wie unter Sicherheitsaspekte dargestellt, besitzen alle Informationen in einem bestimmten FrontPage-Web im FrontPage-Sicherheitsmodell die gleichen Berechtigungen zum Durchsuchen, für die Dokumenterstellung und für Administrationsfunktionen.

In einigen Anwendungen ist eine einfachere Administration oder eine feinere Einstellung der Sicherheitsebene als die normale FrontPage-Web-Ebene erforderlich. In einigen Fällen möchten Sie eventuell Berechtigungseinstellungen für den Schreib- oder Lesezugriff für jeden einzelnen Ordner oder jede einzelne Datei getrennt festlegen. Berechtigungen dieser Art werden von FrontPage nicht direkt unterstützt. Wenn Sie aber eine Kombination der FrontPage-Sicherheitsverwaltung und der manuellen Sicherheitsverwaltung verwenden, kann eine feinere Regulierung der Sicherheitseinstellungen erreicht werden. Dieser Abschnitt zeigt verschiedene mögliche Strategien auf, eine Feineinstufung der Sicherheit und eine einfache Administration der Berechtigungen zu erreichen.

In FrontPage wird die gesamte Sicherheit verwaltet, die Berechtigungen werden jedoch im NT-Benutzer-Manager verwaltet

In dieser Situation wird die Sicherheitsverwaltung von FrontPage auf Webbasis verwendet. Die Benutzerschnittstelle von FrontPage Explorer für FrontPage-Berechtigungen wird jedoch nicht für die Sicherheitsverwaltung verwendet. Die Benutzerschnittstelle für FrontPage-Berechtigungen verwendet den Inhalt der NT-Kontenliste, um zu steuern, welche Benutzer Lese-, Schreib- und Administrationsberechtigungen besitzen. Die FrontPage-Schnittstelle unterscheidet sich jedoch von den Tools des NT-Benutzer-Managers, die auch für andere Administrationsaufgaben für Windows NT-Benutzer eingesetzt werden. Um die Administration der FrontPage-Web-Berechtigungen über den Windows NT-Benutzer-Manager zu ermöglichen, verwenden Sie Windows NT-Gruppen.

Bei jedem Erstellen eines FrontPage-Webs erstellen Sie für das Web eine eigenständige Windows NT-Gruppe für Benutzer, Autoren und Administratoren mit Hilfe des FrontPage-Befehls Berechtigungen. Nachdem diese Gruppen mit Hilfe des FrontPage-Befehls Berechtigungen hinzugefügt wurden, kann die Steuerung der Berechtigungen, die einem Benutzer erteilt wurden auf das FrontPage-Web über die Steuerung der Gruppenzugehörigkeit mit Hilfe des NT-Benutzer-Managers erfolgen. IIS und die FrontPage-Erweiterungen erteilen abhängig von der Gruppenzugehörigkeit automatisch Lese- und Schreibberechtigung.

Um zu verhindern, daß FrontPage-Administratoren die Berechtigungen des FrontPage-Webs unter Verwendung den FrontPage-Befehl Berechtigungen ändern (und so die NT-Gruppen umgehen), erteilen Sie ausschließlich Administratoren des Webservercomputers und keinesfalls Autoren für den Inhaltsbereich Administrationsberechtigungen für FrontPage. Indem Autoren keine Administrationsberechtigungen für FrontPage erhalten, werden sie daran gehindert, neue untergeordnete Webs zu erstellen. Das Erstellen von untergeordneten Webs muß von Administratoren des Webservercomputers durchgeführt werden.

Kombination aus FrontPage-Sicherheitsverwaltung und manueller Verwaltung für einige wenige Sicherheitseinstellungen auf Ordnerbasis

Wenn die meisten Webinformationen gleichartige Sicherheitsanforderungen besitzen, und nur einige Ordner im Web einmalige Sicherheitseinstellungen erfordern, verwenden Sie die Sicherheitsverwaltung von FrontPage zusammen mit einigen manuellen Änderungen im Dateisystem, um die Sicherheit der besonderen Ordner zu ändern. Beispiele dafür, wann dieses Vorgehen bei der Sicherheitsverwaltung geeignet ist, sind:

Verwenden von getrennten untergeordneten Webs für genauere Sicherheitseinstellungen

Anstatt den gesamten Webinhalt in einem einzigen großen, hierarchisch organisierten Web zu speichern, teilen Sie den Inhalt in mehrere untergeordnete Webs auf . Die einzelnen Ordner in der hierarchischen Struktur werden zu einzelnen untergeordneten Webs. Aufgrund der Verwendung von untergeordneten Webs erfolgt automatisch eine genauere Einstellung der Sicherheit, da jedes untergeordnete Web eigene Sicherheitseinstellungen besitzt. Ein weiterer Vorteil der Verwendung von untergeordneten Webs ist eine erhöhte Leistung, da die Zeit, die benötigt wird, um Hyperlinks neu zu berechnen, direkt proportional zu der Anzahl und Größe der Dokumente ist, die in einem einzelnen Web gespeichert sind. Da jedes untergeordnete Web nur einen Teil der Dokumente enthält, benötigt ein Benutzer weniger Zeit, um Hyperlinks im Inhaltsbereich des Benutzers neu zu berechnen. Ein Nachteil dieser Lösung liegt darin, daß die URLs für den Zugriff auf die Informationen keine organisatorische Hierarchie bilden und das Verknüpfen der einzelnen Stränge der Hierarchie schwieriger ist.

Verwenden eines Durchgangsseitenservers für die Dokumenterstellung und anschließendes Kopieren auf einen Produktionsserver mit manuell verwalteten Berechtigungen

In diesem Modell erfolgt die gesamte Dokumenterstellung auf einem Durchgangsseitenserver, der nicht für das Publizieren von Webinhalt unter realen Bedingungen verwendet wird. Alle Berechtigungen werden mit Hilfe des Standard-FrontPage-Befehls Berechtigungen verwaltet. Wenn der Inhalt für das Publizieren vorbereitet ist, wird er auf einen Produktionsserver (entweder mit Hilfe des FrontPage-Befehls Publizieren oder mit Hilfe eines anderen Verfahrens, wie z. B. durch das Kopieren von Dateien oder unter Verwendung von Microsoft Content Replication System) kopiert, und die Berechtigungen werden auf dem Produktionsserver außerhalb des FrontPage-Befehls Berechtigungen festgelegt.

Ein Vorteil dieses Modells ist, daß die Dokumenterstellung und der Arbeitsfortschritt gegenüber Benutzern, die das Web durchsuchen, zu keinem Zeitpunkt offengelegt wird. Ein Nachteil ist jedoch, daß die Verwendung einiger FrontPage-Komponenten, wie z. B. der FrontPage-Standardbehandlungsroutine für Formulare, schwieriger ist, da sich die Ergebnisdateien auf dem Produktionsserver und nicht auf dem Dokumenterstellungsserver befinden. Darüber hinaus stellen das Publizieren und das Einstellen der Berechtigungen separate Schritte dar, für die unter Umständen eine besondere Konfiguration erforderlich ist.

Manuelles Verwalten aller Berechtigungen

Berechtigungen können völlig unabhängig vom FrontPage-Befehl Berechtigungen verwaltet werden, indem die ACLs des Dateisystems für den gesamten Webinhalt direkt geändert werden. Bei Verwendung dieser Methode helfen Ihnen die folgenden Richtlinien, Konflikte mit FrontPage zu vermeiden. Die manuelle Verwaltung der Berechtigungen ist jedoch wegen des Risikos, daß FrontPage bei einer Fehlkonfiguration nicht mehr funktioniert oder möglicherweise Berechtigungen so gelockert werden, daß das Web gegenüber unberechtigten Benutzern, Autoren oder Administratoren offengelegt wird, nicht zu empfehlen.

IIS 4.0 und die Servererweiterungen

Die Verwaltung der FrontPage-Servererweiterungen in IIS, Version 4.0, erfolgt im allgemeinen in der gleichen Weise wie die Verwaltung unter früheren Versionen von IIS. Wenn Sie die FrontPage-Servererweiterungen mit IIS 4.0 verwenden, stellen Sie sicher, daß die FrontPage-Servererweiterungen nicht in einem separaten Speicherraum ausgeführt werden, wie es für IIS 4.0-Websites optional ist. Das Ausführen der FrontPage-Servererweiterungen in einem separaten Speicherraum verursacht die folgenden Probleme:

Das Dienstprogramm "iisadmin"

Das Dienstprogramm iisadmin fügt auf Microsoft IIS 2.0- und 3.0-Webservern virtuelle Server hinzu bzw. entfernt oder ändert diese. Dieses Dienstprogramm wurde für das Ausführen in Skripts oder von der Befehlszeile aus entwickelt, um die Verwaltung von IIS 2.0- und IIS 3.0-Webservern zu automatisieren, die andernfalls mit Hilfe des grafischen Internetdienst-Managers verwaltet werden müssen.

iisadmin umfaßt die folgenden Aktionen:

Aktion

Definition

add Fügt einen virtuellen Server oder ein Stammweb hinzu.
delete Entfernt einen virtuellen Server oder ein Stammweb.
edit Ändert die Konfiguration eines virtuellen Servers oder eines Stammwebs.

Die iisadmin-Optionen sind (im folgenden finden Sie eine ausführliche Beschreibung der für jede Aktion gültigen Optionen):

Option

Kurzform

Gibt an...

Werte

-Zielserver -t Der Servercomputer für das Ausführen Ein Computername, wie z. B.

\\meinServer

Wenn dieser Schalter übergangen wird, wird der lokale Server verwendet.

-service -s Der Dienst, der auf dem virtuellen Server angeboten werden soll WWW oder FTP
-url -u Der neue virtuelle URL des Stammwebs Ein relativer URL, wie z. B.

/vroot

Beachten Sie, daß FrontPage UNC-Ordner in der folgenden Form nicht erkennt

\\MeinComputer\Ordner.

-directory -d Der dem virtuellen Stammweb zuzuordnende Ordner Ein Ordner, wie z. B.

C:\Inhalt

Beachten Sie, daß FrontPage UNC-Ordner in der folgenden Form nicht erkennt

\\MeinComputer\Ordner.

-virtual -v Eine dem virtuellen Server zuzuordnende IP-Adresse. Eine IP-Adresse, wie z. B.
123.12.12.12.
Wenn der Wert nicht angegeben wurde und der Dienst WWW verwendet wird, werden alle auf dem Servercomputer registrierten IP-Adressen dem virtuellen Server zugeordnet.
-account -a Das Benutzerkonto Ein Kontoname wie z. B.
"meinKonto"
-password -p Das Kennwort für das Benutzerkonto Ein Kennwort, wie z. B.
"123aBc"
-read -r Gibt Benutzern Lesezugriff im virtuellen Stammweb true oder false
-write -w Gibt Benutzern Schreibzugriff im virtuellen Stammweb true oder false

(nur bei FTP)

-execute -e Ermöglicht Benutzern das Ausführen von Skripts im virtuellen Stammweb true oder false

(nur bei WWW)

Hinzufügen

iisadmin -o add -s <Dienst> -u <URL> -d <Ordner>
    -v [<IP-Adresse>] -r <true|false> -w <true|false>
    -e <true|false> [-t <Zielserver>]

Fügt das virtuelle Stammweb <URL> dem Computer <Zielserver> hinzu. Wenn Sie<Zielserver> auslassen, wird das virtuelle Stammweb auf dem aktuellen Computer hinzugefügt. Die dem Server zugeordneten Informationen befinden sich in <Ordner>. Wenn Sie <IP-Adresse> angeben, wird diese Angabe dem virtuellen Stammweb zugeordnet. Wenn Sie <IP-Adresse> nicht angeben, werden alle IP-Adressen, die auf <Zielserver> registriert sind, dem virtuellen Stammweb zugeordnet. Der <Dienst> kann "www" oder "ftp" sein.

Die Schalter "-r", "-w" und "-e" legen Lese-, Schreib- und Ausführungseinschränkungen auf dem virtuellen Stammweb fest.

Löschen

iisadmin -o delete -u <URL> -d <Ordner> -v <IP-Adresse>
    [-t <Zielserver>]

Löscht das virtuelle Stammweb <URL>, das der IP-Adresse <IP-Adresse> zugeordnet ist, vom Computer <Zielserver>. Wenn Sie <Zielserver> auslassen, wird das virtuelle Stammweb auf dem aktuellen Computer gelöscht. Der Schalter <Ordner> ist erforderlich, damit das richtige virtuelle Stammweb gelöscht wird.

Bearbeiten

iisadmin -o edit -s <Dienst> -u <URL> -d <Ordner>
    [-t <Zielserver>] -r <true|false> -w <true|false> -e <true|false>

Ändert die Lese-, Schreib- oder Ausführungseinschränkungen auf dem virtuellen Stammweb <URL> auf dem Computer <Zielserver>. Wenn Sie <Zielserver> auslassen, gilt die Änderung für den aktuellen Computer. Die dem Server zugeordneten Informationen befinden sich in <Ordner>. Die Schalter "-r", "-w" und "-e" legen Lese-, Schreib- und Ausführungseinschränkungen auf dem virtuellen Stammweb fest.

Verwenden der FrontPage-Konfigurationsdatei

Einige Leistungsmerkmale der FrontPage 97-Servererweiterungen können über Einstellungsparameter in den entsprechenden Abschnitten der FrontPage-Konfigurationsdatei konfiguriert werden.

Bei Windows heißt die FrontPage-Konfigurationsdatei frontpg.ini. Diese Datei befindet sich im Windows NT-Ordner. Die entsprechenden Abschnitte für jeden virtuellen Server lauten: [Anschluß <IP-Adresse>:<Anschluß>]. Globale Einstellungen sind im Abschnitt [FrontPage 3.0] gespeichert. Die Standardeinstellung aller dieser Parameter in der Software ist 0, sofern nicht anders angegeben.

Wenn sich der Parameter im Abschnitt [FrontPage 3.0] der Datei frontpg.ini befindet, wirkt dieser sich auf alle Anschlüsse und alle Webserver aus, die auf dem betreffenden Server installiert sind. Wenn sich der Parameter im Abschnitt [Anschluß<IP-Adresse>:<Anschluß>] befindet, gilt er nur für den jeweiligen Anschluß.

Die Parameter-Syntax in frontpg.ini ist:

Parameter=Wert

Eine vollständige Beschreibung dieser Datei zusammen mit den FrontPage-Standardeinstellungen finden Sie unter Fontpg.ini-Einstellungen.

Bei UNIX heißt die allgemeine FrontPage-Konfigurationsdatei (bei allen Servern) /usr/local/frontpage/version 3.0/frontpg.cnf. Die FrontPage-Konfigurationsdateien für alle virtuellen Server befinden sich ebenfalls im Ordner /usr/local/frontpage/. Sie heißen: we<Anschluß>.cnf oder <Hostname: Anschluß>.cnf.

Die Parameter-Syntax unter UNIX ist:

Parameter:Wert

Eine vollständige Beschreibung dieser Datei zusammen mit den FrontPage-Standardeinstellungen finden Sie unter FrontPage-Konfigurationsdatei-Einstellungen bei UNIX.

Es folgen einige Schlüsselvariablen der FrontPage-Konfigurationsdatei:

NoSaveResultsToAbsoluteFile

Wenn dieser Parameter auf einen Wert ungleich Null festgelegt wird, können die FrontPage-Standardbehandlungsroutinen für Formulare und die Behandlungsroutinen für Registrierungs- und Diskussionsformulare nicht in einen absoluten Dateipfad schreiben, auch wenn das Lesekonto die NTFS-Rechte für das Schreiben in diesem Pfad besitzt. In diesem Fall kann die Standardbehandlungsroutine für Formulare nur in eine Datei schreiben, die sich im Inhaltsbereich des Webs befindet.

NoExecutableCgiUpload

Wenn dieser Parameter auf einen Wert ungleich Null festgelegt wird, können Autoren keine Dateien in einen Ordner übertragen, der als ausführbar markiert ist, und einen Ordner als ausführbar markieren. Wenn dieser Parameter auf einen Wert ungleich Null festgelegt ist, können Autoren keine Active Server Pages (ASP), Internet Database Connector-Seiten (IDC), PERL-Skripts (PL), CGI-Skripts und ISAPI-Erweiterungen übertragen und ausführen. Um nur die Möglichkeit von Autoren darauf einzuschränken, CGI-Skripts und ISAPI-Erweiterungen zu übertragen und auszuführen, verwenden Sie den nachstehend beschriebenen Konfigurationsparameter "AllowExecutableScripts".

AllowExecutableScripts (Nur bei IIS)

Wenn dieser Parameter auf einen Wert ungleich Null festgelegt wird, aktiviert FrontPage das Ausführungs-Bit der Dateien in den ausführbaren Ordnern. Wenn Ordner als ausführbar markiert sind, werden alle Dateien, die sich in dem Ordner befinden, ebenfalls als ausführbar markiert. Wenn Autoren die Berechtigung besitzen, Dateien in ausführbaren Ordnern zu speichern (weil der oben erwähnte Parameter "NoExecutableCgiUpload" den Wert 0 hat), bewirkt das Festlegen dieses Parameters auf einen Wert ungleich Null, daß Autoren nachträglich gespeicherte CGI-Skripts und ISAPI-Erweiterungen ausführen können, da diese als ausführbar markiert sind.

RestrictIISUsersAndGroups (Nur bei IIS)

Wenn dieser Parameter auf einen Wert ungleich Null festgelegt wird, werden nur Benutzer und Gruppen einer einzelnen NT-Gruppe angezeigt. Wenn für einen bestimmten Dienst der Parameter "RestrictIISUsersAndGroups" aktiviert ist, suchen die Servererweiterungen nach einer Windows NT-Gruppe, die im folgenden Format benannt ist:

FP_DienstName[_untergeordnetesWeb]

Hierbei ist Dienstname die Kombination der IP-Adresse und der Anschlußnummer des Dienstes auf einem Multihosting-IIS-Computer, während UntergeordnetesWeb den Namen des untergeordneten Webs bezeichnet. Auf einem IIS 2.0- oder 3.0-Server stellt der Bestandteil Dienstname die Anschlußnummer dar, beispielsweise "80". Um die Einschränkungsgruppe eines Stammwebs anzugeben, lassen Sie den Bestandteil "_UntergeordnetesWeb" weg. Einige Beispiele sind:

FP_157.55.49.66:80_MeinSubweb
FP_80_MeinSubweb

Wenn Einschränkungen auf einem untergeordneten Web aktiviert sind, jedoch keine lokale Gruppe definiert ist, suchen die FrontPage-Servererweiterungen die Gruppe des Stammwebs und verwenden sie, wenn diese gefunden wurde. Wenn keine entsprechend benannten Gruppen gefunden werden, besteht keine Einschränkung hinsichtlich der Berechtigungen.

Protokollierung

Wenn der Parameter auf einen Wert ungleich Null festgelegt ist, werden Dokumenterstellungsaktionen in die Datei _vti_log/Autor.log im Stammweb protokolliert. Alle Aktionen werden mit den folgenden Daten protokolliert: aktuelle Uhrzeit, Remote-Host, Benutzername des Autors, Webname, durchgeführte Aktion und die bei der Aktion erfolgten Änderungen.

Verwenden von FTP, um ein FrontPage-Web zu kopieren

Der FrontPage-Befehl Publizieren verwendet für die Kommunikation mit dem Webserver HTTP. Der Befehl überträgt keine lokalen Dateien der FrontPage-Servererweiterungen zum Zielserver. Unter Verwendung einer FTP-Anwendung ist es wichtig, daß nur die Inhaltsdateien vom Ursprungswebserver übertragen werden. Verwenden Sie FTP nicht für _vti _*-Ordner. Bei der Übertragung dieser Ordner oder Dateien werden die vorhandenen Dateien auf dem Zielserver überschrieben. Die Installation der FrontPage-Servererweiterungen sollte ausschließlich unter Verwendung des Dienstprogramms FrontPage Server Administrator auf dem Hostserver oder remote mit Hilfe der HTML-Verwaltungsformulare erfolgen.

Wenn Sie den Inhalt eines FrontPage-Webs auf einen Webserver, auf dem die FrontPage-Servererweiterungen nicht installiert sind, über FTP übertragen, gehen einige Laufzeitfunktionen von FrontPage, wie z. B. Formularbehandlung und Suchfunktion, verloren.

Spracheinstellungen in FrontPage-Webs

Jedes FrontPage-Web verfügt über zwei Spracheinstellungen:

Dies ist die Spracheinstellung für das FrontPage-Web. Es wird von den FrontPage-Servererweiterungen verwendet, um die Sprache festzulegen, die verwendet wird, um Fehlermeldungen vom Webserver zum Webbrowser zu senden. Diese Einstellung wirkt sich auch auf erzeugte Informationen, wie z. B. die Ergebnisse, die von FrontPage-Suchformularen zurückgegeben werden, aus.

Die Standardwebsprache wird in FrontPage Explorer auf der Registerkarte Sprache des Dialogfeldes Einstellungen für FrontPage-Web festgelegt. Sie können die Standardsprache für ein FrontPage-Web mit Hilfe des Parameters "vti_defaultlanguage" in der Datei _vti_pvt/service.cnf festlegen. Die Standardsprache für einen Webserver können Sie mit Hilfe des Parameters "defaultLanguage" in der Datei /usr/local/frontpage/XXXX.cnf, die Standardsprache für alle Webserver mit Hilfe des Parameters "defaultLanguage" in der Datei /usr/local/frontpage/frontpage.cnf festlegen.

Um diesen Parameter festzulegen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

vti_defaultlanguage = <Sprachcode>
DefaultLanguage = <Sprachcode>

wobei <Sprachcode> die Werte "de" (Deutsch), "en" (Englisch), "es" (Spanisch), "fr" (Französisch), "it" (Italienisch) oder "ja" (Japanisch) annehmen kann.

Dieser Parameter steuert die Zuordnung zwischen URLs und Dateinamen.

Die Standard-HTML-Codierung wird in FrontPage Explorer auf der Registerkarte Sprache des Dialogfeldes Einstellungen für FrontPage-Web festgelegt. Sie können die Standardsprache für ein FrontPage-Web mit Hilfe des Parameters
vti_ localCharEncoding in der Datei _vti_pvt/service.cnf festlegen. Die Standardsprache für einen Webserver können Sie mit Hilfe des Parameters "localCharEncoding" in der Datei /usr/local/frontpage/XXXX.cnf, die Standardsprache für alle Webserver mit Hilfe des Parameters " " in der Datei /usr/local/frontpage/frontpage.cnf festlegen.

Um diesen Parameter festzulegen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

vti_localCharEncoding = <Sprachcode>
localCharEncoding = <Sprachcode>

Anmerkung: Wenn die Zeichencodierung Ihres Clients (wie z. B. FrontPage, Internet Explorer oder Netscape) und Ihres Servers nicht übereinstimmt, müssen Sie URLs (Namen von Webs, Ordnern und Seiten) auf 7-Bit-ASCII-Zeichen beschränken. Wenn die Zeichencodierung Ihres Servers nicht mit der Zeichencodierung Ihrer Informationen (HTML-Seiten) übereinstimmt, sollten Sie URLs (Namen von Ordnern und Seiten) ebenfalls auf 7-Bit-ASCII-Zeichen beschränken.

Verwenden von FrontPage mit Microsoft Index Server

Microsoft Index Server, Version 1.1, ist eine Inhaltsindizierungs- und Suchkomponente, die zum Lieferumfang von Microsoft Internet Information Server (IIS) 3.0 gehört. Wenn die FrontPage 98-Servererweiterungen zusammen mit IIS, 3.0 und höher, installiert werden, verwendet das FrontPage-Suchformular die Dokumentindizierungs- und Suchkomponente von Index Server. Wenn Sie Index Server mit virtuellen IIS-Servern und FrontPage verwenden, sind einige Besonderheiten zu berücksichtigen, die nachstehend beschrieben werden.

Installieren von Index Server für virtuelle Server

Informationen über die Installation von Index Server finden Sie unter http://www.microsoft.com/ntserver/search/docs. (Da die Microsoft-Website ständig aktualisiert wird, kann sich die Adresse jederzeit ändern. Suchen Sie in diesem Fall die Microsoft-Homepage http://www.microsoft.com auf.)

Information über die Einrichtung des Katalogs, seine Zuordnung zu einem bestimmten virtuellen Server und die Konfiguration der Index Server-Verwaltung finden Sie im Abschnitt "Multiple Catalogs for Multiple Virtuell Servers" unter http://www.microsoft.com/ntserver/search/docs/cathlp.htm#multiple.

Wenn Sie die HTML-Verwaltungseiten von Index Server verwenden, überprüfen Sie die Liste der virtuellen Stammwebs, die Sie indizieren möchten, im Katalog, und entfernen Sie alle virtuellen Stammwebs, die Sie nicht im Katalog einschließen möchten. Allgemeine Stammwebs (virtuelle Stammwebs ohne bestimmte IP-Adresse) werden standardmäßig in allen Katalogen indiziert.

Erzwingen Sie die Erstellung des Katalogs, indem Sie den virtuellen Server aufsuchen und eine Suche durchführen.

Aspekte zu Index Server

FrontPage kann eine von zwei verschiedenen Suchmaschinen verwenden. Die Standardsuchmaschine ist die integrierte WAIS-Suchmaschine, die zu den FrontPage-Servererweiterungen gehört. Wenn Sie in Verbindung mit IIS Index Server installiert haben, verwendet FrontPage die Index Server-Suchmaschine anstelle der WAIS-Suchmaschine. Andere Webserver als IIS verwenden die integrierte WAIS-Suchmaschine. Die Vor- und Nachteile der beiden Suchmaschinen sind:

  WAIS Index Server
Vorteile
  • In den FrontPage-Servererweiterungen integriert, keine zusätzliche Konfiguration erforderlich.
  • Der Textindex wird sofort aktualisiert, wenn eine Seite gespeichert wird, was zur unmittelbaren Berücksichtigung in Suchformularen bei der Dokumenterstellung und der Überprüfung von Webs führt.
  • Verbesserte Leistung, da für das Hintergrund-Indizierungssystem nicht erforderlich ist, daß der Textindex aktualisiert wird, wenn eine Seite gespeichert wird.
  • Eine Vielzahl von Seitenattributen wird indiziert und kann in Suchergebnisseiten angezeigt werden.
  • Hohes Maß an Flexibilität während der Konfiguration bei der Auswahl der Informationen für einen Textindex.
  • Indizierung von Microsoft Office-Dokumenten.
Nachteile
  • Der Textindex wird sofort aktualisiert, wenn eine Seite gespeichert wird, was zu Verzögerungen beim Speichern von Seiten führen kann.
  • Das Web muß jedesmal, wenn ein Dokument im Web gelöscht wird, neu berechnet werden, um dieses Dokument aus dem Textindex zu entfernen.
  • Keine Indizierung von Microsoft Office-Dokumenten.
  • Separate Installation erforderlich. Index Server funktioniert nur in Verbindung mit Microsoft Internet Information Server.
  • Für jeden virtuellen Server ist eine separate Konfiguration erforderlich.
  • Keine unmittelbare Aktualisierung des Textindex, da Index Server ein Indizierungssystem verwendet, das im Hintergrund arbeitet. Die Verzögerung zwischen dem Speichern einer Seite und dem Zeitpunkt, zu dem die geänderten Informationen der Seite gesucht werden können, kann zu einer Verwirrung bei den Webautoren führen.

Wenn Sie die Verwendung des FrontPage-Suchformulars vermeiden möchten, können Sie ein benutzerdefiniertes Formular entwerfen, das mit einer .idq-Datei in einem anderen Ordner als _vti_bin verknüpft ist, um die Abfrage individuell anzupassen.

Der Katalog kann auf der Index Server-Verwaltungsseite aktualisiert werden, indem die Ordner inkrementell durchsucht und die Ergebnisse im Index eingebunden werden. Das Durchsuchen und Verbinden wird abhängig von den Registrierungseinträgen "ForcedNetPathScanInterval" und "MasterMergeTime" automatisch durchgeführt. Das Standardintervall für "ForcedNetPathScanInterval" beträgt 120 Minuten, der Standardwert für "MasterMergeTime" ist 0:00 Uhr.

Neuberechnen von FrontPage-Webs

Das Menü Extras von FrontPage Explorer enthält den Befehl Hyperlinks neu berechnen , mit dessen Hilfe FrontPage-Autoren das interne Hyperlinkschema zwischen den von FrontPage verwalteten Seiten neu berechnen können. Hyperlinks neu berechnen ist ein CPU-intensiver Befehl, da alle Seiten im FrontPage-Web analysiert werden müssen. Dieser Befehl ist normalerweise während der Dokumenterstellung auf dem FrontPage-Web nicht erforderlich, da das von FrontPage verwaltete Hyperlinkschema im Hintergrund ständig aktualisiert wird, wenn Autoren Seiten mit Hilfe der FrontPage-Client-Anwendungen erstellen und speichern. Wenn Autoren jedoch Seiten in einem FrontPage-Web mit Hilfe eines Verfahrens, das außerhalb von FrontPage erfolgt, wie z. B. über FTP, unter Verwendung von Windows Explorer oder mit Hilfe von UNIX-Dateisystembefehlen, verschieben oder umbenennen, können Sie den Befehl Hyperlinks neu berechnen verwenden, um das Hyperlinkschema zu korrigieren.

Wenn ein Autor einen WAIS-Index verwendet, ist der Befehl Hyperlinks neu berechnen von Vorteil, um einen Neuaufbau des WAIS-Index zu erzwingen. Dies kann erforderlich werden, wenn Wörter aus Seiten oder Seiten aus einem FrontPage-Web gelöscht wurden.

Hyperlinks neu berechnen führt die folgenden Schritte durch:

Einrichten der E-Mail-Übertragung

Autoren können in FrontPage 98 ein Formular so konfigurieren, daß der Inhalt des Formulars an eine E-Mail-Adresse gesendet wird. Um eine E-Mail von dem Webserver, auf dem das Formular gespeichert ist, zu senden, müssen Sie die FrontPage-Servererweiterungen so konfigurieren, daß die E-Mail an einen E-Mail-Transportmechanismus geleitet wird.

Sie konfigurieren die FrontPage-Servererweiterungen in der Konfigurationsdatei für die Servererweiterungen. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurationsdatei-Einstellungen bei UNIX oder Fontpg.ini-Einstellungen.

FrontPage verfügt über fünf Konfigurationsvariablen, mit deren Hilfe Sie den E-Mail-Transport einrichten können: "SMTPHost", "SendMailCommand", "MailSender", "MailCharSet" und "MailEncoding". Sie verwenden entweder "SMTPHost" oder "SendmailCommand", jedoch nicht beide.

Dieser Parameter sollte auf den Namen oder die IP-Adresse eines Hosts festgelegt werden, auf dem ein SMTP-Dämon, wie z. B. "sendmail" unter UNIX, ausgeführt wird. Wenn ein Benutzer ein Formular übermittelt, dessen Ergebnisse über E-Mail gesendet werden sollen, stellen die FrontPage-Servererweiterungen eine Verbindung zu dem SMTP-Server her, um die Nachricht zu senden. Standardmäßig wird bei FrontPage vorausgesetzt, daß der Server auf Anschluß 25 (der Standardanschluß für SMTP) empfängt. Sie können diesen Wert überschreiben, indem Sie an den Namen ":xx" anhängen, wobei "xx" den zu verwendenden Anschluß bezeichnet. Beispiele:

SMTPHost=mail.example.microsoft.com
SMTPHost=test:10000
SMTPHost=127.0.0.1

Dieser Parameter sollte auf den Namen eines Programms auf dem Servercomputer festgelegt werden, an das die E-Mail umgeleitet werden soll. Bei UNIX ist dies in der Regel "sendmail", es kann sich jedoch um ein beliebiges Programm handeln. Wenn die FrontPage-Servererweiterungen ein Formular empfangen, das als E-Mail-Nachricht verarbeitet wird, rufen die Servererweiterungen den entsprechenden Befehl auf und ersetzen alle Vorkommen von "%r" durch den Empfänger der Nachricht. Das Prozentzeichen, dem ein beliebiges anderes Zeichen folgt, wird durch das jeweilige Zeichen ersetzt. Die Nachricht wird als Standardeingabe an den Befehl übermittelt. Wenn "SendMailCommand" und "SMTPHost" festgelegt wurden, besitzt "SendmailCommand" die höhere Priorität.  Beispiel:

"SendmailCommand:/usr/lib/sendmail %r"

Dieser Parameter sollte auf den Benutzernamen festgelegt werden, der als Konto "Von" verwendet werden soll, wenn eine E-Mail gesendet wird. Insbesondere wird er als Argument für den SMTP-Befehl "SEND FROM: " verwendet. Der Standardwert ist "benutzer@host", wobei "benutzer" das aktuelle Benutzerkonto und "host" den aktuellen Hostnamen bezeichnet.

Dieser Parameter kann verwendet werden, um das Attribut für den Zeichensatz in der Inhaltstyp-Kopfzeile zu überschreiben.

Dieser Parameter kann verwendet werden, um das Attribut für die Codierung der Inhaltsübertragung in der Inhaltstyp-Kopfzeile zu überschreiben.